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Wednesday, October 28, 2026

Amazon darf Globalstar trotz Yippy-Einspruch gegen Satelliten-Deal übernehmen

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Die US-Kommunikationsbehörde FCC hat die Übernahme von Satellitenkommunikationsanbieter Globalstar durch Amazon offiziell genehmigt. Der Zusammenschluss zweier Satellitennetzwerke diene dem öffentlichen Interesse und würde die entsprechenden Dienste für die Bürger verbessern. Der Wert der Übernahme wird auf 11,5 Milliarden US-Dollar beziffert. Im Genehmigungsverfahren gab es lediglich einen Einspruch, ausgerechnet von einer Firma, an der Globalstar direkt beteiligt ist. Doch Yippy, die auch IBM zu den Partnern zählt, wurden eigene Interessen unterstellt und blieb erfolglos.

Mit der im April dieses Jahres vereinbarten Übernahme von Globalstar möchte Amazon sein Satellitennetzwerk ausbauen. Denn Amazons eigene Satellitenkonstellation Leo wächst nicht so schnell wie erwartet und von den Aufsichtsbehörden gefordert. Gleichzeitig will Amazon Leo Smartphones direkt aus dem Weltraum vernetzen und durch die Globalstar-Übernahme „wird Amazon in der Lage sein, Verbrauchern, Unternehmen und Behörden weltweit eine lückenlose Konnektivität zu bieten – ganz gleich, ob diese in abgelegenen Gebieten leben oder arbeiten oder sich einfach nur innerhalb und außerhalb herkömmlicher Mobilfunknetze bewegen“, wie der Konzern im April erklärte.

Das eigene Direct-to-Device-Satellitensystem (D2D) soll ab 2028 in Betrieb genommen werden. Damit möchte Amazon eigene Sprach-, Daten- und Messaging-Dienste für Mobiltelefone und andere Mobilfunkgeräte bereitstellen. Mit Globalstar übernimmt Amazon auch Mobile-Satellite-Services-Frequenzlizenzen (MSS) mit weltweiten Genehmigungen. Dadurch würden D2D-Dienste einen „kapitalstarken Betreiber“ bekommen, schreibt die FCC. Der Wettbewerb im Mobilfunkmarkt würde dadurch verstärkt, denn die bisherigen Investitionen in die Satellitensystem „deuten auf eine hohe Wahrscheinlichkeit hin, dass Amazon das MSS-Spektrum intensiv nutzen würde“.

Interessanterweise gab es in der öffentlichen Konsultation nur einen Widerspruch zu der Genehmigung, dem Globalstar-Partner Yippy. Diese Firma hat Globalstar ein System namens Sat-Browse geliefert, das den Abruf von Dokumenten über schmalbandige Verbindungen, wie sie noch vor einigen Jahren für Internet via Satellit typisch waren, erleichtert, indem es die Dokumente komprimiert und unnötige Dinge wie Werbung entfernt. Yippy fürchtet angeblich um Immaterialgüterrechte an Sat-Browse.

Allerdings ist Yippy in einem Streitschlichtungsverfahren mit Globalstar verhangen, was das Unternehmen laut Light Reading in der Petition gegen Amazons Globalstar-Übernahme unerwähnt ließ. Nach Ansicht von Globalstar und Amazon wollte Yippy den Einspruch zu dem Satelliten-Deal lediglich als Druckmittel für eine „gänzlich unzusammenhängende geschäftliche Auseinandersetzung mit Globalstar“ nutzen. Yippy habe zudem seit 2021 keine Kommunikationsdienste über Globalstar mehr genutzt.

Dieser Einschätzung scheint die FCC (Federal Communications Commission) zu folgen und hat die Übernahme durchgewinkt. Zu der Nachfrage von heise online, welche Genehmigungen für die Globalstar-Übernahme noch ausstehen, wollte sich Amazon nicht äußern.

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