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Wednesday, October 21, 2026

Trumps Gesandter Witkoff trifft Putin - News kompakt: Das Wichtigste kurz gefasst

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Der US-Gesandte Steve Witkoff will nach als "konstruktiv" bezeichneten Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an diesem Mittwoch den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen, um einen Weg für Friedensverhandlungen zu ‌ebnen. Einem ⁠US-Regierungsvertreter zufolge brachte die Ukraine bei dem Treffen in Oslo am Dienstag, an dem auch die ​Staats- und Regierungschefs von Norwegen und Finnland sowie Vertreter ​der EU und der NATO teilnahmen, neue ​Vorschläge ‌ein. Dabei sei es unter anderem um Sicherheitsgarantien und einen Wirtschaftsplan für die Zeit nach dem Krieg ‌gegangen.

Norwegen Oslo 2026 | Wolodymyr Selenskyj umarmt US-Sondergesandten Steve Witkoff neben den beiden stehen Alexander Stubb und Jonas Gahr Støre (20.10.2026)
Wolodymyr Selenskyj umarmt US-Sondergesandten Steve Witkoff in OsloBild: Heiko Junge/NTB/AFP

US-Präsident Donald Trump hat ​unterdessen den Druck auf die Regierung in Kyjiw erhöht. Die Ukraine müsse einem Abkommen zur Beilegung des Krieges zustimmen, andernfalls werde es "sehr schlimm ausgehen", warnte Trump. Die Beziehungen zwischen den USA ⁠und ​der Ukraine hatten sich zuletzt ​verschlechtert.

EU präsentiert Arktis-Strategie

Die EU-Kommission hat ihre neue Arktis-Strategie vorgestellt. Ziel ist es, besser für Konflikte in der Region gewappnet zu sein. So soll es in Zukunft eine Koordinierungsstelle für den Schutz von Unterseekabeln sowie die Beobachtung der russischen Schattenflotte und der illegalen Fischerei geben. Außerdem sind mehr Eisbrecher und der Ausbau ziviler Verkehrswegen für die militärische Nutzung geplant.

Grönland Ilulissat 2021 | Ein Boot fährt durch das Polarmeer, auf dem Eisberge und Eisschollen schwimmen (06.05.2021)
Auch Grönland gehört zur Arktis - hier die Eisberge nahe IlulissatBild: Ulrik Pedersen/NurPhoto/picture alliance

Geografisch liegen vor allem die nördlichen Teile der EU-Länder Finnland und Schweden in der Arktis. Strategisch wichtig ist auch Grönland. Die größte Insel der Welt gehört als autonomes Gebiet zu Dänemark, ist aber selbst kein Teil der Europäischen Union. Bei der Vorstellung der Arktis-Strategie in Straßburg sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Souveränität und territoriale Integrität könnten in der Region nicht länger als selbstverständlich gelten. Daher müsse gehandelt werden.

Merz kündigt nach Gipfeltreffen Schub für Deutschland an

Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach dem Investorengipfel in Berlin eine positive Bilanz gezogen. Von den beteiligten Unternehmen seien bislang Investitionen in Höhe von rund 230 Milliarden Euro zugesagt worden, sagte der CDU-Politiker. Allein vom Online-Versandhändler Amazon kämen 16 Milliarden Euro. Weitere Zusagen gebe es unter anderem von den US-Technologiefirmen Nvidia und Microsoft, dem Energieversorger RWE und dem Pharmaunternehmen Sanofi.

Deutschland Berlin 2026 | Gruppenfoto von Kabinettsmitgliedern mit Friedrich Merz beim Invest in Germany Gipfel (20.10.2026)
Bundeskanzler Friedrich Merz (zweiter v. links) zeigte sich über das Ergebnis des Investorengipfels zufriedenBild: Michael Kappeler/dpa/picture alliance

Merz erklärte, man sei entschlossen, Deutschland einen "Schub" zu geben. Die Investorenkonferenz sei nur der Anfang. Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) erklärte, es passiere etwas. Er würde sogar sagen, Deutschland sei "zurück". Nach Regierungsangaben nahmen rund 200 internationale und deutsche Vorstandschefs an der Veranstaltung in Berlin teil. Der Investorengipfel hatte am Montagabend in einem stillgelegten Kraftwerk in der Hauptstadt begonnen, Schauplatz am Dienstag war eine private Wirtschaftshochschule.

Mongolischer Präsident lobt Verhältnis zu Deutschland

Deutschland und die Mongolei wollen ihre Beziehungen weiter ausbauen. Das vereinbarten beide Seiten bei einem Staatsbesuch des mongolischen Präsidenten Ukhnaa Khurelsukh in der Bundesrepublik. Die Mongolei betrachte Deutschland als einen "engen, verlässlichen Partner und Freund in Europa", sagte Khurelsukh nach einem Treffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Zur Vertiefung der Zusammenarbeit werde sein Land ein Generalkonsulat in Frankfurt am Main eröffnen.

Deutschland Berlin 2026 | Frank-Walter Steinmeier und Ukhnaa Khurelsukh auf dem Roten Teppich (20.10.2026)
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfing den mongolischen Präsidenten Ukhnaa Khurelsukh mit militärischen Ehren in BerlinBild: Volodymyr Sindieiev/picture alliance

Steinmeier erinnerte bei einer Ausstellungseröffnung in Berlin an die Bedeutung des Mongolen-Führers Dschingis Khan für die Entwicklung der Weltgeschichte. Der vor rund 800 Jahren gestorbene Herrscher bewege bis heute Vorstellungen und Fantasien vieler Menschen weltweit, so der Bundespräsident. Die Ausstellung "Dschingis Khan und die Welt der Mongolen" wird in der James-Simon-Galerie auf der Berliner Museumsinsel gezeigt.

Nigeria bestätigt ersten Ebola-Fall

Aus Afrikas bevölkerungsreichstem Land Nigeria wird eine Infektion mit dem lebensbedrohlichen Ebola-Virus gemeldet. Die Patientin sei kürzlich per Flugzeug aus Uganda eingereist und für mehrere Tage in einem Privatkrankenhaus im Gebiet der Hauptstadt Abuja behandelt worden, teilte das Gesundheitsministerium des westafrikanischen Landes mit. Laborergebnisse hätten nun ergeben, dass die Frau mit dem Ebola-Virus des Bundibugyo-Stammes infiziert sei. Sie befinde sich nach Angaben des Ministeriums in Isolation und werde medizinisch versorgt.

Kongo Bunia 2026 | Ein Ebola-Bestattungsteam in Schutzanzügen bereitet eine Beerdigung vor (04.09.2026)
Allein in der Demokratischen Republik Kongo gibt es bereits fast 4400 Todesfälle durch EbolaBild: Dieudonne Dirole/AP Photo/picture alliance

Die Regierung forderte alle Gesundheitseinrichtungen des Landes zu höchster Alarmbereitschaft auf. Es ist der erste festgestellte Ebola-Fall in Nigeria seit 2014. Die derzeitige Ebola-Epidemie war Mitte Mai in der Demokratischen Republik Kongo offiziell festgestellt worden. Dort sind inzwischen mehr als 9000 Fälle gemeldet worden. Mehr als 4380 Menschen starben.

UN-Bericht sieht Welt auf gefährlichem Klimakurs

Die internationale Gemeinschaft ist laut dem jüngsten Emissions Gap Report des UN-Umweltprogramms (UNEP) "gefährlich weit" davon entfernt, ihre Klimaziele zu erreichen. Die bisherigen nationalen Maßnahmen reichten nicht aus, um den Ausstoß von Treibhausgasen wirksam zu senken, so UN-Generalsekretär António Guterres. Die Emissionen lägen weiterhin auf Rekordniveau. Selbst wenn alle Staaten ihre aktuellen Klimazusagen vollständig umsetzen, würde sich die Erde bis 2100 voraussichtlich um 2,6 Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter erwärmen. Beim derzeitigen Kurs sei sogar ein Anstieg um 2,8 Grad zu erwarten.

Thailand Bangkok 2026 | Eine überflutete Großstadtstraße (26.09.2026)
Überflutungen werden weltweit häufiger auftreten - wie hier in Thailands Hauptstadt Bangkok (im September)Bild: AP Video/AP Photo/dpa/picture alliance

Der Bericht erscheint wenige Wochen vor der Weltklimakonferenz COP31 in der türkischen Stadt Antalya und gilt als wichtiger Gradmesser für die globale Klimapolitik. UNEP untersucht jährlich die Lücke zwischen den erwarteten Emissionen und dem Niveau, das zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens nötig wäre.

as/gri/AR (dpa, afp, rtr, ap)

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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