Telefonbetrüger dank Seniorin (85) aus Gossau SG verhaftet

Verdächtiger Anruf
Telefonbetrüger dank Seniorin (85) aus Gossau SG verhaftet
Eine 85-jährige Frau aus Gossau SG hat einen Telefonbetrug rechtzeitig erkannt und mit Hilfe eines Nachbarn die Polizei alarmiert. Diese nahm am Mittwoch einen 37-jährigen Ukrainer fest, der als Geldabholer beteiligt gewesen sein soll.
Publiziert: vor 22 Minuten
- Eine 85-jährige Frau aus Gossau SG meldete einen verdächtigen Anruf eines falschen Bankmitarbeiters
- Die Polizei fasste am vereinbarten Übergabeort einen 37-jährigen Ukrainer als mutmasslichen Abholer
- Die Kantonspolizei warnt vor falschen Behördenanrufen und rät Betroffenen, rasch 117 zu wählen
Mattia JutzelerRedaktor News
Eine 85-jährige Frau aus Gossau SG ist am Dienstag ins Visier eines Telefonbetrügers geraten. Die unbekannte Täterschaft gab sich am Telefon als Bankmitarbeiter aus und forderte die Frau auf, Bargeld abzuheben, wie die Kantonspolizei St. Gallen mitteilt.
Das Geld sollte die Seniorin später an einem noch zu vereinbarenden Ort deponieren. Doch der 85-Jährigen kam der Anruf verdächtig vor. Sie sprach mit einem Nachbarn darüber. Dieser half ihr, die Polizei zu informieren.
Am Dienstagabend ging die Meldung bei der Kantonspolizei St. Gallen ein. Diese nahm umgehend Ermittlungen auf. Am Mittwoch stellten die Einsatzkräfte im Bereich der Neuchlenstrasse in Gossau einen Mann beim Treffpunkt der vereinbarten Bargeldübergabe fest.
Als der Mann die Patrouillen bemerkte, flüchtete er. Kurze Zeit später stoppte ihn die Polizei an der St. Gallerstrasse und nahm ihn fest. Beim Festgenommenen handelt es sich laut Kantonspolizei um einen 37-jährigen Ukrainer. Er wird beschuldigt, als Geldabholer am versuchten Telefonbetrug beteiligt gewesen zu sein. Die Polizei klärt jetzt unter anderem ab, ob der Festgenommene mit weiteren Delikten in Verbindung steht.
Verbreitete Masche
Die Kantonspolizei warnt: Telefonbetrüger geben sich häufig als Mitarbeitende von Banken, Polizei, Staatsanwaltschaften oder anderen Behörden aus. Sie setzen ihre Opfer unter Druck und verlangen oft, dass diese mit niemandem über den Anruf sprechen. Wer von einem solchen Betrug betroffen ist oder bereits Geld oder Wertgegenstände übergeben hat, soll sich so rasch wie möglich bei der Polizei melden. Besteht weiterhin Kontakt zur Täterschaft, soll umgehend der Notruf 117 gewählt werden.
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