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Tuesday, September 15, 2026

Iscooter F7 im Test: E-Scooter mit großen Reifen, Einkaufskorb und Wechselakku

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Der E-Scooter Iscooter F7 fährt mit großen 16-Zoll-Reifen, entnehmbarem 749-Wh-Akku und ab Werk einem Einkaufskorb am Heck. Er kostet 640 Euro.

Einen E-Scooter mit Gepäckkorb ab Werk findet man selten. Genau damit tritt der Iscooter F7 an: Der Drahtkorb über dem Hinterrad nimmt auf, was sonst auf dem Rücken landet. Dazu kommen 16-Zoll-Reifen, die im Testfeld sonst niemand bietet – üblich sind 9 bis 12 Zoll.

Gedacht ist er für die Stadt. Im Sortiment des Herstellers steht der F7 über den kleineren Pendlermodellen i9M und T4, gleichauf mit dem T8 und unter dem iX7 Pro. Sein 749-Wh-Akku entspricht dem des Kukirin G2 Pro ABE (Testbericht). Anders als dort lässt sich der Akku hier entnehmen und in der Wohnung laden – ein Kunststück, das in dieser Preisklasse bislang vor allem der Epowerfun EPF-2 Pro (Testbericht) beherrscht.

Dem F7 liegt eine ABE bei, er darf also auf deutsche Straßen. Aktuell kostet er auf Amazon 640 Euro, zum selben Preis gibt es ihn direkt beim Hersteller. Ob sich der Kauf lohnt oder das Geld bei einem anderen E-Scooter besser aufgehoben ist, klärt dieser Test.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Aufbau kostet Zeit. Vorderrad, Schutzblech, Lenkerhalterung, Lenker, Korb, Seitenständer sowie Licht vorn und hinten wollen montiert werden. Rund 45 Minuten vergehen bis zur ersten Fahrt – andere Modelle der Klasse begnügen sich mit vier Schrauben.

Neben dem Werkzeug liegen eine Luftpumpe und ein Ersatzschlauch im Karton. Beide rechnet der Hersteller mit einem hohen Zubehörwert an und wertet den Lieferumfang damit kräftig auf. Die Pumpe ist allerdings von minderer Qualität und rechtfertigt das nicht.

Optisch zeigt sich der F7 bieder. Der mattschwarze Rahmen mit dem weiß-silbern abgesetzten Trittbrett wirkt altbacken, klobig und zusammengestöpselt. Vor dem Lenker sammeln sich sehr viele Kabel, die erst weit unten im E-Scooter verschwinden – dasselbe Bild, das schon beim Kukirin G2 Pro ABE den Auftritt störte.

Iscooter F7 Bilder

Iscooter F7

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Iscooter F7

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Die Zuladung gibt der Hersteller mit 150 kg an, doch das Handbuch relativiert diese Zahl im selben Atemzug und empfiehlt, nur 70 Prozent davon auszunutzen – also rund 105 kg. Unsere Erfahrung liegt dazwischen, denn ab 120 kg trägt die vordere Federung nicht mehr. Ausgeklappt misst der E-Scooter 146 × 60 × 132 cm bei gut 30 kg Eigengewicht. Damit gehört er zu den schwersten Vertretern seiner Art, nur der Navee UT5 Max (Testbericht) legt mit 34 kg noch zu. Die Schutzklasse IPX4 hält Spritzwasser ab.

Den F7 gibt es nur in dieser einen Farbe. Der klappbare Heckkorb aus Drahtgitter gehört ebenso zum Serienumfang wie Schutzbleche vorn und hinten, ein Seitenständer am Heck und orange Reflektoren an Gabel, Speichen und Schwinge.

Klappmechanismus

Der Sicherungshebel sitzt an der Lenkerstütze und rastet hörbar ein. Zusammengeklappt misst der F7 146 × 60 × 72 cm. Die Länge bleibt dabei unverändert – gespart wird allein Höhe.

Praktischer wird der E-Scooter dadurch kaum. Die umgelegte Lenkstange lässt sich nicht einhaken und taugt damit auch nicht als Tragegriff – wer den F7 anheben will, muss ihn am Rahmen packen. In einen Kofferraum bekommt man ihn allein nur mit Mühe. Für Pendler, die täglich Treppen steigen oder in den Zug umsteigen, ist er die falsche Wahl.

Lenker & Display

Mittig am Lenker sitzt ein LC-Display, das sich in drei Stufen dimmen lässt und auch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesbar bleibt. Das Einstellmenü fällt karg aus und kennt nur drei Parameter: Einheiten, Helligkeit und das Zurücksetzen der Tageskilometer.

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Links am Griff sitzen eine mechanische Klingel und der gut erreichbare Blinkerschalter. Die Blinker selbst stecken in beiden Lenkerenden, am Heck fehlen sie. Ihr Licht ist hell und kaum zu übersehen, einen Blinkerton gibt es nicht. Heckblinker bleiben damit auch hier Mangelware – der Epowerfun EPF-2 Pro zeigt in derselben Preisklasse, dass es anders geht. Dem Rücklicht am Kennzeichenhalter fehlt eine Bremsfunktion.

Der Frontscheinwerfer sitzt über dem Vorderrad und schaltet sich über die Plus-Taste ein. Einen Dämmerungssensor gibt es nicht. Zwei Details stören im Alltag: Die Griffe drehen beim Festhalten mit, was ungewohnt und unangenehm ist. Das Daumengas rechts läuft zudem schwergängig, auf langen Fahrten kann das zu Schmerzen führen.

Fahren

Auf 16 × 3 Zoll großen Luftreifen mit Schlauch und Stollenprofil rollt sonst kein E-Scooter im Testfeld. Vorn arbeitet zusätzlich eine Federgabel, hinten übernimmt allein der Reifen die Dämpfung. Das Ergebnis ist ein sehr weiches Fahrgefühl: Die richtig gute Federung vorn und die großen Reifen schlucken gemeinsam viele Unebenheiten weg. Der Komfort liegt damit ungewöhnlich hoch für diese Preisklasse, selbst der Xiaomi Electric Scooter 6 Ultra (Testbericht) mit seinen 12-Zoll-Reifen bietet nicht mehr Ruhe. Auch die Fahrstabilität profitiert von den großen Rädern.

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Weniger überzeugt die Standfläche. Das Trittbrett misst zwar rund 50 cm in der Länge, doch vorn ragt der Akku hinein und hinten das Schutzblech. Effektiv bleiben etwa 35 cm. Das ist zu wenig für einen komfortablen Stand. Zudem steht man zu nah am Lenker.

Während der Fahrt ist die Lenkung kein Problem, beim engen Manövrieren schon: Der Lenkeinschlag fällt zu gering aus. Drei Fahrstufen mit 6, 15 und 20 km/h stehen zur Wahl. Per GPS nachgemessen erreicht der F7 gut 21 km/h, während der Tacho 20 km/h anzeigt. Die erlaubte Toleranz von 10 Prozent schöpft er damit annähernd aus.

Motor

Im Hinterrad arbeitet ein Nabenmotor mit 500 W Nenndauerleistung. Er bleibt dabei angenehm ruhig. Die Steigfähigkeit fällt allerdings gering aus, im Vergleich zur Konkurrenz ist der Antrieb eher schwach auf der Brust. Wer regelmäßig Hügel bezwingen muss, sollte sich anderswo umsehen. Dafür dosiert das Daumengas fein und der F7 fährt ohne Ruckeln an.

Bremsen

Vorn und hinten verzögern mechanische Scheibenbremsen mit Seilzug, nachgemessen 160 mm groß. Zu Beginn schleifen sie minimal, ein Motor-Cut-Off am Bremshebel unterbricht beim Bremsen den Antrieb. Der Bremsweg fällt trotzdem kurz aus, das Gewicht des E-Scooters spielt dabei offenbar keine störende Rolle.

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App

Die App Iscooter Club verbindet sich per Bluetooth mit dem elektrischen Tretroller und steht für iOS und Android bereit. Sie zeigt den Status an, verriegelt und entriegelt den E-Scooter und stellt Geschwindigkeitsstufe sowie Einheiten ein. Ein Konto ist Pflicht. Viel gewonnen ist damit nicht: Der Funktionsumfang bietet kaum Mehrwert gegenüber der Bedienung am Lenker.

Akku

Der Akku fasst stolze 749 Wh bei 36 V und 20,8 Ah. Er lässt sich mit einem Schlüssel entriegeln und einhändig herausnehmen, zwei Schlüssel liegen bei. Wer ohne Aufzug wohnt, trägt nur den Akku nach oben statt gut 30 kg E-Scooter. In dieser Preisklasse ist das eine Seltenheit und für viele Käufer das entscheidende Argument.

Untergebracht ist er außen am Lenkrohr in E-Bike-Bauform, Ladebuchse und Kippschalter sitzen direkt am Akku. Eine volle Ladung dauert 6 bis 7 Stunden. Der Hersteller verspricht 70 bis 90 km Reichweite, ermittelt im Labor mit leichtem Fahrer bei konstant niedrigem Tempo. Real sind trotzdem hervorragende 50 bis 60 km drin. Das deckt die meisten Pendelstrecken ab und liegt auf dem Niveau des Kukirin G2 Pro ABE mit seinem praktisch gleich großen Akku.

Preis

Fazit

Der Iscooter F7 löst zwei Alltagsprobleme, an denen die meisten E-Scooter vorbeifahren. Der Heckkorb nimmt Einkauf und Rucksack auf, der entnehmbare 749-Wh-Akku kommt zum Laden mit in die Wohnung. Dazu liefern die 16-Zoll-Reifen zusammen mit der Federgabel einen Komfort, den man in dieser Preisklasse nicht erwartet. Auch der kurze Bremsweg spricht für ihn.

Mit gut 30 kg gehört der F7 zu den schwersten E-Scootern. Ohne einhakbare Lenkstange bekommt man ihn allein kaum in einen Kofferraum. Vom rund 50 cm langen Trittbrett bleiben effektiv nur 35 cm nutzbar. Der Motor ist schwach, Lenkung und Daumengas gehen schwergängig. Heckblinker und Bremslicht fehlen, die App bringt kaum Mehrwert und die Optik wirkt altbacken.

Wer Lasten transportieren will und den Akku separat laden muss, findet für 640 Euro kaum etwas Vergleichbares. Wer dagegen einen Pendler-Scooter sucht, den er täglich trägt, greift besser zum Epowerfun EPF-2 Pro: Der wiegt ein Drittel weniger, bietet Blinker auch am Heck, einen ebenso entnehmbaren Akku und eine App ohne Kontozwang.

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