AfD droht mit Beendigung: Kirche möchte ihr Asyl aus Sachsen-Anhalt auslagern

AfD droht mit BeendigungKirche möchte ihr Asyl aus Sachsen-Anhalt auslagern
13.09.2026, 15:15 Uhr

Falls sie die Landesregierung in Sachsen-Anhalt bildet, will die AfD das dortige Kirchenasyl stoppen und die Kirchen zur Kasse bitten. Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland versucht, die betroffenen Menschen weiter zu schützen.
Angesichts der möglichen Regierungsübernahme der AfD in Sachsen-Anhalt denkt die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) über die Auslagerung des Kirchenasyls auch in andere Bundesländer nach. "Diese Instrumente werden wir eher auslagern, weil ganz klar angesagt ist, da steht übermorgen die Polizei vor der Tür und es gibt die Abholung", sagte Landesbischof Friedrich Kramer dem Portal "Fokus Thüringen".
Kirchenasyl sei kein rechtsgeschützter Raum, sondern ein Raum der Menschlichkeit und ein informelles Übereinkommen. Das Verfahren laufe bereits. Details wollte Landesbischof Kramer nicht nennen, weil das Thema "hochsensibel" sei. Es gehe darum, die Menschen zu schützen, sowohl in den Gemeinden, wie auch die Asylsuchenden, sagte Kramer.
Unter Kirchenasyl versteht man, dass ein Mensch, der zum Beispiel von Abschiebung bedroht ist, vorübergehend Schutz in einer Kirche erhält. Die AfD hat in ihrem Wahlprogramm angekündigt, das Kirchenasyl in Sachsen-Anhalt zu unterbinden und die Kirchen finanziell zur Rechenschaft zu ziehen. Nach aktuellen Angaben befinden sich im Gebiet der EKM, das Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie Teile von Sachsen und Brandenburg umfasst, rund 15 Personen im Kirchenasyl.
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