OpenAI-Chef Altman: «Ihr könnt KI-Unternehmen vertrauen»

- OpenAI-Chef Sam Altman hat an einer Salesforce-Konferenz in San Francisco erklärt, die Welt habe zu Recht Angst vor KI.
- Trotzdem setzt Altman auf Eigenverantwortung der Branche statt staatliche Regulierung – er ist überzeugt, KI sicher entwickeln zu können.
- OpenAI, Anthropic und Google DeepMind arbeiten derzeit an gemeinsamen freiwilligen Sicherheitsstandards.
«Die Welt soll darauf vertrauen, dass wir das Richtige tun», sagte OpenAI-Chef Sam Altman am Dienstag an einer Salesforce-Konferenz in San Francisco, wie die BBC berichtet. Erst kürzlich hatte Altman einen geplanten Börsengang von OpenAI abgesagt.
In den vergangenen Tagen gerieten OpenAI und andere KI-Firmen verstärkt in den Fokus, nachdem der ehemalige Anthropic-Forscher Jacob Coxon davor gewarnt hatte, dass KI bis Ende des Jahrzehnts die gesamte Menschheit töten könnte, wenn ihre Entwicklung unkontrolliert weitergehe. Mehrere bekannte Persönlichkeiten aus der KI-Branche teilten seine Bedenken, erklärten jedoch nicht konkret, wie ein solches Szenario eintreten könnte.
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Allerdings teilen nicht alle in der Branche diese Einschätzung: Einige Vertreter halten die jüngsten Warnungen vor den Gefahren der KI für übertrieben und werfen anderen vor, damit den Hype um die Technologie weiter anzufachen.
«Die Welt hat zu Recht Angst davor»
Nun hat sich auch Altman geäussert. Er ist der Ansicht, dass die Menschen OpenAI und anderen KI-Firmen zutrauen sollten, bei der Entwicklung der Technologie verantwortungsvoll zu handeln. Gleichzeitig hält er die Sorgen für berechtigt: «Es braucht nicht mehr so viel Vorstellungskraft wie früher, damit wir uns ausmalen können, was schiefgehen könnte. Ich denke, die Welt hat zu Recht Angst davor.»
KI-Grössen wie Musk unterstützen Amodei
Die Debatte hat auch die Forderungen nach einer stärkeren Regulierung neu entfacht. Anthropic-Chef Dario Amodei forderte, das Tempo der KI-Entwicklung zu drosseln, und rief Regierungen dazu auf, die Branche zu regulieren. Zustimmung erhielt er unter anderem von Altman, Google-DeepMind-Mitgründer Demis Hassabis und Elon Musk.
Wie stehst du dazu, dass KI-Firmen ihre Sicherheit selbst regeln wollen?
Altman setzt dennoch stark auf die Eigenverantwortung der Unternehmen. «Wir werden es richtig machen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass unser Unternehmen und die Branche insgesamt in der Lage sind, dies sicher zu tun.» Sollte die Sicherheit nicht gewährleistet werden können, werde man «langsamer machen oder aufhören».
Zuckerberg meldet sich auf X zu Wort
In einem langen X-Beitrag sieht Meta-Chef Mark Zuckerberg die KI-Labore selbst in der Pflicht. Sie hätten sowohl die Möglichkeit als auch wirtschaftliche Anreize, ihre Systeme sicher zu entwickeln. «Jedes Labor, das sich nicht auf die Sicherheit und Ausrichtung von KI-Systemen konzentriert, wird zurückfallen», schrieb Zuckerberg. Zudem drohe den Unternehmen eine erhebliche Haftung, sollten ihre Modelle Schäden verursachen.
Arbeiten an freiwilligen Sicherheitsstandards
Kritik an der Selbstregulierung kommt unter anderem von Anthropic-Mitgründer Jack Clark. Eine «völlig unregulierte» KI-Branche bedeute, angesichts gewaltiger Risiken, «zu würfeln». Nvidia-Chef Jensen Huang sieht das anders: Neue Gesetze brauche es nicht, Sicherheit sei vor allem ein technisches Problem.
Parallel versucht die Branche, eigene Regeln zu schaffen. OpenAI, Anthropic und Google DeepMind arbeiten laut BBC an gemeinsamen freiwilligen Sicherheitsstandards für besonders leistungsfähige KI-Systeme.
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Jasmin Steiger (jst) arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie arbeitet am Newsdesk und schreibt über verschiedenste Themen.
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