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Monday, September 14, 2026

Marktbericht: Hoher Ölpreis verhagelt den Wochenstart

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Blick auf das Börsenparkett der Frankfurter Börse.

Marktbericht

DAX dürfte fallen Hoher Ölpreis verhagelt den Wochenstart

Stand: 14.09.2026 • 07:47 Uhr

Die Aktienmärkte bleiben an den steigenden Ölpreis gekettet: Die Eskalation in Saudi-Arabien schürt die Sorgen vor einem weiteren Anziehen der Inflation. Mit Spannung blicken die Investoren auf den Zinsentscheid der US-Notenbank.

Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex vor dem Xetra-Handelsstart 0,3 Prozent tiefer auf 25.490 Punkte. Nach der kurzen Erholung vom Freitag bleibt er damit in Kontakt zu seinem Tief seit Ende Juli, das am Donnerstag bei 25.361 Punkten erreicht wurde. Am vergangenen Freitag war der DAX noch mit einem Plus von 0,8 Prozent auf 25.568 Punkte vorgerückt. Allerdings belief sich das Wochenminus auf rund 1,8 Prozent.

Auch in dieser Woche wird die Lage auf dem Ölmarkt und das Geschehen im Nahen Osten ein wesentlicher Faktor für die Kursbewegungen sein. Dort ist die Situation kritisch: Der Ölpreis hat nach erneuten Angriffen auf Saudi-Arabien und auf Schiffe im Persischen Golf kräftig angezogen. Die Angriffe schürten an den Finanzmärkten die Sorge vor einer Verknappung des Angebots.

Fed im Fokus

Außerdem facht die Entwicklung am Energiemarkt die Inflationssorgen weiter an und erhöht den Druck auf die Notenbanken. Nach unerwartet hohen US-Verbraucherpreisdaten vom Freitag gehen die Märkte von einer Wahrscheinlichkeit von 86 Prozent für eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am Mittwoch aus.

"Eine anziehende Inflation rechtfertigt zwar eine straffere Geldpolitik", sagt Analyst Lloyd Chan von der Bank Mitsubishi UFJ. "Weitere Zinserhöhungen würden aber auch die Kreditkosten der Regierung in einer Zeit in die Höhe treiben, in der Haushaltsdefizite und die Belastung durch den Schuldendienst ohnehin bereits unter genauer Beobachtung stehen."

Trump setzt Notenbank unter Druck

Vor der möglichen Zinserhöhung hat US-Präsident Donald Trump erneut Druck auf die Fed ausgeübt. Er bekräftigte auf eine Frage einer Journalistin seine Drohung eines Handelsstopps mit bestimmten Ländern, sollte der Zentralbankrat die US-Geldpolitik nicht lockern.

Trump hatte Anfang September auf Truth Social in Richtung der Fed geschrieben: "Senkt die Zinsen, oder ich breche den Handel mit Ländern ab, mit denen wir ein Defizit haben".

In der vergangenen Woche hatte bereits die EZB den Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahr angehoben. Höhere Zinsen sind tendenziell eine Belastung für die Aktienmärkte. Sie erhöhen die Finanzierungskosten von Unternehmen und können so die Gewinne schmälern. Zudem verteuern sie Investitionen und machen Anleihen als alternatives Investment attraktiver. Auf die Konjunktur können sie dämpfend wirken.

Keine klare Richtung in Asien

In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,8 Prozent auf 63.498 Punkte nach. Der der breiter gefasste Topix notierte dagegen 0,7 Prozent höher bei 4.054 Zählern. Die Börse Shanghai blieb fast unverändert bei 3.888 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,4 Prozent auf 4.493 Punkte.

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