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Wednesday, October 7, 2026

Softwaretests: Boeing will MQ-25A-Luftbetankungsdrohne mit F/A-18 verbinden

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Boeing testet eine Software, die Kommunikation zwischen bemannten und unbemannten militärischen Luftfahrzeugen ermöglicht. Das teilte Boeing am Dienstag mit. Die Software soll die Zusammenarbeit, das sogenannte „Manned-Unmanned Teaming“ (MUM-T), zwischen einer MQ-25A-Stingray-Luftbetankungsdrohne der U.S. Navy und einem bemannten F/A-18-Super-Hornet-Kampfjet erlauben, um etwa Luftbetankungsmanöver sicher durchführen zu können.

Erste Tests der Software erfolgten allerdings mit einer Beechcraft 1900D und einer E90 King Air auf der Eglin Air Force Base im US-Bundesstaat Florida im Rahmen des Militärmanövers „Emerald Flag“, heißt es von Boeing. Die Testpiloten konnten darüber die Führung und Steuerung (Command and Control) ausprobieren. Mit den Testergebnissen soll die Kommunikationstechnik in die noch im Testverfahren befindliche unbemannte Luftbetankungsdrohne MQ-25A integriert werden.

Boeing nutzt die Software, um Nachrichten zur Führung und Steuerung auf Basis des taktischen Datennetzwerkes Link 16 auszutauschen. Link 16 wird von den US-Streitkräften und ihren Verbündeten für den Informationsaustausch zwischen kompatiblen Plattformen genutzt.

Die Software ist nach Angaben von Boeing so ausgelegt, dass sie über unterschiedliche Drohnen- und Flugzeugtypen hinweg funktioniert und damit universell einsetzbar ist. Bei der Entwicklung hat Boeing bereits den künftigen Einsatzbereich auf Maschinen der U.S. Die Software entstand in Zusammenarbeit mit der U.S. Navy und könnte künftig auf zahlreichen Plattformen von Navy und Air Force laufen. Teams aus den Programmen Phantom Works, MQ-25, F/A-18 und F-22 waren in die Entwicklungsarbeit involviert.

Nach weiteren Tests in der militärischen Luftfahrt und deren Auswertungen soll die Software zunächst auf einer MQ-25A-Luftbetankungsdrohne und einer F/A-18 Super Hornet eingesetzt werden. Davon verspricht sich Boeing eine bessere Abstimmung zwischen dem bemannten Kampfjet und der Drohne während der Luftbetankung. Die Betankungsdrohne könne dabei auch von der Besatzung gesteuert werden, um eine höhere Sicherheit und Flexibilität beim Betankungsprozess zu erzielen. Auch die Reaktionszeit auf die Anforderung einer Betankungsdrohne könne so verringert und logistische Reibungsverluste können minimiert werden.

Die MQ-25A-Stingray-Luftbetankungsdrohne soll nach Indienststellung eingesetzt werden, um bei militärischen Operationen von Flugzeugträgern aus die Reichweite dort stationierter Kampfjets durch Betankungsvorgänge in der Luft zu erhöhen. Bisher übernehmen diese Aufgabe ebenfalls Super Hornets, da sie in der Lage sind, auch als Luftbetankungsflugzeug für andere Militärmaschinen zu dienen. Mit dem Einsatz der MQ-25A würden dann mehr Super Hornets für den Kampfeinsatz zur Verfügung stehen, da sie nicht mehr durch Luftbetankungen blockiert sind.

Von der MQ-25A Stingray hat die U.S. Navy Boeing einen Auftrag über drei Maschinen mit einem Volumen von 562 Millionen US-Dollar erteilt. Die unbemannte Betankungsdrohne hatte Ende Januar 2026 erste Rollversuche und im April einen ersten Testflug absolviert. Die Auslieferung der Maschinen soll ab 2029 erfolgen.

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