Schweiz erhält doch schon 2027 eine erste Patriot-Einheit

- Die Schweiz erhält eine erste Patriot-Einheit bereits 2027 und damit früher als erwartet.
- Verteidigungsminister Martin Pfister gab dies zu Beginn der Medienkonferenz zum Ruag-Skandal bekannt.
- Der Rest des Patriot-Bestellung verspätet sich weiterhin um bis zu sieben Jahre.
Die Schweizer erhält ein erstes Patriot-System doch früher geliefert als gedacht. Diese frohe Botschaft verkündete Bundesrat Martin Pfister zu Beginn der Medienkonferenz über den Ruag-Skandal über illegale Panzer-Deals. US-Botschafterin Callista Gingrich habe ihn am Donnerstag per Telefon informiert, dass die erste Patriot-Einheit bis 2027 geliefert werden soll.
Konkret handelt es sich um eine Feuereinheit mit Radar, Abschussvorrichtung und weiterer Ausrüstung für erste Tests: «Damit können wir früher mit der Ausbildung beginnen», so der VBS-Chef. Die Auslieferung der restlichen vier Systeme verspätet sich weiterhin um bis zu sieben Jahre. Neu könnte die Schweiz die Patriot-Systeme direkt beim Hersteller beschaffen. Dafür braucht es aber noch die Zustimmung des US-Kongresses.
Der Bundesrat hält an der Beschaffung eines zweiten Systems zur bodengestützten Luftverteidigung fest: «Das zweite System ermöglicht uns eine grössere Fläche der Schweiz zu schützen», sagte Pfister. Erst am Mittwoch hat der Bundesrat eine Vorauswahl getroffen. Im Rennen sind noch die Systeme aus Barak MX aus Israel sowie SAMP/T NG aus Frankreich.
Delia Bachmann (dba), Jahrgang 1993, arbeitet seit 2024 für 20 Minuten. Als Redaktorin im Ressort Politik berichtet sie über das Geschehen in Bundesbern.
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