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Friday, September 11, 2026

"Können sich alle verlassen": Bas verspricht "Vertrauensschutz" bei Rentenreform

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"Können sich alle verlassen"Bas verspricht "Vertrauensschutz" bei Rentenreform

11.09.2026, 12:03 Uhr

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Wirbt für die Reform und den Vertrauensschutz: Bärbel Bas. (Foto: picture alliance/dpa)

Was wird aus der "Rente ab 63"? In der Haushaltsdebatte wirbt Arbeitsministerin Bas für die Umsetzung der Kommissionsvorschläge - und versichert Menschen, die kurz vor der Rente stehen, eine Übergangsfrist.

Im Streit um die geplante Rentenreform verspricht Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas einen Vertrauensschutz für angehende Rentnerinnen und Rentner. Sie stellte im Bundestag Verlässlichkeit für die Menschen in Aussicht, die Angst hätten, dass die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren "übermorgen" abgeschafft werde. "Es wird einen Vertrauensschutz geben, darauf können sich alle verlassen", sagte die SPD-Politikerin in der Haushaltsdebatte.

Gleichzeitig kündigte sie an, dass Unternehmen "auch einen sozialverträglichen Abbau der Arbeitsplätze hinbekommen" sollten. Die Regierung wolle Unternehmen auf Jahre Sicherheit geben, die Arbeitsplätze in der gegenwärtigen Umbruchphase abbauen müssten. Die Ministerin spielte damit auf die Debatte über die Altersteilzeit an.

Die Rentenkommission hatte die Abschaffung des Blockmodells vorgeschlagen. Dabei wird die verbleibende Beschäftigungszeit in zwei gleich lange Phasen geteilt. In der ersten arbeitet der Beschäftigte weiter in vollem Umfang, in der zweiten wird er vollständig von der Arbeit freigestellt. Wirtschaftsverbände wollen aber daran festhalten, da das Modell keinen Anreiz zur Frühverrentung setze, sondern ein wichtiges Instrument für eine sozialverträgliche Transformation sei.

"Wahl zwischen Misstrauen und Zuversicht"

Insgesamt stellte sich Bas erneut hinter die Vorschläge der Rentenkommission, die im Juni 33 Vorschläge für eine umfassende Rentenreform vorgelegt hatte. So soll die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren abgeschafft werden. Bas hatte bereits kurz nach Vorlage der Vorschläge auf geplanten Vertrauensschutz und geplante Übergangsfristen hingewiesen. Der Vertrauensschutz sichert verfassungsschutzrechtlich zu, dass rentennahe Jahrgänge von einer Änderung nicht betroffen sind.

Im Sommer hatte es immer mehr Forderungen gegeben, die sogenannte Rente mit 63 entgegen den Kommissionsvorschlägen beizubehalten. Bas rief die Abgeordneten zu den geplanten Reformen auf. "Wir haben die Wahl zwischen Misstrauen oder Zuversicht und ich glaube, wir sollten uns für die Zuversicht entscheiden und mutig die Reform angehen."

Bas mahnte: "Wenn wir unser Versprechen einhalten wollen, dass auch in Zukunft die Renten sicher sein sollen und vor allen Dingen die jungen Menschen nicht überbelastet werden, dann braucht es eine Reform." Die Koalition müsse daran festhalten, "eine Rentenreform in dieser Legislatur umzusetzen", forderte die SPD-Politikerin. "Alles andere kommt uns teuer zu stehen, führt zu Rentenkürzungen und zu massiv steigenden Beiträgen."

Bas bekräftigte, die Alterssicherungskommission habe dafür "einen sehr guten Vorschlag" gemacht. Die Kommission zeige Perspektiven für eine Erwerbstätigenversicherung auf. Bas hob zudem eine geplante bessere Berufsunfähigkeitsrente für diejenigen hervor, die aus gesundheitlichen Gründen nicht so lange arbeiten könnten. Generell solle der Sozialstaat für die kommenden Jahrzehnte fit gemacht werden.

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