Zum Umfallen gut: Unser bester Florenz-Tipp kostet nur 11 Fr.

Etwas «White Lotus»-Atmosphäre liegt in der parfümierten Luft. Wer ins Rocco Forte Hotel Savoy in Florenz eincheckt, wird von einem Eingangsbereich aus weissem Marmor und voller opulenter Blumengestecke empfangen. In kleinen Vitrinen im Eingangsbereich sind Uhren von Schweizer Luxusmarken ausgestellt. Das Personal ist adrett gekleidet und ausserordentlich zuvorkommend.
Um das Hotel herum …
… läuft so einiges. Die Unterkunft liegt im Epizentrum der Stadt, an der Piazza della Repubblica. Von unserem grosszügigen Zimmer aus können wir das rege Treiben auf dem Platz beobachten – Karussell inklusive. Gleich vis-à-vis befindet sich die Confiserie Gilli, die ihre Kundschaft an diesem Standort schon seit 1733 mit Kaffee, Patisserie und weiteren Köstlichkeiten verwöhnt.
Von hier brauchten wir gerade einmal fünf Minuten zu Fuss zur Kathedrale Santa Maria del Fiore (dem Dom von Florenz) mit ihrer unverkennbaren mehrfarbigen Marmorverkleidung. In zehn Minuten erreichen wir die Uffizien, den Louvre Italiens, wo du Michelangelos «David» oder Caravaggios «Haupt der Medusa» betrachten kannst.
Infos zur Anreise und über das Hotel
Zur kulturellen Weiterbildung …
… kann Redaktor Dario eine Artemisia-Tour wärmstens empfehlen. Sara Papini bringt dir dabei mit unglaublichem erzählerischem Talent und viel Expertinnenwissen die Geschichte der Malerin Artemisia Gentileschi näher. Diese wurde Anfang des 17. Jahrhunderts als erste Frau überhaupt in die Accademia delle Arti del Disegno aufgenommen, die historische Kunstinstitution von Florenz, zu deren Mitgliedern auch Leonardo da Vinci gehörte.
Die Tour führt von der Casa Buonarroti, wo sie für den Grossneffen von Michelangelo malte, bis in die Uffizien, wo ihr wohl bekanntestes Werk, das berühmte «Judith und Holofernes», ausgestellt ist. Buchen kann man die Tour mit Sara auf ihrer Website. Sie dauert etwa drei bis vier Stunden und kostet 84 Franken pro Stunde.
Unser Lieblingsort …
… liegt etwas weiter weg vom Hotel und dem Zentrum. Auf der anderen Seite des Flusses Arno liegt das Quartier Santo Spirito. Hier gibt es viele kleine Bars, Trattorien, versteckte Piazzas und vor allem auch lokale Leute. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch im Restaurant Dalla Lola. Geführt wird es von einem sympathischen jungen Team rund um die Chefin Matilde Pettini. Serviert werden Traditionsgerichte mit einem kleinen Twist in ungezwungener Atmosphäre und zu unschlagbaren Preisen. Die Fegato alle cipolle, Leber an Zwiebelsauce, war zum Umfallen gut und kostete gerade einmal 11 Franken.
Was wäre dein perfekter Florenz-Moment?
Diese kulinarische Versuchung musst du unbedingt testen:
Ein Panino bei All’antico Vinaio. Die Warteschlange vor dem Geschäft wirkt zwar stark entmutigend, das Sandwich ist es aber wert. Ausserdem eignet sich die Wartezeit perfekt zum People-Watching. Kommt man dann endlich selbst an die Reihe, wird einem aus feinsten lokalen Zutaten ein Sandwich zusammengelegt. Dario entschied sich für die Variation mit Mortadella und Pistazien-Pesto. Köstlich. Wer die volle Experience will, setzt sich zum Essen des Paninos auf den Randstein und schaut dem bunten Treiben weiter zu.
Ein besonderes Mitbringsel …
… sind ein paar knallbunte Fruchtgelees vom traditionsreichen Caffe Gilli an der Piazza della Repubblica. Sie sehen so schön aus, dass man sie auch optisch geniessen kann, wenn man sonst nicht auf Gelatine steht. Und wer sie sich – wie Redaktor Dario – als saure, übersüsste Gummischlangen vorstellt, liegt falsch: Man schmeckt die Früchte und die Handwerkskunst durchaus noch heraus.
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Am Abend …
… lohnt sich ein Abstecher an die Via Agostino im bereits erwähnten Santo-Spirito-Viertel. Dort befindet sich neben vielen anderen trendigen Lokalen die besonders schöne Spirituum Spirits Bar. Je nach Raum geniesst man hier seinen Cocktail unter Deckenmalereien oder umgeben von einem beeindruckenden Dekor aus Schmetterlingsschwärmen.
Die Pressereise wurde durch die Rocco Forte Hotels ermöglicht.
Hast du weitere Tipps für Florenz? Oder steht die Stadt noch auf deiner Bucket-Liste?
Dario Brander (dbr) ist seit 2021 Videojournalist und Übersetzer beim Videodesk von 20 minutes. Er interessiert sich leidenschaftlich für Politik, Stadtplanung und Mobilität.
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