Cyberangriff legt Kühlanlagen in Frankreich lahm - News kompakt: Das Wichtigste kurz gefasst
Ein Cyberangriff hat in zahlreichen französischen Supermärkten Kühl- und Gefrieranlagen lahmgelegt. Hackern gelang es, die Geräte in der Nacht zum Montag in den Auftaumodus zu versetzen. Allein bei den Handelsketten Intermarché und Netto waren rund 150 Filialen betroffen. Auch andere Supermarktketten meldeten Störungen.
Der Angriff richtete sich offenbar gegen einen dänischen Software-Dienstleister, dessen Technik mehrere Händler nutzen. Zahlreiche Lebensmittel müssen nun entsorgt werden. Die Höhe des Schadens ist noch unklar. Nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft wurden auch Brände gemeldet. Die Behörde hat Ermittlungen aufgenommen.
IWF erwartet kräftigeren Aufschwung in Deutschland
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland deutlich angehoben. Die Wirtschaft dürfte 2026 um 1,3 Prozent wachsen. Im Juli hatte der IWF noch 0,7 Prozent erwartet. Für 2027 rechnen die Experten mit einem Plus von 1,1 Prozent. Damit liegen die Prognosen auf dem gleichen Niveau wie die der Bundesregierung. Vor allem staatliche Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung sowie höhere Exporte treiben das Wachstum an.
Auch für die Eurozone und die Weltwirtschaft ist der IWF optimistischer. Weltweit erwartet er 2026 ein Wachstum von 3,1 Prozent. Die Weltwirtschaft zeigt sich laut IWF trotz der Energiekrise infolge des Iran-Kriegs widerstandsfähig.
Trumps Diesel-Deal soll Putin an Verhandlungstisch bringen
US-Präsident Donald Trump hat das umstrittene Diesel-Abkommen mit Russland verteidigt. Es solle die Kraftstoffpreise senken und US-Landwirten helfen. Zugleich will Washington Moskau damit offenbar zu Friedensgesprächen über die Ukraine bewegen. Dafür wurden Sanktionen gegen russische Treibstoffe vorübergehend aufgehoben. Politiker beider US-Parteien kritisieren den Schritt als Gesetzesverstoß.

Russlands Präsident Wladimir Putin ist laut US-Gesandten derzeit nicht zu Verhandlungen bereit. Trump erklärte zudem, Russland und die Ukraine hätten sich auf einen Stopp der Angriffe auf Energieanlagen geeinigt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj meldete jedoch neue russische Angriffe.
Huthi-Miliz setzt Angriffe auf Riad fort
Die saudiarabische Hauptstadt Riad ist erneut von heftigen Explosionen erschüttert worden. Zuvor waren die Bewohner vor einer Bedrohung aus der Luft gewarnt worden. Die Huthi-Miliz aus dem Jemen erklärte, sie habe den internationalen Flughafen mit einer Rakete getroffen. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition teilte dagegen mit, das Geschoss sei abgefangen und zerstört worden.

Die Huthis meldeten zudem einen Drohnenangriff auf einen Luftwaffenstützpunkt im Süden des Landes. In den vergangenen Tagen hatte die Miliz ihre Angriffe auf Riad verstärkt. Dabei kamen insgesamt 18 Menschen ums Leben. Allein am Samstag wurden 13 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt.
US-Justiz ermittelt gegen Trump-Kritikerin Omar
In den USA haben Ermittler das Haus der demokratischen Kongressabgeordneten Ilhan Omar in Washington durchsucht. Laut Fox News besteht der Verdacht, dass ihr inzwischen verstorbener Vater bei Omars Einbürgerung falsche Angaben gemacht haben könnte. Das US-Justizministerium bestätigte eine Durchsuchung im Raum Washington, nannte aber keine Namen.

Omar, eine scharfe Kritikerin von Präsident Donald Trump, hatte frühere Ermittlungen gegen sie als politisch motiviert bezeichnet. Zu der Razzia äußerte sie sich zunächst nicht. Die aus Somalia stammende Politikerin kandidiert bei den Kongresswahlen in drei Wochen erneut für einen Sitz im Repräsentantenhaus.
EU will Libanons Sicherheitskräfte stärken
Die EU-Außenminister haben eine neue Unterstützungsmission für den Libanon beschlossen. Sie soll die Sicherheitskräfte des Landes beraten und ausbilden, damit diese künftig das gesamte Staatsgebiet kontrollieren können. Auch Deutschland will sich beteiligen. Der Einsatz soll im kommenden Jahr beginnen und einen militärischen sowie einen zivilen Teil umfassen.

Neben der Ausbildung der Armee ist Unterstützung bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität und Schmuggel geplant. Bislang verfügt auch die proiranische Hisbollah-Miliz über erheblichen Einfluss im Libanon. Sie lehnt ihre Entwaffnung ab. Der neue EU-Einsatz soll auf die UN-Blauhelmmission UNIFIL folgen, die Ende des Jahres ausläuft.
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