Traumstart und Guendouzi-Aussetzer: Fenerbahce gibt Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand
Fenerbahce hat am Dienstag gegen Slavia Prag seinen ersten Sieg der noch jungen Champions-League-Saison kurz vor Schluss aus der Hand gegeben. Unfreiwillig holte der Ex-Herthaner Matteo Guendouzi die Tschechen nach fulminantem Start zurück ins Spiel.

Späte Ernüchterung: Matteo Guendouzi (re.) musste mit Fenerbahce nach frühem 2:0 noch zwei Gegentreffer verkraften. IMAGO/Anadolu Agency
Im frühen Dienstagabend-Slot trafen sich zwei Kellerkinder der noch jungen Champions-League-Saison. Fenerbahce SK hatte immerhin schon einen Zähler auf dem Konto gehabt, während die Prager nach zwei Partien noch ohne einen einzigen Zähler dagestanden waren.
Bei Fenerbahce schickte Trainer Ismail Kartal nach dem 3:0 gegen Alanyaspor diesmal Brown, Aktürkoglu und Muriqi für Mercan, Kahveci und Lukaku in die Startformation. Bei Slavia Prag nahm Jindrich Trpisovsky nach dem 0:0 gegen FC Hradec Kralove gleich fünf Veränderungen vor: N'Guessan, Suleiman, Moses, Provod, Ayaosi ersetzten Holes, Chytil, Isife, Sadilek und Chory.
Die Istanbuler rissen sofort die Spielkontrolle an sich und belohnten sich dafür in der 4. Minute: Aydin zog von halbrechts nach innen und versenkte den Ball platziert im Winkel zum 1:0. Sieben Zeigerumdrehungen später fand Nelson Semedo im Strafraum Greenwood, der nicht lange fackelte und wuchtig zum 2:0 vollstreckte.
Es sprach nun alles für Fener, doch schon in der 15. Minute spielte Guendouzi vor dem eigenen Strafraum einen kapitalen Fehlpass in Provods Füße, der frei vor Ederson den 1:2-Anschluss markierte. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit hatten die Hausherren etwas mehr vom Spiel und nahmen somit verdient die knappe Führung mit in die Kabine.
Champions League - 3. Spieltag
Joker Kacor sticht kurz vor Schluss
Zehn Minuten nach Wiederbeginn hätte ein Ballverlust von Guendouzi beinahe zum Ausgleichstreffer geführt, Provod schoss jedoch knapp vorbei. Generell hatte Prag inzwischen mehr vom Spiel, aber dennoch Probleme, sich ausreichend Torchancen zu erarbeiten. In der Schlussminute fanden die Tschechen aber doch noch eine Lücke, als der eingewechselte Kacor eine Flanke von Ayaosi per langem Bein unter die Latte drückte. Mit dem 2:2 blieben beide Mannschaften auch im dritten Anlauf sieglos, die Prager durften immerhin ihren ersten Punkt feiern.
Mit einem Kracher in der türkischen Liga geht es am Montag (26.10.2026, 19.30 Uhr) weiter. Fenerbahce spielt dann bei Galatasaray. Bereits am Samstag (24.10.2026, 18 Uhr) trifft Slavia Prag auf FK Mlada Boleslav.
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