Zwei Festnahmen in München: Polizei vermutet Anschlagsversuch bei Brandattacke auf Rüstungsfirma

Zwei Festnahmen in MünchenPolizei vermutet Anschlagsversuch bei Brandattacke auf Rüstungsfirma
03.09.2026, 09:39 Uhr

In München wird ein im Rüstungsbereich aktives Unternehmen offenbar zum Ziel eines Anschlags. Zwei Personen werfen aus einem fahrenden Auto Brandsätze auf die Firma.
Nach einer Brandattacke auf eine Baustelle in München vermutet das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) einen Anschlagsversuch gegen ein Unternehmen aus dem Rüstungsbereich. Es werde wegen eines politischen Hintergrunds ermittelt, sagte ein Sprecher des LKA. In der Nacht waren mehrere Brandsätze auf die Baustelle geworfen worden.
Nach Angaben des Bayerischen Rundfunks handelt es sich um eine Baustelle vor der Firmenzentrale des Technologiekonzerns Rohde & Schwarz. Ein Zeuge habe die Polizei gegen Mitternacht informiert, dass die Brandsätze aus einem fahrenden Auto auf das Gelände geflogen sein sollen. Einer der Brandsätze sorgte im Bereich von Baucontainern für einen geringen Sachschaden. Ein weiterer zündete nicht.
Später nahmen Einsatzkräfte zwei Menschen an einer Tankstelle fest, wie ein Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums erklärte. Ob sie mit der Tat in Verbindung stehen, werde nun ermittelt. Bei den festgenommenen Personen handelt es sich um eine 28-jährige Frau und einen 38-jährigen Mann. Beide sind bulgarische Staatsbürger.
Vor rund fünf Jahren hatte es bereits einmal einen Angriff auf das Rüstungsunternehmen gegeben. Der Technologiekonzern Rohde & Schwarz ist unter anderem in den Bereichen sichere Kommunikation, Aufklärung und elektronische Systeme für Streitkräfte und Sicherheitsbehörden aktiv.
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