Tränen-Drama um Tennis-Star – Gegner tröstet Kumpel

Mitten im Match
Tränen-Drama um Tennis-Star – Gegner tröstet Kumpel
Aus dem Duell zweier Freunde wird ein Drama. Matteo Berrettini und Flavio Cobolli spielen in Wien gegeneinander, als Letzterer plötzlich in Tränen ausbricht. Er kann die Partie nicht mehr fortsetzen.
Publiziert: vor 30 Minuten
- Flavio Cobolli muss in Wien aufgeben
- Der Italiener bricht mitten im Spiel in Tränen aus
- Sein Gegner und Freund Matteo Berrettini tröstet ihn umgehend
Ramona BieriRedaktorin Sport
Emotionale Szenen beim ATP-Turnier in Wien (Ö). Im italienischen Achtelfinal kommts zum Duell der beiden Freunde Matteo Berrettini (30, ATP 48) und Flavio Cobolli (24, ATP 6). Nach 41 Minuten führt Berrettini 5:2 – als Tennis plötzlich zur Nebensache wird.
Cobolli sitzt auf der Bank, als bei ihm plötzlich alle Dämme brechen. Er beginnt zu weinen, wird von seinen Schluchzern regelrecht durchgeschüttelt. Bereits mit einem bandagierten Oberschenkel angetreten, merkt Cobolli, dass es nicht weitergeht. Als Berrettini das sieht, eilt er sofort zu seinem Freund, um ihn zu trösten.
Doch das nützt alles nichts. Cobolli muss aufgeben. Unter Tränen rafft er sich auf, verabschiedet sich vom Publikum und verlässt den Court mit einem Handtuch über dem Kopf. Besonders bitter: Cobolli befindet sich mitten im Kampf um die ATP Finals in Turin (ab 15. November). Nur die Top 8 des Jahres qualifizieren sich, er liegt aktuell auf Rang 6.
Berrettini leidet mit. «Ich weiss, wie hart es sein kann, ich weiss, wie sehr er in Turin sein will», sagt er nach seinem kampflosen Vorstoss in die Viertelfinals gegenüber Sky.
Gefühle, Stress und Enttäuschung
Kurz nach dem bitteren Ende meldet sich Cobolli auf Instagram zu Wort. «Wien, es tut mir leid, dass ich so abreisen muss», schreibt er in seiner Story. «Ich liebe dieses Turnier.» Er habe schon beim letzten Spiel etwas gespürt, habe aber trotzdem antreten wollen. Doch dann sei ihm klar geworden, dass er nicht weitermachen könne. Auch zu seinem emotionalen Ausbruch äussert er sich. «Die Tränen kamen nicht aus Schmerz», so Cobolli. «Es waren einfach nur Gefühle, vielleicht ein bisschen Stress und die Enttäuschung, den Platz verlassen zu müssen, obwohl ich nichts lieber gewollt hätte, als dort zu bleiben.»
Cobolli wird sich nun untersuchen lassen, um die Ursache zu finden. Er werde seine Fans darüber auf dem Laufenden halten. Abschliessend zeigt sich Cobolli zuversichtlich: «Macht euch keine Sorgen, ich hoffe, in Paris wieder auf dem Platz zu stehen.» Das Masters beginnt am Dienstag.
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