Nordkorea will Marine zur «nuklearen Streitmacht» ausbauen

- Innerhalb von nur drei Monaten hat Nordkorea zwei Zerstörer der 5000-Tonnen-Klasse in den Dienst gestellt.
- Kim Jong Un fordert den Ausbau der Marine zu einer nuklear bewaffneten Streitmacht für den tatsächlichen Kriegseinsatz.
- Während die USA, Südkorea und Japan fünftägige Manöver vor Jeju abhalten, hat sich Kim zu Trumps Gesprächsangebot bislang nicht geäussert.
Nordkoreas Marine soll nach dem Willen von Machthaber Kim Jong-un zu einer mit Atombomben bewaffneten Streitmacht weiterentwickelt werden. Das sagte Kim am Sonntag, als er in der östlichen Küstenstadt Wonsan den zweiten modernen Zerstörer der Marine feierlich in den Dienst nahm. «Wir müssen sicherstellen, dass nukleare Waffensysteme für einen tatsächlichen Krieg vielseitig und wirksam eingesetzt werden können», sagte Kim laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA.
Das Kriegsschiff «Kang Kon» ist Nordkoreas zweiter Zerstörer in der 5000-Tonnen-Klasse. Nur drei Monate zuvor hatte das Land den Zerstörer «Choe Hyon» in den Dienst gestellt und bereits mehrere Waffentests durchgeführt.
Beginn der Militärübungen
Vor der südkoreanischen Insel Jeju begannen unterdessen fünftägige gemeinsame Militärübungen von Südkorea, den USA und Japan. Der südkoreanische Generalstab bezeichnete das jährlich stattfindende Manöver als defensiv und als gegen nordkoreanische Nuklear- und Raketenbedrohungen gerichtet. Pyongyang wertet solche Manöver hingegen als Vorbereitung für einen Angriffskrieg.
Mitte August hatte US-Präsident Donald Trump gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea deutlich reduziert. Er verwies bei der überraschenden Entscheidung auf seine angeblich «sehr gute Beziehung» zu Nordkoreas Machthaber Kim und sagte, er rechne damit, Kim noch in diesem Jahr zu treffen. Kim selbst hat sich zu dem Gesprächsangebot bislang nicht öffentlich geäussert.
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Yasmin Rosner (roy), Jahrgang 1980, arbeitet seit 2017 für 20 Minuten im Newsdesk als Nachtschicht vom Ausland aus.
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