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Tuesday, November 3, 2026

Angriffswelle auf Hauptstadt : Russland: Hunderte Drohnen mit Moskau als Ziel abgefangen

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Angriffswelle auf Hauptstadt Russland: Hunderte Drohnen mit Moskau als Ziel abgefangen

03.11.2026, 10:03 Uhr

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Die Ukraine soll Moskau in der vergangenen Nacht mit fast 500 Drohnen angegriffen haben. (Foto: AP Photo/Pavel Bednyakov)

In der vergangenen Nacht will das russische Militär eine großangelegte Attacke auf Moskau abgewehrt haben. Auch ein ukrainischer Angriff auf eine Ölraffinerie in der Großstadt Jaroslawl wird gemeldet. Derweil setzt Russland die Terrorkampagne gegen sein Nachbarland fort - mit schweren Folgen.

Russland hat in der Nacht zu Dienstag nach eigenen Angaben Hunderte Drohnen abgewehrt. Bis zum Morgen seien 493 Drohnen auf Moskau zugesteuert, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin auf Telegram mit. Die meisten Drohnen wurden ihm zufolge in größerer Entfernung von der Hauptstadt abgewehrt. 187 Drohnen seien dagegen erst abgefangen worden, "als sie sich Moskau näherten". 

In der Großstadt Jaroslaw wurde nach Angaben der örtlichen Behörden eine Ölraffinerie beschädigt. Zwei Mitarbeiter seien dabei verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region, Michail Jewrajew, mit. Auf dem Gelände sei ein Feuer ausgebrochen. Jaroslawl liegt etwa 250 Kilometer nordöstlich von Moskau.

Seinerseits überzog Russland sein Nachbarland in der vergangenen Nacht mit massiven Luftangriffen. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte Russland insgesamt 289 Kampfdrohnen ein, darunter 120 besonders schnell fliegende und nur schwer abfangbare düsengetriebene Drohnen. Ferner registrierte sie 59 Marschflugkörper verschiedener Typen und eine nicht näher bezifferte Zahl an Raketen. Seit dem 11. August macht die Luftwaffe keine genauen Angaben mehr zu der Anzahl der von Russland eingesetzten Raketen. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj feuerte das russische Militär in der vergangenen Nacht 17 ballistische Raketen ab.

309 feindliche Angriffskörper seinen abgeschossen oder durch elektronische Luftabwehr zum Absturz gebracht worden, darunter 49 Marschflugkörper und 3 ballistische Raketen, berichtete die Luftwaffe am Morgen auf Telegram. Einschläge habe es an 23 Orten in der Ukraine gegeben, an weiteren Stellen seien Drohnentrümmer niedergegangen.

Ukraine: Dutzende Verletzte in Charkiw

Bei einem Angriff auf eine medizinische Einrichtung im Osten der Millionenstadt Charkiw wurden nach Behördenangaben mehr als 60 Menschen verletzt. Das teilte der Gouverneur der gleichnamigen Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mit. 226 Patienten müssten in andere Einrichtungen verlegt werden. Am Krankenhausgebäude und umliegenden Häusern wurden den Behörden zufolge aufgrund der Detonationen rund 1.000 Fenster beschädigt. 

In der Region Schytomyr im Norden der Ukraine waren am Morgen mehr als 180.000 Haushalte ohne Strom, wie Gouverneur Witalij Bunetschko mitteilte. Betroffen seien rund 130 Ortschaften. Berichte über Verletzte oder Todesopfer gibt es bislang nicht. In der südlichen Region Odessa kam es zu Notabschaltungen, nachdem dort ein Angriff eine Anlage des privaten Energieversorgers DTEK schwer beschädigt hatte, wie das Unternehmen erklärte. Die Anlage sei in den vergangenen zwei Monaten wiederholt unter Beschuss geraten. Die Reparaturarbeiten würden voraussichtlich länger dauern. 

Erst am Tag zuvor hatte das russische Militär einen verheerenden Angriff auf das Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja geflogen. Die Zahl der Toten ist nach ukrainischen Angaben inzwischen auf 29 gestiegen. Unter den Todesopfern sind demnach zwei Rettungskräfte und vier Polizisten. 5 Personen seien verletzt, 48 Menschen werden weiterhin vermisst, schrieb der Militärgouverneur der Region, Mychajlo Semikin, am Morgen auf Telegram. Laut Selenskyj erfolgte der Angriff während einer Ausgabe humanitärer Hilfe in einer Schule.

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