26 Jahre alte Berichte enthüllen, was Scouts von Messi hielten

- Der Journalist Florent Torchut hat 26 Jahre alte Scouting-Berichte über Lionel Messi veröffentlicht.
- Drei Scouts beobachteten den 13-jährigen Messi bei einer Probewoche beim FC Barcelona.
- Zwei erkannten sein Talent sofort, der dritte riet wegen der Grösse von 142 cm von einer Verpflichtung ab.
Lionel Messi und Cristiano Ronaldo haben dem Fussball in den vergangenen zwei Jahrzehnten ihren Stempel aufgedrückt. Gemeinsam brachen sie Rekorde, dominierten den Weltfussball und prägten eine ganze Generation. Die Frage, wer von beiden der Grösste ist, sorgt bis heute für Diskussionen.
Dass Messi eine derart aussergewöhnliche Karriere hinlegen würde, scheint rückblickend logisch. Doch der Blick in die Vergangenheit zeigt noch ein anderes Bild: Messis Weg an die Weltspitze war keineswegs für alle vorhersehbar.
Scout über jungen Messi: «Nicht verpflichten»
Der Journalist Florent Torchut hat 26 Jahre alte Scouting-Berichte über Messi veröffentlicht. Die Dokumente stammen von drei Fussballscouts, die den damals 13-jährigen Messi anlässlich einer Probewoche beim FC Barcelona beobachteten und bewerteten.
Ihre Einschätzungen zeigen, wie unterschiedlich das Potenzial des Argentiniers beurteilt wurde. Während zwei Scouts Messis Talent sofort erkannten, fiel das Urteil des dritten etwas kritischer aus. Er riet davon ab, den jungen Argentinier unter Vertrag zu nehmen. «Seine körperlichen Voraussetzungen (142 cm) sind unzureichend. Selbst wenn er noch wächst – bei einer Körpergrösse von 150 cm wird es sehr schwierig, in einer erstklassigen Academy zu spielen. Meiner Meinung nach sollte man Messi nicht verpflichten», heisst es im Bericht.
Die anderen beiden waren sich schnell einig. «Er besitzt Spielübersicht, ist beweglich, dribbelstark, setzt sich durch, und verfügt über einen grossartigen Schuss. Im Strafraum ist er sehr stark», heisst es. Und: «Er ist ein Mini-Maradona.»
Unmöglich, grosses Talent immer vorherzusehen
Wie schwierig es ist, ein Talent in jungen Jahren zu erkennen, zeigt sich noch heute. Aus Schweizer Sicht ist Neo-Nationalspieler Sascha Britschgi so ein Fall (mehr dazu hier).
Im Jugendalter hatten die wenigsten damit gerechnet, dass der heute 20-Jährige einmal Nati-Spieler werden würde. Britschgi galt als Spätentwickler, machte keine Spiele für die U-Natis – spielt heute aber dennoch für die A-Nati der Schweiz.
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