The Jerusalem PostEU set to define Canada's associate membership next year, signs agreements at Montreal summitESPN DeportesCuauhtémoc Blanco pide calma con Gil MoraInquirerAgusan del Sur upland flower growers enjoy brisk Undas salesPunchEPL: Brighton stun Man City at Etihad with 1-0 victoryESPNKeselowski gets OK to pursue NASCAR ride, to sell stake in RFK RacingZDF heuteEntdecken Sie das ZDF-Nachrichtenstudioגיקטייםמתי באמת צריך AI ומתי עדיף קוד מסורתי? 3 אירועי טכנולוגיה מומלציםVanguardUS Court denies discovery request against Tinubu, DCI group in FOIA litigationCBS NewsIran's supreme leader warns U.S., Israel against new attacksVarietyBest Celebrity Halloween Costumes: Kim Kardashian as North West, Paris Hilton as Britney Spears and MoreCNN بالعربيةبعد الخسارة مباشرة.. هذا ما فعله جمهور مانشستر يونايتد مع اللاعبينسكاي نيوز عربيةسقوط جديد لمانشستر سيتي في الدوري الإنجليزي
The Daily Newsstand · Free, Always
Saturday, October 31, 2026

Viele Leichen und Leichenteile: Behörden kämpfen nach Zugunglück in Spanien mit Opfer-Identifizierung

Translate

Viele Leichen und LeichenteileBehörden kämpfen nach Zugunglück in Spanien mit Opfer-Identifizierung

31.10.2026, 16:46 Uhr

629133202
Bei den bisher geborgenen 69 Toten handelt es sich nach Regierungsangaben um vollständig geborgene Leichen. (Foto: picture alliance/abaca | Europa Press)

In der spanischen Provinz Toledo stoßen zwei Hochgeschwindigkeitszüge zusammen. Mindestens 69 Menschen sterben, erst die Hälfte der Leichen ist identifiziert. Unterdessen könnte die Zahl der Toten weiter steigen - wegen einer großen Menge menschlicher Überreste.

Drei Tage nach dem schweren Zugunglück in Spanien ist erst gut die Hälfte der Todesopfer identifiziert. Alle 69 geborgenen Leichen seien vom Gerichtsmedizinischen Institut in der Provinzhauptstadt Toledo südlich von Madrid bereits obduziert worden, teilten die Behörden der Region Kastilien-La Mancha mit. In 36 Fällen sei die Identität inzwischen zweifelsfrei geklärt. Die Familien von 27 Todesopfern seien benachrichtigt worden, hieß es.

Die Behörden baten Angehörige der Vermissten, DNA-Proben zur Verfügung zu stellen, um die Identifizierung zu beschleunigen. Rund 50 Verwandte und Freunde warteten unterdessen weiterhin in einem Betreuungszentrum in Toledo auf Nachrichten zum Schicksal ihrer Lieben. Dort kümmern sich knapp 30 Psychologen um sie, wie die Zeitung "El País" und weitere Medien berichteten.

34 der rund 200 Verletzten werden noch in vier Krankenhäusern behandelt, 15 von ihnen auf Intensivstationen. Ihr Zustand entwickle sich "relativ gut", sagte der Regionalpräsident von Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page. Ob sich unter den Toten oder Verletzten Deutsche befinden, ist weiterhin unklar. Nach Angaben von Ministerpräsident Pedro Sánchez sind unter den Toten Menschen aus insgesamt 27 verschiedenen Ländern. Die Regierung stehe mit allen betroffenen Konsulaten in Kontakt, um diese so schnell wie möglich zu informieren, sagte er auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit García-Page.

Dabei ist das Ausmaß der Katastrophe noch nicht endgültig abzusehen. Zwar ist die Suche nach Opfern an der Unglücksstelle abgeschlossen, doch die Zahl der Toten könnte nach Angaben der Behörden noch steigen. Der Grund: Eine große Menge menschlicher Teilüberreste erschwert die Identifizierung. Bei den 69 Toten handele es sich um vollständig geborgene Leichen, so García-Page. Zwischen den Wracks gebe es keine weiteren Opfer. Die Identifizierung der Teilüberreste sei jedoch äußerst kompliziert. "Wir schließen deshalb nicht aus, dass es weitere Todesopfer geben könnte", sagte er.

Bei dem Unglück waren am Mittwoch zwei Hochgeschwindigkeitszüge nahe der Gemeinde Urda in der Provinz Toledo rund 130 Kilometer südlich von Madrid zusammengestoßen. Ein Zug der staatlichen Bahngesellschaft Renfe war von hinten auf einen stehenden Zug des privaten Betreibers Iryo aufgefahren. Die Strecke zwischen Madrid und Andalusien bleibt in beide Richtungen gesperrt.

Nahe der Unglücksstelle kamen nun zahlreiche Menschen zu einem Gedenkgottesdienst zusammen. In der Gemeinde Urda versammelten sich in und um die Kirche San Juan Bautista Angehörige der Opfer, Anwohner und hochrangige Lokalpolitiker. Viele von ihnen waren in Tränen aufgelöst.

Die Tage seit dem Unglück seien wie ein "Karfreitag für uns alle" gewesen, sagte der Erzbischof von Toledo, Francisco Cerro. Es gäbe keine Worte, um den Hinterbliebenen Trost zu spenden. Cerro sicherte den betroffenen Familien die Unterstützung aller zu. Gleichzeitig forderte er die Öffentlichkeit auf, die Tragödie nicht zu vergessen und dafür zu sorgen, dass sich ein solches Unglück nicht wiederhole.

Ermittlungen dauern an

Die Untersuchungen zur Ermittlung der Ursache sind unterdessen in vollem Gange. Im Zentrum stehen der Ausfall des Zugsicherungssystems LZB und mögliche Fehlentscheidungen in der Bahnleitstelle. Von Medien veröffentlichte Mitschnitte des Funkverkehrs legen nahe, dass der Lokführer des Renfe-Zuges von einem Mitarbeiter der Leitstelle angewiesen wurde, den normalen Fahrbetrieb wieder aufzunehmen, obwohl das LZB-System nicht wieder funktionierte und der Iryo-Zug weiterhin auf der Strecke stand.

Verkehrsminister Óscar Puente bezeichnete den Unfall derweil erneut als "unerklärlich". Er wies Kritik an der Sicherheit des Bahnsystems zurück und schloss den von mehreren Oppositionsparteien geforderten Rücktritt aus. Puente soll sich am Dienstag vor dem Parlamentsausschuss zu dem Unglück äußern. Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigte Investitionen an, um die Sicherheit des Bahnnetzes weiter zu verstärken. Die Regierung werde nicht nur die Ursachen des Unglücks aufklären, sondern auch Lösungen vorlegen, damit sich eine solche Tragödie nicht wiederhole.

Der Vorfall war bereits das zweite schwere Zugunglück in Spanien innerhalb von nur neun Monaten. Erst im Januar waren 46 Menschen bei einem Zusammenstoß zweier Züge in Adamuz in Andalusien ums Leben gekommen. Die erneute Katastrophe trifft die linksgerichtete Regierung in einer heiklen Phase: Am 29. November finden vorgezogene Parlamentswahlen statt.

View the original on n-tv →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.