Daily MaverickNew Zealand to allow wealthy migrants to build rental housingESPN DeportesPredicciones, sorpresas, playoffs: simulación de la temporada 2026 de la NFLCNN TürkAnkara - Bakan Çiftçi: Dezenformasyon toplumsal huzuru bozar, birlik ve beraberliğimize zarar verirESPNMAC decides to fight back, but it was always throwing stones at GoliathThe Jerusalem PostMeta launches AI agent that can access other apps to send emails, make paymentsUOLFachin dá 72 horas para Mendonça responder a pedido da AGU sobre afastamento de diretor da PF매일경제김민석 “전북대, ‘서울대 10개’ 포함 확신”…‘전북 소외론’ 정면 돌파Malay MailNearly 1,100 UK flights cancelled after air traffic control glitch triggers nationwide disruptionSouth China Morning PostChinese sisters’ 86-page expose accuses PhD supervisor of affair with dad, academic misconductLa NaciónTony Silvestre, adiestrador de perros: “Cuando estornudan no están enfermos, sino que expresan un estado de ánimo”中国新闻网我国首个百米水深油气原位扩容平台正式投用Daily MailLittle fox cub named Valor is rescued from drainpipe after becoming trapped underground for nine hours
The Daily Newsstand · Free, Always
Wednesday, September 9, 2026

Russland schließt deutsches Konsulat in St. Petersburg

Translate
Eine Person geht am deutschen Generalkonsulat in St. Petersburg vorbei

Nach Drohnenvorfall in Halle/Leipzig Russland schließt deutsches Konsulat in St. Petersburg

Stand: 07.09.2026 • 17:49 Uhr

Die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau werden zunehmend schlechter: Die russische Führung ordnete nach der Schließung der Goethe-Instituten nun auch die des deutschen Generalkonsulats in St. Petersburg an.

Das russische Außenministerium hat die Schließung des deutschen Generalkonsulats in St. Petersburg angeordnet. Das Ministerium teilte mit, die Mitarbeiter des Konsulats müssten Russland bis zum 18. September verlassen. Zudem bekräftigte es die bereits zuvor verkündete Entscheidung, alle Goethe-Institute zu schließen. Deren Mitarbeiter hätten bis Sonntag Zeit, Russland zu verlassen.

Das Ministerium bezeichnete diese Schritte als Reaktion auf die "unfreundliche" Entscheidung der Bundesregierung vom Mittwoch, sowohl das russische Konsulat in Bonn als auch das Kulturzentrum Russisches Haus in Berlin zu schließen. Die deutschen Behörden hätten "erneut eine weitere Eskalationsstufe in den bilateralen Beziehungen ausgelöst". Die gesamte Verantwortung für die Folgen liege nunmehr "voll und ganz" bei der deutschen Bundesregierung.

Kritik aus Berlin

Das Auswärtige Amt kritisierte die Entscheidung Moskaus. Diese sei "ein bedauerlicher Fehler, der den Weg zurück zu konstruktiven Beziehungen noch schwerer macht", teilte ein Sprecher des Außenministeriums mit. Die Bundesregierung habe mit der Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn "auf entschiedene aber auch besonnene Weise auf feindselige Aktivitäten gegen unser Land reagiert".

Russland treffe hingegen mit seinem Vorgehen gegen das deutsche Generalkonsulat in St. Petersburg "Kolleginnen und Kollegen, die teils viele Jahre und unter immer widrigeren Umständen am Erhalt der deutsch-russischen Beziehungen gearbeitet haben".

Spannungen seit Drohnenvorfall gewachsen

Die Bundesregierung macht Russland für einen versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle am 4. August verantwortlich. Dabei war in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. Der Flughafen ist ein internationales Frachtdrehkreuz, das auch zur Unterstützung der Ukraine genutzt wird. Moskau bestreitet eine Beteiligung.

Kremlchef Wladimir Putin nannte die deutschen Strafmaßnahmen einen "schweren Fehler" und sprach von gefälschten Belegen. Außenminister Sergej Lawrow nannte die deutschen Vorwürfe gegen Moskau gar den "Beginn eines echten Krieges". Die deutschen Sanktionen erinnerten ihn an den Beginn des Zweiten Weltkriegs, sagte Lawrow. Offenbar wollten die Deutschen wieder Krieg, wurde er auf der Website der Nachrichtensendung Westi zitiert. Lawrow ist für seine harte Wortwahl bekannt.

Bereits mehrere Konsulate geschlossen

Die Schließung des Generalkonsulats in St. Petersburg steht im Zusammenhang mit einer Reihe gegenseitiger Einschränkungen der diplomatischen Präsenz. 2023 hatte die Bundesregierung Russland den Betrieb von vier seiner damals fünf Generalkonsulate in Deutschland untersagt. Zuvor hatte Moskau die Zahl der deutschen Staatsbediensteten in Russland auf 350 begrenzt. Deutschland schloss daraufhin die Generalkonsulate in Kaliningrad, Jekaterinburg und Nowosibirsk. Die Botschaft in Moskau und das Generalkonsulat in St. Petersburg sollten erhalten bleiben.

Die Bundesregierung verwies damals auf das Prinzip der Gegenseitigkeit, um eine Ausgewogenheit der beiderseitigen Vertretungen herzustellen. Russland hatte nach deutscher Darstellung mehrere Hundert deutsche Diplomaten, Lehrer und Beschäftigte der Goethe-Institute zur Ausreise gezwungen. Infolge der Spannungen wurden die Vertretungen beider Länder bereits stark ausgedünnt. Konsularische Dienstleistungen waren teilweise nur noch eingeschränkt oder mit längeren Wartezeiten verfügbar.

View the original on Tagesschau

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.