Erneute Haftstrafe für iranischen Regisseur Panahi
Urteil in Teheran Erneute Haftstrafe für iranischen Regisseur Panahi
Stand: 28.10.2026 • 14:11 Uhr
Die iranische Justiz geht weiter gegen den Regisseur und Goldene-Palme-Gewinner Jafar Panahi vor. Einem Bericht zufolge wurde der 66-Jährige Regime-Kritiker in Teheran erneut zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.
Der iranische Regisseur Jafar Panahi ist offenbar zu einer weiteren mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Ein Revolutionsgericht in der Hauptstadt Teheran habe ihn zu fünf Jahren und einem Monat Gefängnis verurteilt, berichtete die Zeitung Emtedad unter Berufung auf Panahis Anwalt Mostafa Nili. Außerdem soll sein gesamtes Vermögen beschlagnahmt werden. Darüber hinaus sei eine zweijährige Ausreisesperre verhängt worden.
Seit Anfang April zurück in Iran
Der 66-Jährige war Anfang April mitten im Krieg zurück in seine Heimat gereist. "Vergangene Woche teilte mein Mandant mit, dass seine Bankkonten gesperrt wurden", sagte Nili der Zeitung. Seine Nachforschungen bei der Justiz hatten dann aufgedeckt, dass Panahi in Abwesenheit verurteilt worden war.
Gewinner der Goldenen Palme 2025
Zuvor hatte die iranische Justiz den Starregisseur wegen "Propaganda gegen das System" bereits zu einem Jahr Haft verurteilt. Als zentralen Beweis führte ein Gericht seinen heimlich gedrehten Film "Ein einfacher Unfall" an. Das Werk gewann 2025 die Goldene Palme in Cannes und war zudem für die Golden Globes und die Oscars nominiert.
Panahi gilt seit Jahren als prominenter Kritiker in Iran. Er war von Juli 2022 bis Februar 2023 inhaftiert. Seit Jahren unterliegt er Einschränkungen bei beruflicher Tätigkeit und Reisen.
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