heise+ | MCP für Android-Apps: Android AppFunctions im praktischen Einsatz
Die Android-Plattform-API AppFunctions erlaubt es KI-Agenten, Funktionen einer App ohne Öffnen der Benutzeroberfläche aufzurufen. Google hat ihre neuen Funktionen im Frühjahr 2026 als Bestandteil eines stärker agentenorientierten Android vorgestellt und eine neue agentische Ära angekündigt: KI-Systeme sollen nicht nur Fragen beantworten oder Texte generieren, sondern sie sollen auch komplexere zusammenhängende Aufgaben selbstständig erledigen.
- Die Android-Plattform-API AppFunctions ermöglicht es Apps, ausgewählte Funktionen, Daten und Aktionen so bereitzustellen, dass sie von KI-Agenten und Assistenten gefunden und ausgeführt werden können.
- Derzeit befinden sich AppFunctions noch in der experimentellen Phase. Sie lassen sich aber schon zusammen mit der Jetpack-Bibliothek praktisch erproben.
- Ein Beispiel zeigt, wie man eine Kotlin-App um AppFunctions erweitert.
Android soll sich dabei von einem Operating System zu einem „Intelligence System“ weiterentwickeln. Der Wandel stützt sich auf drei zentrale Säulen. Erstens die Funktionsbereitstellung: Hierbei stellen Anwendungen ausgewählte Funktionen dem Intelligence System zur Verfügung. Zweitens die In-App-Intelligenz: Entwicklerinnen und Entwickler integrieren KI-Modelle aus der Cloud oder auf dem Gerät in ihre Anwendungen. Und drittens die Entwicklung von Anwendungen mit KI-Tools.
Bei der Integration von Anwendungen in das Intelligence System übernimmt die AppFunctions-API eine Schlüsselrolle. Sie richtet sich nicht ausschließlich an Gemini, sondern soll ausgewählte Funktionen von Android-Apps künftig über eine standardisierte lokale Schnittstelle für unterschiedliche KI-Agenten und Assistenzsysteme zugänglich machen. Android MCP, die On-Device-Umsetzung des Model Context Protocols (MCP) für Android, bildet dafür die Grundlage.
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