Riesiges Hornissennest hängt direkt vor Sandras Balkon

- Ein rund 35 Liter grosses Hornissennest hing in einem Baum direkt vor Sandras Balkon in Basel.
- Die 63-Jährige meldete es der Hausverwaltung, das Nest wurde danach zerstört.
- Die Asiatische Hornisse jagt einheimische Bienen und Wespen, Sichtungen sollte man den Behörden melden, damit sich die invasive Art nicht vermehrt.
Auf den ersten Blick wirkt sie unscheinbar. Doch die Asiatische Hornisse jagt für ihre Ernährung einheimische Bienen und Wespen. News-Scout Sandra entdeckte in ihrem Quartier Gotthelf in Basel ein riesiges Nest hoch oben in einem Baum, direkt bei ihrem Balkon. Schon im Sommer wunderte sie sich, was das für eine grosse Kugel sein könnte. «Immer wieder kamen die Hornissen zu uns auf den Balkon, sodass wir nicht mehr in Ruhe draussen essen konnten, weil sie so aggressiv nahe kamen.» Jetzt im Oktober, wo die Blätter vom Baum runterfallen, zeigt sich ein circa 35 Liter grosses asiatisches Hornissennest, wie Sandra schätzt.
Die 63-Jährige meldet das Nest bei der Hausverwaltung und erzählt, dass das Nest darauf entfernt wurde. Auch das Kantonale Laboratorium bestätigt, dass auf der Pilatusstrasse mehrere Meldungen von der schweizerischen Meldestelle kamen. Das Nest wurde als zerstört markiert.
Eine starke Verbreitung der invasiven Asiatischen Hornisse könnte zu Verlusten der anderen Bienenvölker führen. Deshalb ist es wichtig, diese Art der Bienen und Nester von Expertinnen und Experten einschätzen zu lassen und Meldung zu erstatten.
Das Nest wird ausgetrocknet
Für die Zerstörung eines asiatischen Hornissennests führen Expertinnen und Experten eine Lanze mit Aktivkohle in das Nest ein. Dadurch sterben alle Tiere im Nest und auch die Königin sowie die Jungköniginnen werden dadurch getötet. «Der Vorteil von Aktivkohle ist, dass es ungiftig ist und damit nicht umweltschädlich.» Nach der Zerstörung bleibt das Nest oft hängen, so Noemi Danhieux, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Neobiota vom Kantonalen Laboratorium.
Melden bei einer Sichtung
Damit sich die Asiatische Hornisse nicht weiter ausbreitet und um ihre Ausbreitung möglichst zu verlangsamen, muss sie gemeldet werden. Mit der Verlangsamung können sich die Insektenwelt und die Landwirtschaft auf ihre Anwesenheit besser vorbereiten. Die Schweiz setzt auf die Meldungen der Asiatischen Hornissen über eine offizielle Website.
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Pina Olivia Wiemer (pow) arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie ist seit Mai 2026 Praktikantin bei der Lokalredaktion Basel.
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