iPhone-Duo-Kamera-Fragen: Abstammung des Hauptsensors und FaceTime-Auflösung
In der kommenden Woche ist es so weit: Am 16. Oktober, also nächsten Freitag, kann man Apples erstes Foldable bestellen. An die Kundschaft geht das iPhone Duo dann genau sieben Tage später, am 23. Oktober. Wer sich für die Hardware interessiert, ist allerdings nach wie vor mit unbeantworteten Fragen konfrontiert. Diese dürften sich erst auflösen, wenn Vorabtests erscheinen, mit denen nicht vor Anfang nächster Woche zu rechnen ist. Dabei geht es insbesondere um die verwendete Kameratechnik – sowohl auf der Geräteaußenseite als auch im aufgeklappten Zustand.
Unter dem Display versteckte Kamera
In letzterem Modus verwendet Apple mit einem Under-Display-Bildsensor eine für das Unternehmen noch vollständig neue Technologie. iPhone 18 Pro und 18 Pro Max kommen zwar (ebenfalls erstmals überhaupt) mit einer Face-ID-Sensorik, die unter dem Screen steckt, doch für den Nutzer sichtbare Bilder werden damit nicht aufgenommen. Under-Display-Kameras werden, wenn sie nicht aktiv sind, von einer Pixelschicht bedeckt, die etwas heller ausfällt als die Umgebung – so soll man den Bereich üblicherweise nicht erkennen. Ist die Kamera aktiv, werden die Pixel abgeschaltet und Licht dringt durch. Allerdings kann die Qualität trotz optischer und rechentechnischer Tricks nie so gut ausfallen wie bei einer Kamera ohne Bildschirmvorbau. Entsprechend kann noch niemand sagen, wie gut die Aufnahmen der iPhone-Duo-Innenkamera wirklich werden.
Bilder hatte Apple hierzu vor allem in Szenen verbreitet, in denen man den Videochat-Dienst FaceTime nutzt. Hier glänzt das Foldable mit seinem Formfaktor: So kann man Außen- und Innenkamera genauso gleichzeitig verwenden wie Innen- und Außendisplay. Damit können auch Umstehende an einer Videositzung teilnehmen. Genaue Angaben dazu, was die Innenkamera leistet, machte Apple bislang nicht. Die schlichte Angabe lautet bisher, dass es sich um eine „Under-Display FaceTime Camera“ handele, die auch Center Stage beherrscht.
Angaben zur Auflösung werden nur für Video gemacht, hier sind es lediglich 1080p bei 30 oder 60 fps. Ob die Innenkamera damit auch Fotos nur in schlechten 1080p schießt, hat Apple nicht verraten. Dafür gibt es Objektivkorrektur mit Videostabilisierung und eine f/1.8-Blende. Ob Selfies mit der Innenkamera sinnvoll sind, wird sich also noch zeigen. Die Position der neuen Kamera, die nicht ganz in der Ecke sitzt, sondern etwas versetzt, hat laut einem Weibo-Leak mit Problemen zu tun, die Hardware zu platzieren. In späteren Versionen soll sie symmetrisch zu den Außenkameras werden.
Fragen zum Hauptsensor
Die Hauptkamera des iPhone Duo mit ihren 48 Megapixel als „Dual Fusion“-System könnte wiederum eine Mischung aus den Sensoren von iPhone 17e und 17 sein. Zumindest legen dies Spezifikationsvergleiche nahe. Dual-Fusion-Architektur und Sensor-Shift-Bildstabilisierung hätte die Duo-Kamera demnach aus dem iPhone 17 geerbt, die Hybrid-Focus-Pixels hingegen aus dem 17e.
Letzterem fehlt wiederum die Sensor-Shift-Technik. Es handelt sich außerdem nur um eine Fusion-Kamera. Andere Werte wie Brennweite und Blende sind bei allen drei Modellen gleich, ebenso die Crop- und Telekonfiguration. Der Weitwinkelsensor (Ultra Wide) im Duo ähnelt dem aus dem iPhone 17. Eine dritte Kamera (Tele) fehlt dem iPhone Duo, was als einer der großen Kritikpunkte gilt. Ebenfalls nicht dabei ist die Fähigkeit, Spatial Videos und Spatial Photos aufzuzeichnen. ProRAW, ProRes und ProRes RAW weist Apple ebenso wenig aus wie einen adaptiven True-Tone-Blitz. Mindestens 2300 Euro wird man für das Foldable zahlen müssen.
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