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Saturday, September 26, 2026

Entscheidung über Olympia: München macht's

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Der Deutsche Olympische Sportbund entscheidet sich gegen die Olympiabewerbung der Rhein-Ruhr-Region. Berlin hatte seine Bewerbung zurückgezogen.

Der deutsche Sport bewirbt sich mit München als Austragungsort für die Olympischen und paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Die Entscheidung fiel im Kurhaus von Baden-Baden bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB).

Bei der dortigen Abstimmung setzte sich die bayerische Landeshauptstadt gegen die Rhein-Ruhr-Region mit Köln als Zentrum durch. Berlin als dritter verbliebener Bewerber hatte sich drei Tage vor der Entscheidung selbst aus dem Rennen genommen, Hamburg bereits nach einem Volksentscheid Ende Mai.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verkündete das Ergebnis am frühen Samstagnachmittag live während einer ARD-Übertragung. Abgestimmt hatten die Delegierten der DOSB-Mitgliederverbände schon vor zwölf Uhr.

In Berlin hatte sich die dortige, bisher von CDU und SPD getragene Landesregierung große Hoffnungen gemacht, mit der internationalen Strahlkraft der Stadt das Rennen zu machen. Als Medal Plaza, als Platz der Siegerehrungen, war die Fläche vor dem Brandenburger Tor als weltweit bekanntem Wahrzeichen vorgesehen.

Nach der Wahl zum Berliner Landesparlament am vorigen Sonntag wurde allerdings eine neue Koalition möglich, in der zwei von drei Partnern, Linkspartei und Grüne, eine Olympiabewerbung klar abgelehnt hatten – bei den Grünen im Gegensatz zu ihren Parteifreunden in München und Nordrhein-Westfalen. Allein die SPD als dritter Partner stand dahinter. Allerdings gab es auch bei den Sozialdemokraten Gegenwind.

Dass die Landesregierung den Berlinern ein Ja oder Nein zu Olympia in einem Volksentscheid zur Abstimmung vorgelegt und damit im Erfolgsfall jede mögliche Landesregierung gebunden hätte, sah die Landesverfassung nicht vor. Sowohl in Hamburg als auch in München auf Gemeindeebene oder den beteiligten Städten der Rhein-Ruhr-Region war das anders, dort gab es Abstimmungen.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) zog die Bewerbung daraufhin zurück. Nach seiner Darstellung hätten zuvor pro Berlin eingestellte Sportverbände nach der Wahl klargemacht, dass sie vor dem neuen politischen Hintergrund Berlin in Baden-Baden nicht unterstützen würden.

Am Dienstag war allerdings auch das Ergebnis einer Evaluation der Bewerberstädte durch eine DOSB-Kommission bekannt geworden. Dabei schnitt Berlin deutlich schlechter ab als München und die Rhein-Ruhr-Region. Aus Sicht der Berliner Verantwortlichen hätte das die Sportverbände nicht beeinflusst – entscheidend soll allein eine mögliche neue Landesregierung unter Führung der Linkspartei gewesen sein. Kritiker der Absage hielten Wegner und seinen Mitstreitern vor, damit nur eine beim DOSB nicht überzeugende Bewerbung kaschieren zu wollen.

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