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Thursday, October 29, 2026

«Twitter ist nicht dein Job»: Sportstars rechnen mit Minister ab

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  • Nach dem Zugunglück bei Toledo mit mindestens 68 Toten kritisiert Atlético-Profi Marcos Llorente Verkehrsminister Óscar Puente.
  • In einer Instagram-Story wirft er ihm vor, sich mehr um Streit in den sozialen Medien als um seine Pflichten zu kümmern.
  • Dani Carvajal, Álvaro Morata und Thibaut Courtois teilen den Beitrag, auch Alberto Contador fordert Verantwortung.

Spanien trauert und die Wut der Bevölkerung wächst. Bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge nahe Toledo kamen am Mittwoch mindestens 68 Menschen ums Leben, über 100 wurden verletzt. Nur neun Monate zuvor hatte ein ähnliches Unglück in Adamuz 46 Todesopfer gefordert. Nun erheben zahlreiche Sportstars ihre Stimmen und einige finden scharfe Worte für die zuständige Politik.

Besonders deutlich wird Atlético-Profi Marcos Llorente: In einer Instagram-Story attackiert er Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente: «Wir haben die Nase voll von Politikern, die sich mehr darum kümmern, in den sozialen Medien wie 13-Jährige Streit zu gewinnen, als ihren Pflichten gerecht zu werden.» Dann legt er nach: «Twitter ist nicht dein Job. Dein Job ist der öffentliche Nahverkehr, die Sicherheit und die Verantwortung zu übernehmen, wenn etwas schiefgeht.»

Landesweiter Zuspruch

Der Beitrag findet deutlichen Zuspruch und wird von Superstars wie Dani Carvajal, Álex Baena, Álvaro Morata und Thibaut Courtois in den sozialen Medien weitergeteilt. Eduardo Camavinga zeigt sich erschüttert und spricht von einer Schande für alle Beteiligten. Und Barça-Profi Fermín López ruft öffentlich dazu auf, Blut für die Verletzten zu spenden.

Fermín López ruft öffentlich zur Blutspende auf.

Fermín López ruft öffentlich zur Blutspende auf.IMAGO/AgenciaLOF

Auch Ex-Radprofi Alberto Contador verlangt Antworten. Dass sich innerhalb so kurzer Zeit erneut eine Katastrophe solchen Ausmasses ereigne, sei kaum zu begreifen. Er fordert Transparenz und die Übernahme von Verantwortung.

«Spanien, wacht auf!»

Währenddessen bekunden auch viele spanische Fussballvereine öffentlich ihre Anteilnahme. Darunter auch Rekordmeister Real Madrid – der Verein bekundet in einer Erklärung seine tiefe Trauer und spricht den Angehörigen sein Beileid aus.

Besonders schmerzlich sind die Worte von Getafe-Spieler Davinchi. Der junge Fussballer verlor seinen Vater beim Zugunglück im Januar. Nun muss er mitansehen, wie sich die Tragödie wiederholt. «Wir sind Menschen mit Familien, keine Nummern oder Objekte für Witze», schreibt er. Sein eindringlicher Appell: «Spanien, wacht auf!»

Céline Eicher

Céline Eicher (eic), Jahrgang 1996, arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie ist Praktikantin im Ressort Sport.

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