«Lasst mich sterben»: Israelische Siedler attackieren Reporterin

Israelische Siedler griffen am Freitag im Westjordanland Palästinenser während der jährlichen Olivenernte an. Oliven sind für die lokale Bevölkerung eine wichtige Einnahmequelle. Laut der UNO gab es in den vergangenen zwei Wochen mehr Angriffe durch israelische Siedler als während der gesamten Erntezeit im Vorjahr.
Beim Angriff am Freitag waren mehrere ausländische Journalisten vor Ort. Heidi Levine, Fotojournalistin und freie Mitarbeiterin der Washington Post, wurde verletzt. Laut Levine griffen sie 25 bis 50 maskierte Personen an und schlugen mindestens zehn Minuten lang auf sie ein. Dabei trug sie einen Helm und eine Schutzweste mit der Aufschrift «Presse». Die Angreifer stahlen ihre Kamera und ihre übrigen persönlichen Gegenstände.
Ein Video zeigt, wie zwei Journalisten Levine aus der Gefahrenzone retten. Einer von ihnen ist Jasper Nathaniel. Auf X schreibt er, dass Palästinenser Steine auf die Siedler warfen, um sie von Levine fernzuhalten.
Laut BBC feuerte die israelische Armee (IDF) Tränengas in die Olivenfelder, um den Konflikt zu beenden. Die Armee teilte mit, dass sie den Vorfall untersuche. Anwohner und Menschenrechtsorganisationen werfen dem Militär vor, die Siedler bei ihren Angriffen zu unterstützen und zu schützen. Die israelischen Siedlungen im Westjordanland verstossen gegen das Völkerrecht.
Wie wurde das Video verifiziert?
Die Nachrichtenagenturen AP und AFP haben die Videos verifiziert. AP sprach mit Heidi Levine im Spital in Ramallah.
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