Vorräte für den Ernstfall: Katastrophenschutz: Das sollten Sie zu Hause haben

Vorräte für den ErnstfallKatastrophenschutz: Das sollten Sie zu Hause haben
29.10.2026, 15:16 Uhr

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Sprich, auf den einen oder anderen Ausnahmezustand sollte man vorbereitet sein. Am besten mit Waren aus der Notfall-Liste des Bundesamtes für Katastrophenschutz. Hier ist sie.
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat heute in Luckenwalde (Brandenburg) das größte und modernste Bevölkerungsschutzzentrum Deutschlands eröffnet. Dort lagert Material, um bei Katastrophen bis zu 5000 Menschen versorgen zu können und eine Schlüsselrolle bei der nationalen Krisenvorsorge einnehmen. Wer nicht gerade in der Nähe wohnt und einen guten Draht zu den Betreibern unterhält, sollte sich aber besser selbst auf Notsituation vorbereiten.
So rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe grundsätzlich dazu, sich auf Krisen und Katastrophen vorzubereiten. Dazu gehört auch das Anlegen eines Notvorrats - für etwa zehn Tage. Egal, welche Krise die Lebensmittel- oder Trinkwasserversorgung erschwert oder unmöglich macht. Hier hilft ein Lebensmittel- und Getränkevorrat die Zeit zu überbrücken, bis die staatliche Hilfe anläuft.
Zwar gibt es auch die Möglichkeit, Verwandte, Bekannte oder Nachbarn, um Einkäufe zu bitten; doch einen Vorrat im Haus zu haben, gibt zunächst einmal Sicherheit. Auch bei einem Stromausfall, starken Unwetter, Hochwasser, extremer Hitze oder starkem Schneefall und Glätte kann ein Vorrat hilfreich sein, da das Haus unter Umständen nicht verlassen werden kann.
Hier ist nun die Liste vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit Dingen, die Sie immer zu Hause vorrätig haben sollten:
Beispiel für einen zehntägigen Grundvorrat an Getränken und Lebensmitteln für eine Person:
20 Liter Wasser
3,5 Kilogramm Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis (insgesamt)
2,5 Kilogramm Obst (in Dosen oder Gläsern) und Nüsse
4 Kilogramm Hülsenfrüchte und Gemüse (in Dosen oder Gläsern)
2,6 Kilogramm Milch und Milchprodukte
1,5 Kilogramm Fisch, Fleisch und Eier beziehungsweise Volleipulver (Eier sind nur wenige Tage, Volleipulver mehrere Jahre haltbar)
0,4 Kilogramm Fette und Öle
Lebensmittel, die nicht erhitzt oder gekocht werden müssen (Zucker, Honig, Schokolade, Mehl, Instantbrühe, Hartkekse, Salzstangen) - Menge nach Belieben
Dieser Vorrat entspricht etwa 2200 Kilokalorien pro Tag und deckt somit im Regelfall den Gesamtenergiebedarf ab.
Außerdem sollten sich folgende Dinge für mögliche Notsituationen immer im Haus befinden:
Medizinische Versorgung:
Wichtige, vom Arzt verschriebene Medikamente
Schmerz- und fiebersenkende Medikamente
Mittel gegen Durchfall, Übelkeit und Erbrechen
Verbandskasten
Fieberthermometer
Drogerieartikel:
Desinfektionsmittel
Seife/Waschmittel in doppelter Ausführung
ausreichend Toilettenpapier
Zahnbürste und Zahnpasta in doppelter Ausführung
Sonstiges:
Kerzen, Teelichter
Campingkocher
Taschenlampe
Reservebatterien
Bitte keine Hamsterkäufe - an die Mitmenschen denken
Dennoch an dieser Stelle eine sanfte Ermahnung: Auch wenn es mal wieder dicke kommt und die Angst umgeht. Bitte keine Hamsterkäufe tätigen. Auch nicht von Klopapier oder Nudeln. Die sind die unsozial. Schließlich gibt es auch Menschen, die weder über einen Gabelstapler noch ausreichend Kraft verfügen, um sich palettenweise mit dann stark nachgefragten Waren einzudecken. Jede Packung Klopapier, die so nebenbei auf Vorrat mitgegriffen wird, verstärkt beim Mitmenschen das Gefühl, auch seine Bestände auffüllen zu müssen. Was dann zu einer sogenannten Kaufpanik führt, bei der für einige einfach nichts übrigbleibt. Also bitte sein lassen.
Und wenn der Handel nicht noch mal mit leeren Regalen wie während der Corona-Pandemie oder den Beginn des Ukraine-Krieges dastehen möchte, begrenzt er die Abgabe von heiß begehrten Artikeln von vornherein am besten selbst. Oder verdoppelt für die zweite, dritte und vierte Großpackung jeweils den Preis. Auch das könnte die Nachfrage bremsen.
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