heise+ | Geschichten mit Fotos erzählen: So gelingt die eigene Bildreportage
Dass Menschen Geschichten mithilfe mehrerer Bilder erzählen, ist keine Erfindung aus der Zeit der Fotografie. Schon frühe Höhlenmalereien, antike Reliefs oder mittelalterliche Bildzyklen nutzten aufeinanderfolgende Szenen, um Ereignisse, Entwicklungen und Emotionen festzuhalten. Während eine einzelne Aufnahme einen besonderen Moment erfasst und ihn verdichtet, liefern mehrere Bilder umfangreichere Informationen und Eindrücke. Sie stellen unterschiedliche Zusammenhänge her, entwickeln eine Erzählung und bauen im besten Fall sogar einen Spannungsbogen auf, um den Betrachter auf eine visuelle Reise mitzunehmen. Dadurch kann eine Geschichte entstehen, die weit über die Aussagekraft eines einzelnen Bildes hinausgeht. Bei einer Bilderserie geht es daher weniger darum, möglichst viele gute Aufnahmen aneinanderzureihen, als vielmehr darum, diejenigen Fotos auszuwählen, die jeweils einen eigenen Beitrag zur Erzählung leisten.
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