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Wednesday, October 7, 2026

Weltgesundheitsorganisation warnt vor Ausbreitung von Fettleibigkeit

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Ein Kind sitzt am Tisch und isst (ARCHIV).

Kampf gegen Fettleibigkeit WHO gegen Abnehmspritzen für Kinder

Stand: 07.10.2026 • 10:21 Uhr

Immer mehr Kinder und Jugendliche weltweit sind fettleibig. Darum hat die WHO nun globale Leitlinien herausgegeben, um eine weitere Zunahme von Adipositasfällen zu stoppen. Dabei im Fokus: die Ernährung. Spritzen lehnt die WHO ab.

Angesichts einer weltweit zunehmenden Fettleibigkeit unter Kindern und Jugendlichen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals eigene spezielle Leitlinien herausgegeben. Mit dem heute veröffentlichten Papier stellt sich die WHO aktuellen Medizintrends entgegen und lehnt Abnehmspritzen und Magenverkleinerungen bei Kindern unter zehn Jahren strikt ab.

Medikamente und OPs nur unter strengen Bedingungen

Auch bei Jugendlichen bis 19 Jahre dürfen medikamentöse Behandlungen laut den Vorgaben nur dann eingesetzt werden, wenn Verhaltenstherapien und Ernährungsprogramme gescheitert sind. Chirurgische Eingriffe kommen demnach nur unter strengen Bedingungen für Jugendliche mit schwerer Fettleibigkeit in Betracht.

Mit dieser strikten Haltung positioniert sich die WHO in klarem Widerspruch zur medizinischen Praxis in den USA, wo Abnehm-Medikamente einen regelrechten Boom unter Teenagern erleben. Die herrschende Expertenmeinung in Deutschland deckt sich indes weitgehend mit den neuen Leitlinien.

Ernährungsumstellung statt Pillen

"Die Grundlage der Adipositastherapie für Kinder und Jugendliche sind nicht Medikamente oder Operationen. Es geht vielmehr um eine umfassende Unterstützung, die gesunde Ernährung, körperliche Aktivität und nachhaltige Verhaltensänderung ermöglicht", betonte WHO-Expertin Luz María De Regil. Dabei sei es unbedingt notwendig, die gesamte Familie in die Behandlung miteinzubeziehen.

Nach WHO-Angaben sind weltweit mittlerweile rund 170 Millionen Kinder und Jugendliche von Adipositas betroffen. In der Altersgruppe der Fünf- bis 19-Jährigen habe sich der Anteil seit 1990 von zwei auf acht Prozent vervierfacht.

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