– Derron wird bei ihrer Hawaii-Premiere Dritte

- Bei ihrer ersten Teilnahme an der Ironman-WM auf Hawaii erreicht Julie Derron den 3. Platz.
- Nach der Radstrecke liegt die Zürcherin nur auf Position 8 – dreht dann aber auf.
- An der Spitze kommt es zu einem Drama.
Julie Derron bestritt auf Hawaii erst ihren vierten Ironman. Und gleichwohl trat die Zürcherin auf Big Island auf wie eine Routinière. Nach 3,86 km Schwimmen und 180 km Radfahren lag sie auf dem 8. Zwischenrang. Eine noch bessere Position hatte Derron aufgrund einer Dreiminutenstrafe wegen Windschattenfahrens vergeben.
Doch die 30-jährige Schweizerin hatte sich ihr Rennen hervorragend eingeteilt. Im abschliessenden Marathon machte Derron Rang um Rang gut und lief schliesslich mit 9:56 Minuten Rückstand auf die Siegerinnenzeit in 8:36:29 Stunden in Kona im Ziel ein. Diese Leistung wurde mit WM-Bronze belohnt.
Lövseth bricht komplett ein – «wilder Ritt» für Derron
Der Sieg blieb in den USA. Taylor Knibb setzte sich mit 3:06 Minuten Vorsprung auf die Deutsche Laura Philipp durch. Die Amerikanerin gewann damit zum vierten Mal nach 2022, 2023 und 2024 den Ironman-WM-Titel. Zuvor hatte sich ein Drama abgespielt: Titelverteidigerin Solveig Lövseth aus Norwegen brach auf dem letzten Kilometer komplett ein. Nachdem sie Knibb rund acht Kilometer vor dem Ziel überholt hatte, konnte sie zeitweise kaum mehr gehen und kam mit über 25 Minuten Rückstand auf Rang 8 ins Ziel.
«Es war eine Achterbahnfahrt. Ich kann nicht glauben, dass ich das Rennen auf dem Podest beendet habe», sagte Derron nach ihrer gelungenen Hawaii-Premiere. «Ich hätte vor dem letzten Kilometer nicht gedacht, dass ich noch Dritte werden würde. Es war ein wilder Ritt.»
Simmonds wird Fünfte – Männersieg nach Frankreich
Im Schatten von Derron zeigte mit Imogen Simmonds eine zweite Schweizerin eine Glanzleistung. Die Genferin lag nach dem Schwimmen auf Rang 3 und nach dem Radfahren auf Platz 5 und wurde am Schluss Fünfte. Ihr Rückstand auf Siegerin Knibb betrug 15:15 Minuten.
Bei den Männern gewann der Franzose Vincent Luis bei seiner ersten Teilnahme an der Ironman-WM in 7:47:27 Stunden die Goldmedaille. Bitter endete das Rennen für Andrea Salvisberg, der nach dem Schwimmen noch auf Platz 10 lag. Wegen Hüftbeschwerden musste er während des Radfahrens aufgeben, nachdem er eine Weile versucht hatte, nur noch mit einem Bein in die Pedale zu treten.
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