heise+ | Bit-Rauschen: TSMCs Chipfertigung brummt, PC-Verkäufe schrumpfen
Der KI-Boom spült weiter viel Geld in die Kassen der Chiphersteller, so auch in die des weltweit größten Auftragsfertigers TSMC. Beim Branchenprimus laufen die Chips für das Who’s Who der Halbleiterbranche wie AMD, Apple, Broadcom, Nvidia und Intel vom Band. Allein im Monat September 2026 erzielte der taiwanische Konzern damit einen Umsatz von umgerechnet 14,35 Milliarden Euro, ein Plus von satten 55 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Die vollständigen Zahlen für das dritte Quartal folgten erst kurz nach Redaktionsschluss dieses Bit-Rauschens; die Vorabdaten deuten aber darauf hin, dass der Umsatz die eigenen Vorhersagen übertreffen wird.
Die Nachfrage nach Chips soll auch in den kommenden Jahren weiter wachsen, weshalb TSMC momentan mehrere neue Halbleiterfabriken, sogenannte Fabs, hochzieht. Von den Bauvorhaben profitieren auch spezialisierte Zulieferer wie der in Taiwan beheimatete Elektroanlagenbauer für Halbleiterfabriken Da Yi Cheng Technology (DYC). Dieser berichtet von vollen Auftragsbüchern bis weit ins Jahr 2028.
DYC hilft nicht nur beim Bau der taiwanischen Werke 20 und 22 in Hsinchu und Kaohsiung. Inzwischen ist DYC auch in Phoenix, Arizona (Fab 21) und in der Dresdner Niederlassung European Semiconductor Manufacturing Company (ESMC) tätig. In dem Joint Venture von TSMC mit Bosch, Infineon und NXP sollen ab 2027 Chips für Industrieanwendungen und die Automobilindustrie entstehen.
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