Liveblog zu Sachsen-Anhalt: ++ AfD will alle Parteien zu Sondierungen einladen ++
Liveblog
Stand: 08.09.2026 • 07:46 Uhr
Wie geht es nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt weiter? Diese Frage beschäftigt Politiker, Verbände und Bürger. Ein Verfassungsschützer rät, der AfD nicht alle sensiblen Informationen zu geben.
07:30 Uhr
Verfassungsschützer: Nicht alle Informationen an AfD geben
Der Präsident des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz, Stephan Kramer, hat für den Fall einer AfD-geführten Landesregierung in Sachsen-Anhalt vorbeugende Einschränkungen beim Austausch sensibler Geheimdienstinformationen ins Gespräch gebracht.
Sollten "konkrete Zweifel am Geheimschutz einer politischen Leitung entstehen", müsse der Verfassungsschutz auf abgestufte Informationsrechte, das Prinzip "Kenntnis nur bei Bedarf" sowie gegebenenfalls eine eingeschränkte Weitergabe besonders sensibler Informationen vorbereitet sein, sagte Kramer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).
Ähnlich hatten sich auch Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) und Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) geäußert. Eine AfD-Landesregierung sei eine Gefahr für die nationale Sicherheit.
07:20 Uhr
SPD-Landrat: "AfD darf nicht ausgeschlossen werden"
Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt fordert ein Landrat von der SPD Gespräche der übrigen Parteien mit dem Wahlsieger AfD. "Die AfD ist demokratisch gewählt und deutlich stärkste Kraft", sagte Markus Bauer, Landrat im Salzlandkreis, dem Nachrichtenportal t-online. "Sie darf jetzt nicht ignoriert und ausgeschlossen werden."
Die AfD wird vom Landesverfassungsschutz in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. "Alle Parteien sollten jetzt miteinander reden und Koalitionsmöglichkeiten ausloten", forderte Bauer. Die übrigen Parteien im Landtag hatten eine Koalition mit der AfD vor der Wahl ausgeschlossen.
Bauer ist Vizepräsident des Landkreistages Sachsen-Anhalt und seit 2014 Landrat im Salzlandkreis. Bei der Landtagswahl am Sonntag bekam die AfD dort 49,7 Prozent, die SPD nur 7,5.
07:15 Uhr
Berlin: CDU-Spitzenkandidat gegen Zusammenarbeit mit AfD
Berlins CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers hat sich nach der Wahl in Sachsen-Anhalt klar gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgesprochen. "Die AfD steht so ziemlich für alles, was Berlin nicht ausmacht", sagte Evers dem rbb. Berlin stehe für Weltoffenheit, Internationalität und Zusammenhalt über die Grenzen von Kulturen hinweg. "Die AfD will genau das zerstören. Und deswegen werde ich auch mit allem, was ich kann, und allem, was wir haben, dafür einstehen, dass es niemals eine Zusammenarbeit mit dieser AfD gibt", sagte Evers.
In Berlin wird am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus gewählt.
07:15 Uhr
CDU in Sachsen-Anhalt: Neues Personal?
Die CDU in Sachsen-Anhalt stellt sich nach der für sie desaströs ausgegangenen Landtagswahl personell neu auf. Der bisherige CDU-Landeschef und Ministerpräsident Sven Schulze kündigte eine Neuwahl des CDU-Landesvorstandes für Ende November/Anfang Dezember an. Der Bundestagsabgeordnete Sepp Müller erklärte, für den Vorsitz kandidieren zu wollen. Die politische Zukunft von Schulze ist unklar.
07:00 Uhr
Sozialverband fordert Kurskorrektur
Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) die Bundesregierung zu einer Kurskorrektur bei geplanten Reformvorhaben aufgefordert. Was der Verband konkret fordert, lesen Sie hier:
07:46 Uhr
06:35 Uhr
So sehen die Kräfteverhältnisse in Sachsen-Anhalt aus
06:30 Uhr
Liveblog vom Montag zum Nachlesen
Pressekonferenzen und Protest: Wie lief der Tag nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt? Alle Entwicklungen hier zum Nachlesen:
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.