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Friday, September 18, 2026

«Tiefe Trauer» – Ex-NBA-Star stirbt mit 43 Jahren

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Topscorer: Michael Sweetney in seiner Prime bei den New York Knicks 2004.NBA

Darum gehts

  • Ex-NBA-Spieler Michael Sweetney ist im Alter von 43 Jahren im Newark Beth Israel Medical Center in New Jersey gestorben.
  • Seine Ehefrau India verabschiedete sich in einem emotionalen Facebook-Post von ihrem «besten Freund seit 30 Jahren».
  • Die Todesursache ist unbekannt; Sweetney hatte 2017 öffentlich über einen Suizidversuch während seiner Rookie-Saison gesprochen.

Die Basketball-Welt trauert um Michael Sweetney. Der ehemalige NBA-Spieler ist im Alter von 43 Jahren gestorben. Seine Ehefrau India machte den Tod am Donnerstag öffentlich. Sweetney starb am Mittwoch im Newark Beth Israel Medical Center in New Jersey. Die Todesursache ist bislang nicht bekannt.

«Mike Sweetney zu kennen, bedeutete, ihn zu lieben», schrieb seine Ehefrau in einem emotionalen Facebook-Post. Seine Kinder seien das Licht seines Lebens gewesen. Er habe jeden Tag versucht, ihnen das bestmögliche Leben zu ermöglichen. India bezeichnete ihren Mann zudem als ihren besten Freund seit 30 Jahren und ihren Ehemann seit fast 20 Jahren.

Michael Sweetney im Trikot der New York Knicks, 2004. Der Forward wurde im Draft desselben Jahres an neunter Stelle gewählt – mit 43 Jahren ist er nun gestorben.

Michael Sweetney im Trikot der New York Knicks, 2004. Der Forward wurde im Draft desselben Jahres an neunter Stelle gewählt – mit 43 Jahren ist er nun gestorben.

Mit grossen Erwartungen in die NBA

Sweetney galt einst als eines der grössten Talente seines Jahrgangs. Nach drei starken Jahren an der Georgetown University griffen die New York Knicks im NBA-Draft 2003 zu. Sie wählten den 2,03 Meter grossen Forward an neunter Stelle.

In New York spielte Sweetney von 2003 bis 2005, ehe er zu den Chicago Bulls wechselte. Dort verbrachte er ebenfalls zwei Saisons. Insgesamt kam er in der NBA auf 233 Spiele, davon 73 als Starter. Seine Karrierewerte: durchschnittlich 6,5 Punkte und 4,5 Rebounds in 15,5 Minuten pro Partie.

Besonders beeindruckend war seine College-Zeit. In seinen letzten beiden Saisons bei Georgetown erzielte Sweetney jeweils ein Double-Double im Schnitt. 2001/02 waren es 19 Punkte und 10 Rebounds pro Spiel, ein Jahr später sogar 22,8 Punkte und 10,4 Rebounds. In der ewigen Georgetown-Statistik liegt er bei den Rebounds auf Platz fünf, bei den Blocks auf Rang sieben und bei den Punkten auf Platz neun.

Karriere im Ausland – und später als Coach

Nach seinem Abschied aus der NBA setzte Sweetney seine Basketballkarriere im Ausland fort. Unter anderem spielte er in China, Puerto Rico und Südamerika. 2017 beendete er seine aktive Karriere in Uruguay. Anschliessend blieb er dem Basketball treu.

Von 2019 bis 2023 arbeitete Sweetney als Assistenztrainer an der Yeshiva University, einer Universität in New York, deren Basketballteam in der Division III der NCAA spielt.

Yeshiva-Coach Elliot Steinmetz nahm emotional Abschied. «Die Welt hat heute einen Riesen verloren», schrieb er. Sweetney sei nicht nur ein enger Freund gewesen, sondern für ihn und viele andere wie Familie.

Knicks und Bulls trauern

Auch seine ehemaligen NBA-Klubs reagierten auf die Nachricht. Die Knicks bezeichneten Sweetney als «unglaublichen Menschen» und sprachen seiner Familie ihr Beileid aus. Die Bulls richteten ebenfalls Worte des Mitgefühls an seine Angehörigen und Freunde.

Sweetneys NBA-Karriere dauerte zwar nur vier Jahre. Doch der ehemalige Top-Pick blieb dem Basketball auch danach eng verbunden – als Spieler, Trainer, Mentor und Familienmensch.

Suizidversuch vor neun Jahren

Wie Michael Sweetney starb, ist bislang nicht bekannt. Die Spekulationen in den US-Medien führen bis zu einem Ableben aus eigenem Willen. Der ehemalige NBA-Profi hatte in der Vergangenheit offen über schwere psychische Probleme gesprochen.

2017 enthüllte er, dass er während seiner Rookie-Saison bei den New York Knicks einen Suizidversuch unternommen hatte.

Nach dem Tod seines Vaters und dem enormen Druck in der NBA habe er mit Depressionen und Suizidgedanken gekämpft. Später machte Sweetney seine Erfahrungen öffentlich und engagierte sich für Mental Health und Suizidprävention.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Suizidgedanken? Oder hast du jemanden durch Suizid verloren?

Hier findest du Hilfe:

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Jüdische Fürsorge, info@vsjf.ch

Kinderseele Schweiz, Beratung für psychisch belastete Eltern und ihre Angehörigen

Sebastian Rieder

Sebastian Rieder (sri), arbeitet seit 2024 für 20 Minuten als Stv. Leiter Sport. Der Generalist hat stets die besten Schweizer Fussballer im Fokus und begleitet die Nati als Reporter und Videojournalist.

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