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Friday, October 30, 2026

Nach Sensationssieg: So tickt Schweizer Tennis-Hoffnung Kym

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  • Der Schweizer Jérôme Kym (23, ATP 222) schlägt in Basel die Weltnummer 4 Ben Shelton. Am Freitagabend trifft Kym im Viertelfinal auf den Tschechen Jiří Lehečka (ATP 21).
  • Kym ist ein grosser Fan des FC Basel.
  • In seiner noch jungen Karriere schlug oft die Verletzungshexe zu.

Als Weltnummer 222 wirft der Schweizer Jérôme Kym bei seinem Heimturnier in Basel am ganz späten Donnerstagabend den Finalisten des US Open, Ben Shelton (ATP 4), aus dem Turnier.

Nach der Partie sagte der 23-Jährige: «Ich weiss gar nicht, was ich sagen soll. Es war ein Riesen-Match von beiden. Ich bin happy, dass ich dieses Spiel gewinnen konnte.» Doch wer ist eigentlich der formstarke Schweizer, der im Spiel gegen Shelton wie ein Aufschlagmonster servierte und die Weltnummer 4 immer wieder auf dem falschen Fuss erwischen konnte?

Mit 15 Jahren debütierte Kym für das Schweizer Davis-Cup-Team. Mit 14 gewann er auch mal eine Partie gegen Carlos Alcaraz. Doch immer wieder warfen ihn Verletzungen zurück. In der Juniorenrangliste schaffte es Kym einmal auf Rang 5. Sein bisher grösster Erfolg der Karriere war der Einzug in die dritte Runde des US Open im Jahr 2025, als er mit Brandon Nakashima die damalige Nummer 31 der Welt besiegen konnte. Bis anhin war das der bestplatzierte Gegner, den Kym in die Schranken weisen konnte – bis eben zum Sieg gegen Shelton in der Nacht auf Freitag.

Was beeindruckt dich an Jérôme Kyms Auftritt in Basel am meisten?

Das gelang ihm ausgerechnet in der St. Jakobshalle in Basel, direkt neben dem Joggeli, dem Stadion, das Kym privat so viel bedeutet. «Der Lebenspartner meiner Grossmutter nahm mich von klein auf ins Joggeli mit», erklärte Kym einst bei 20 Minuten seine Faszination für den FC Basel. Seine Karriere als Fussball-Goalie hat er mit elf Jahren zugunsten des Tennis an den Nagel gehängt, doch die Faszination für das runde Leder und Rotblau ist geblieben. Auch heute unterstützt er den FCB noch regelmässig in der Muttenzerkurve. Das FCB-Motto «immer witer» hat er sich selbst auf die Fahne geschrieben.

In seiner Freizeit hat Kym seit letztem Jahr noch ein weiteres Hobby: Golf. «Ich habe das Gefühl, dass dies im mentalen Bereich ein ganz guter Ausgleich für mich ist», erzählte Kym dem «Blick». Mental stark war er auch im Achtelfinal der Swiss Indoors. Im Entscheidungssatz hatte er zweimal den Sieg vor Augen, musste dennoch ins Tiebreak. Dort deklassierte er Shelton am Ende gleich mit 7:1.

Jérôme Kym nach dem bisher grössten Sieg seiner Karriere.

Jérôme Kym nach dem bisher grössten Sieg seiner Karriere.Nico Ilic/freshfocus

Weiter geht es für den jungen Schweizer am Freitag. Angesetzt ist die Partie am frühen Abend gegen den Tschechen Jiří Lehečka. Dieser beendete am Dienstagabend die Karriere von Stan Wawrinka. Stoppt die Weltnummer 21 den Höhenflug von Kym, oder rächt sich der Schweizer für das Aus seines Landsmannes?

Sven Forster

Sven Forster (fss) arbeitet seit 2018 für 20 Minuten. Er ist seit Anfang 2024 als Blattmacher im Einsatz. Dazu leitet er seit September 2024 das Sportressort.

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