Motion abgelehnt – Ständeratskommission gegen sechste Ferienwoche für Lernende

- Lernende sollen kein Anrecht erhalten auf eine sechste Ferienwoche.
- Die zuständige Kommission des Ständerates will nichts wissen davon, den gesetzlichen Ferienanspruch für Lernende auf mindestens sechs Wochen zu erhöhen.
Mit mit 7 zu 4 Stimmen bei 1 Enthaltung beantragt die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S), die entsprechende Motion von SP-Ständerätin Flavia Wasserfallen (BE) abzulehnen. Das teilten die Parlamentsdienste mit.
In den Augen der Mehrheit ist der Ferienanspruch nur ein Element von vielen, die die Attraktivität einer Lehrstelle ausmachen. Was die Motion verlange, sei ein unnötiger, punktueller Eingriff in die Verantwortlichkeit von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen. Diese seien zuständig für die Gestaltung der Arbeitsbedingungen.
Ständerat muss noch entscheiden
Auch der Bundesrat beantragt ein Nein zur Motion. Die Minderheit der WBK-S hingegen sieht die Erhöhung des Ferienanspruchs als Bekenntnis zur Berufsbildung und zu besseren Arbeitsbedingungen für Lernende. Als nächstes entscheidet der Ständerat. Lehnt auch er die Motion ab, ist das Anliegen vom Tisch.
Gemäss dem Obligationenrecht haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer pro Jahr Anspruch auf vier Wochen Ferien. Für unter 20-Jährige besteht ein gesetzlicher Anspruch auf fünf Wochen Ferien. Arbeitgebern steht es aber frei, mehr Ferien zu gewähren.
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