Daily MaverickAustralian PM says attacker’s car made U-turn before critically injuring lawmakerESPN49ers hold off furious Commanders' second-half rally to go 6-0ESPN DeportesRays y Brewers jugarán Serie Mundial de equipos sin títuloThe Jerusalem PostMacklemore’s ‘Free Palestine’ tour will benefit group that called Oct. 7 a ‘prison break’ZDF heuteAktuelle Pressemitteilungen des ZDFUOLRicardo Henriques, um dos arquitetos do Bolsa Família, defende programa social: "Resultados são exemplares"Antara NewsInvestment hits Rp1,539.2 trillion through SeptemberSRF NewsEröffnung Pilatus Tower – Wer hier oben wohnen will, braucht sehr viel GeldNew Straits TimesKelantan police: Refugee activists must understand the lawLenta.ruДебют Кайли Дженнер на показе Victoria’s Secret вызвал критику в адрес брендаEl ComercioLos expertos en psicología coinciden: quienes recogen la basura que no es suya presentan responsabilidad afectivaSportstarAsian Para Games 2026: Manish Narwal wins silver in P1 10m air pistol SH1
The Daily Newsstand · Free, Always
Tuesday, October 20, 2026

Ökonomin zu KI in Deutschland: Sitzen auf einem Datenschatz

Translate

Die Kooperation mit Nvidia sei ein wichtiger Schritt für Deutschland, so die Ökonomin Prof. Ulrike Malmendier. Sie sei "der Anschub, den wir jetzt gebraucht haben", sagt sie.

19.10.2026 | 17:35 min

Die Bundesregierung will Deutschland zum Vorreiter für industrielle KI machen. Dabei soll der US-Technologiekonzern Nvidia helfen. Auf der Konferenz "Invest in Germany" am Montagabend in Berlin haben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Nvidia-Chef Jensen Huang eine Zusammenarbeit bekanntgegeben: Nvidia will seine Kooperation mit deutschen Partnern ausbauen, künftig auch kleinere und mittlere Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen mit KI-Modellen versorgen.

Die Ökonomin Ulrike Malmendier sieht gute Voraussetzungen für die deutsche Industrie bei der KI-Transformation - und lobt den Vorstoß der Bundesregierung.

Sehen Sie das Interview mit Ulrike Malmendier oben in voller Länge oder lesen Sie es hier in Auszügen.

Malmendier sieht in Deutschlands Historie als Industrienation einen Vorteil

Deutschlands Stärke liegt nach Ansicht der Ökonomin Ulrike Malmendier in seiner industriellen Erfahrung. "Wir sitzen nämlich auf dem Datenschatz, auf den industriellen Daten, die wir als Industrienation seit Jahrzehnten angesammelt haben", sagt sie. Mit diesen Daten ließen sich KI-Modelle trainieren, um Produktion, Planung und Reparaturen zu verbessern. Deutschland befinde sich dadurch in einer "wirklich einzigartigen Wettbewerbssituation".

Ulrike Malmendier hält eine Rede und gestikuliert.
Quelle: dpa

...lehrt als Professorin für Finanzmarktökonomik an der University of California in Berkeley/USA. Von August 2022 bis Februar 2026 gehörte sie zu den fünf "Wirtschaftsweisen", dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, zu der das Gremium jährlich einen Bericht verfasst.

Sie erlaube es, "Modelle zu entwickeln, die nirgendwo anders entwickelt werden können". Doch dabei müsse sich die deutsche Industrie beeilen. "Insofern ist es gut, dass jetzt der Anstoß kommt", so Malmendier.

Rechenkapazität laut Ökonomin ein Schlüssel

In einer weiteren Sache könnte Deutschland einen Vorteil haben: Eine der größten Sorgen KI-orientierter Tech-Firmen in den USA sei zurzeit, "dass sie nicht genügend Rechenkapazität haben, gerade mit den Grafikprozessoren", so Malmendier. Genau diesen Engpass wolle die Bundesregierung für die deutsche Industrie beseitigen. Damit würde sie eines der größten Wachstumshemmnisse aus dem Weg räumen.

Die Bundesregierung will bei einem Investitionsgipfel deutlich mehr privates Kapital für Investitionen mobilisieren. Ziel: Mehr Produktivität und Wirtschaftswachstum auch durch KI.

19.10.2026 | 2:48 min

Einen direkten Deal mit Nvidia zu schließen und dort Kapazitäten zu suchen, sei sehr hilfreich und zugleich ein wichtiges Signal, erklärt sie. "Ich glaube, das ist genau der Anschub, den wir jetzt brauchen, um in dem Bereich industrielle KI ganz vorne mitzumachen", sagt die Ökonomin.

Die Hoffnung, bei der Entwicklung allgemeiner künstlicher Intelligenz mit den USA und China gleichzuziehen, hält Malmendier allerdings dennoch für "etwas illusorisch". Im weltweiten Rennen lägen die beiden Staaten an der Spitze.

Die Bundesregierung will eng mit Nvidia kooperieren. Ziel sei, dass Investitionen gehebelt, also vervielfacht, würden, sagt ZDF-Hauptstadtkorrespondent Wulf Schmiese.

19.10.2026 | 6:03 min

Europäischer Binnenmarkt könnte Attraktivität steigern

Eine Chance für Deutschland sieht Malmendier in einem leichter zugänglichen europäischen Markt. "Wenn wir wirklich einen europäischen Markt haben wollen, dann sollten wir den Binnenmarkt einfacher, friktionsloser gestalten", sagt sie.

Als Beispiel nennt sie die diskutierte "EU Inc.": Unternehmen sollten nach einer Gründung in einem Land EU-weit tätig sein können, ohne sich ständig auf andere nationale Bedingungen einstellen zu müssen. Das würde Deutschland und Europa nach der Einschätzung Malmendiers attraktiver machen.

Das Interview mit Ulrike Malmendier führte Philipp Wortmann.

Quelle: mit Material von Reuters und dpa

Über dieses Thema berichtete ZDFheute live am 19.10.2026 ab 19:30 Uhr.

View the original on ZDF heute →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.