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Monday, October 26, 2026

Anthropic steht vor einem der grössten Börsengänge aller Zeiten

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  • Der KI-Konzern Anthropic aus San Francisco bereitet seinen Börsengang für November vor.
  • Die Aktien sollen am Nasdaq Global Select Market unter dem Tickersymbol «ANT» notiert werden.
  • Der Umsatz stieg im dritten Quartal um rund 45 Prozent auf 16,8 Milliarden Dollar.

Der KI-Konzern Anthropic bereitet seinen Börsengang für November vor. Das geht aus Unterlagen hervor, die das Unternehmen aus San Francisco am Montag bei den Behörden eingereicht hat. Aktien des Unternehmens sollten am Nasdaq Global Select Market unter dem Tickersymbol «ANT» notiert werden, hiess es. Beobachtern zufolge könnte es sich um den bislang grössten Börsengang aller Zeiten handeln.

Anthropic ist vor allem für seinen Chatbot Claude bekannt. Der mit Spannung erwartete Börsengang könnte laut Analysten einer der grössten aller Zeiten werden.

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Rasantes Wachstum bei tiefroten Zahlen

Mit dem Schritt legt das Start-up erstmals detaillierte Kennzahlen offen, die die enormen Kosten im Wettlauf um Spitzenmodelle verdeutlichen. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 kletterte der Erlös zwar sprunghaft von 1,2 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum auf 16,3 Milliarden US-Dollar.

Gleichzeitig weitete sich der Nettoverlust jedoch drastisch aus: Stand im Vorjahreszeitraum noch ein Minus von 13 Milliarden Dollar zu Buche, betrug der Fehlbetrag im ersten Halbjahr 2026 rund 80,7 Milliarden Dollar. Das Geschäftsmodell zielt vor allem auf Unternehmenskunden ab.

Kapitalbedarf und wachsende Sicherheitsbedenken

Der Gang an die Börse soll dem Unternehmen die nötige Liquidität sichern, um mit der Konkurrenz Schritt zu halten. Die Entwicklung neuer KI-Generationen verschlingt branchenweit Hunderte Milliarden Dollar für Rechenleistung und Infrastruktur.

Gleichzeitig wächst der Druck auf die Branche: Anthropic und Wettbewerber wie OpenAI sehen sich einer verschärften Debatte über die Sicherheit autonom agierender Systeme gegenüber. Eine Serie von Hackerangriffen durch eigenständig handelnde KI-Agenten hatte zuletzt Bedenken geschürt, die auch das Debüt an den Finanzmärkten belasten könnten.

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Jonas Bucher

Jonas Bucher ist Blattmacher und stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks bei 20 Minuten. Er ist seit 25 Jahren in der Medienbranche tätig und 20 Minuten stets treu geblieben.

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