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Wednesday, October 14, 2026

Neuauflage der HBO-Serie angekündigt: Die „Girls“ kommen zurück

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Zehn Jahre nach dem Serienfinale kündigt Lena Dunham ein Comeback der Millenial-Serie an. Warum? Und: Wird das gut gehen?

Carolina Schwarz

Ein Jahrzehnt nach der Erstausstrahlung der HBO-Comedyserie „Girls“ erweckt Lena Dunham noch einmal ihre vier Figuren Hannah (Lena Dunham), Marnie (Allison Williams), Shoshanna (Zosia Mamet) und Jessa (Jemima Kirke) zum Leben. Das verkündeten sie am Dienstagabend in einem Instagram-Reel. Die Freude in den Kommentarspalten ist enorm: „Die beste Nachricht des Jahres“ oder „Ist das wirklich wahr? Ich habe Tränen in den Augen“, heißt es da.

Die Comedyserie lief von 2012 bis 2017 und zeigte das Leben von vier jungen weißen Frauen in New York. Es galt als das neue „Sex and the City“ – nur ohne schillernden Figuren in Designeroutfits, sondern Frauen, die mittelmäßigen Sex haben, in WGs leben und immer auf der Suche nach etwas sind: einem Job, einer Wohnung, einem Sinn im Leben. Die Serie wurde gefeiert für ihre Darstellung von Freundinnenschaften, komplexen Charakteren und dass auch nicht normschöne Körper nackt gezeigt wurden. Gleichzeitig brachte jede Staffel starke Kritik und Debatten mit sich – oft ging es dabei um die fehlende Diversität des Casts.

Aus heutiger Sicht hat Lena Dunham mit „Girls“ geschafft, einen Zeitgeist einzufangen. Oder zumindest das Lebensgefühl einer bestimmten Generation zu einer bestimmten Zeit. Sie spielt mit dem Klischee, dass Millenials eine weinerliche und ichbezogene Generation sind, die sich mehr um das nächste Praktikum als um die Krisen der Welt sorgen. Die Figuren sind also oft lustig, mal rührend und empathisch, aber oft einfach anstrengend. Und so pflegen viele Zu­schaue­r:in­nen der ersten Stunde eine Art Hassliebe zu „Girls“.

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Vor wenigen Jahren hat die Serie dann eine noch deutlich größere Fanbase gefunden. Denn die Gen Z entdeckte „Girls“, brachte HBO enorme Streamingzahlen und flutete Tiktok und Instagram mit Memes von Hannah, Marnie, Shoshanna und Jessa.

„Haben unter der Dusche mit mir gesprochen“

Worum es im nun angekündigten Revival gehen soll, ist noch nicht bekannt. „Wir haben immer gesagt, dass wir nur dann zu Girls zurückkehren, wenn es eine Geschichte gäbe, die wir unbedingt erzählen wollen“, so Dunham in einem Statement des Senders. „Dann, kurz vor meinem vierzigsten Geburtstag, begannen sie plötzlich, unter der Dusche mit mir zu sprechen. Und wie man sich vielleicht erinnert: Wenn dieses Quintett einmal anfängt zu reden, ist es ziemlich schwer, es wieder zum Schweigen zu bringen.“

Zwei Namen werden in der Neuauflage aber wohl fehlen: Einerseits der Schauspieler Adam Driver, der Hannahs Freund in „Girls“ spielte, sowie die Produzentin Jenni Konner. Mit beiden hatte sie sich in ihrem kürzlich erschienen Memoir „Famesick“ kritisch auseinandergesetzt. Konner und Dunham haben eine jahrelange komplizierte Freundschafts-Arbeitsbeziehung hinter sich. Driver, der mittlerweile erfolgreicher Hollywoodschauspieler ist, warf sie in ihrem Buch übergriffiges und aggressives Verhalten am Set vor.

Neuauflagen von erfolgreichen Serien gehen selten gut: Weder den „Sex and the City“-Filmen noch der vierteiligen Miniserie „Gilmore Girls“ ist es gelungen, die gleiche Atmosphäre wie in im Original herzustellen. Mal gucken, ob es Dunham wieder gelingt, den Zeitgeist einzufangen und die Fans von früher und heute zu begeistern. Die Ansprüche sind hoch, schließlich muss sie jetzt mehr als nur eine Generation überzeugen.

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