Wohnungsabgabe – Livit-Kundendienst ist nicht erreichbar: Mieterin verzweifelt

Eine Mieterin entscheidet sich Ende Mai, ihre Wohnung zu kündigen. Sie zieht kurzfristig aus und versucht, für die verbleibenden vier Monate der regulären Kündigungsfrist einen Nachmieter oder eine Nachmieterin zu finden. «Ein Paar hat sich nach der Besichtigung ernsthaft interessiert gezeigt», berichtet die Mieterin gegenüber dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso».
Sie gibt den Interessierten das Bewerbungsformular der Liegenschaftenverwalterin Livit mit. «Das Paar konnte mir bestätigen, dass sie das Formular auf der entsprechenden Seite der Livit hochgeladen hatte.»
Immobilienverwalterin Livit geht auf Tauchstation
Kurze Zeit später erfährt die Mieterin von Livit, dass die Bewerbungsunterlagen des Paares noch nicht vollständig seien, deshalb müsse Livit noch zuwarten. Das war Ende Juli. Und seither: Funkstille. «Irgendwann kriegen Sie Panik!», beschreibt die Mieterin ihre Verzweiflung. Denn die Immobilienverwalterin reagiert nicht mehr auf Telefonanrufe, E-Mails oder auf Mitteilungen im digitalen Kontakt-Tool der Livit.
Diese sechs Wochen waren die Hölle
Die Hoffnung, einen Nachmieter zu finden, um die Miete nicht noch vier Monate bezahlen zu müssen, hatte sie bereits Ende August begraben. Doch nun geht es darum, mit Livit die Wohnungsabnahme zu organisieren, ein Putzinstitut zu beauftragen und einen Abgabetermin zu vereinbaren. Bis Anfang September, während sechs Wochen, war aber keine Kontaktaufnahme möglich: «Man fühlt sich so machtlos, diese sechs Wochen waren die Hölle.» Schliesslich meldet sie sich bei «Espresso». Und das Mail an die Medienstelle von Livit, einer der grössten Immobilienverwaltungen in der Schweiz, löst innerhalb von ein paar Stunden einen Anruf bei der Mieterin aus.
Livit AG: «Wir bedauern dieses Versäumnis»
Auf die Frage, weshalb die Anfragen der Mieterin auf allen möglichen Kanälen unbeantwortet blieben, schreibt die Livit-Kommunikationsstelle: «Die Anfragen der Mieterin wurden unsererseits nicht zeitgerecht bearbeitet, weshalb die Mieterin nicht über den Stand der Nachmietersuche informiert wurde. Wir bedauern dieses Versäumnis und haben die Mieterin inzwischen entsprechend informiert.»
Aus Kulanz zeigt sich Livit bereit, der Mieterin mit der Hälfte der Septembermiete entgegenzukommen. Unter anderem wegen der «Verzögerungen in der Kommunikation».
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