Trumps Gesandter Witkoff trifft Putin - News kompakt: Das Wichtigste kurz gefasst
Der US-Gesandte Steve Witkoff will nach als "konstruktiv" bezeichneten Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an diesem Mittwoch den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen, um einen Weg für Friedensverhandlungen zu ebnen. Einem US-Regierungsvertreter zufolge brachte die Ukraine bei dem Treffen in Oslo am Dienstag, an dem auch die Staats- und Regierungschefs von Norwegen und Finnland sowie Vertreter der EU und der NATO teilnahmen, neue Vorschläge ein. Dabei sei es unter anderem um Sicherheitsgarantien und einen Wirtschaftsplan für die Zeit nach dem Krieg gegangen.

US-Präsident Donald Trump hat unterdessen den Druck auf die Regierung in Kyjiw erhöht. Die Ukraine müsse einem Abkommen zur Beilegung des Krieges zustimmen, andernfalls werde es "sehr schlimm ausgehen", warnte Trump. Die Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine hatten sich zuletzt verschlechtert.
EU präsentiert Arktis-Strategie
Die EU-Kommission hat ihre neue Arktis-Strategie vorgestellt. Ziel ist es, besser für Konflikte in der Region gewappnet zu sein. So soll es in Zukunft eine Koordinierungsstelle für den Schutz von Unterseekabeln sowie die Beobachtung der russischen Schattenflotte und der illegalen Fischerei geben. Außerdem sind mehr Eisbrecher und der Ausbau ziviler Verkehrswegen für die militärische Nutzung geplant.

Geografisch liegen vor allem die nördlichen Teile der EU-Länder Finnland und Schweden in der Arktis. Strategisch wichtig ist auch Grönland. Die größte Insel der Welt gehört als autonomes Gebiet zu Dänemark, ist aber selbst kein Teil der Europäischen Union. Bei der Vorstellung der Arktis-Strategie in Straßburg sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Souveränität und territoriale Integrität könnten in der Region nicht länger als selbstverständlich gelten. Daher müsse gehandelt werden.
Merz kündigt nach Gipfeltreffen Schub für Deutschland an
Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach dem Investorengipfel in Berlin eine positive Bilanz gezogen. Von den beteiligten Unternehmen seien bislang Investitionen in Höhe von rund 230 Milliarden Euro zugesagt worden, sagte der CDU-Politiker. Allein vom Online-Versandhändler Amazon kämen 16 Milliarden Euro. Weitere Zusagen gebe es unter anderem von den US-Technologiefirmen Nvidia und Microsoft, dem Energieversorger RWE und dem Pharmaunternehmen Sanofi.

Merz erklärte, man sei entschlossen, Deutschland einen "Schub" zu geben. Die Investorenkonferenz sei nur der Anfang. Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) erklärte, es passiere etwas. Er würde sogar sagen, Deutschland sei "zurück". Nach Regierungsangaben nahmen rund 200 internationale und deutsche Vorstandschefs an der Veranstaltung in Berlin teil. Der Investorengipfel hatte am Montagabend in einem stillgelegten Kraftwerk in der Hauptstadt begonnen, Schauplatz am Dienstag war eine private Wirtschaftshochschule.
Mongolischer Präsident lobt Verhältnis zu Deutschland
Deutschland und die Mongolei wollen ihre Beziehungen weiter ausbauen. Das vereinbarten beide Seiten bei einem Staatsbesuch des mongolischen Präsidenten Ukhnaa Khurelsukh in der Bundesrepublik. Die Mongolei betrachte Deutschland als einen "engen, verlässlichen Partner und Freund in Europa", sagte Khurelsukh nach einem Treffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Zur Vertiefung der Zusammenarbeit werde sein Land ein Generalkonsulat in Frankfurt am Main eröffnen.

Steinmeier erinnerte bei einer Ausstellungseröffnung in Berlin an die Bedeutung des Mongolen-Führers Dschingis Khan für die Entwicklung der Weltgeschichte. Der vor rund 800 Jahren gestorbene Herrscher bewege bis heute Vorstellungen und Fantasien vieler Menschen weltweit, so der Bundespräsident. Die Ausstellung "Dschingis Khan und die Welt der Mongolen" wird in der James-Simon-Galerie auf der Berliner Museumsinsel gezeigt.
Nigeria bestätigt ersten Ebola-Fall
Aus Afrikas bevölkerungsreichstem Land Nigeria wird eine Infektion mit dem lebensbedrohlichen Ebola-Virus gemeldet. Die Patientin sei kürzlich per Flugzeug aus Uganda eingereist und für mehrere Tage in einem Privatkrankenhaus im Gebiet der Hauptstadt Abuja behandelt worden, teilte das Gesundheitsministerium des westafrikanischen Landes mit. Laborergebnisse hätten nun ergeben, dass die Frau mit dem Ebola-Virus des Bundibugyo-Stammes infiziert sei. Sie befinde sich nach Angaben des Ministeriums in Isolation und werde medizinisch versorgt.

Die Regierung forderte alle Gesundheitseinrichtungen des Landes zu höchster Alarmbereitschaft auf. Es ist der erste festgestellte Ebola-Fall in Nigeria seit 2014. Die derzeitige Ebola-Epidemie war Mitte Mai in der Demokratischen Republik Kongo offiziell festgestellt worden. Dort sind inzwischen mehr als 9000 Fälle gemeldet worden. Mehr als 4380 Menschen starben.
UN-Bericht sieht Welt auf gefährlichem Klimakurs
Die internationale Gemeinschaft ist laut dem jüngsten Emissions Gap Report des UN-Umweltprogramms (UNEP) "gefährlich weit" davon entfernt, ihre Klimaziele zu erreichen. Die bisherigen nationalen Maßnahmen reichten nicht aus, um den Ausstoß von Treibhausgasen wirksam zu senken, so UN-Generalsekretär António Guterres. Die Emissionen lägen weiterhin auf Rekordniveau. Selbst wenn alle Staaten ihre aktuellen Klimazusagen vollständig umsetzen, würde sich die Erde bis 2100 voraussichtlich um 2,6 Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter erwärmen. Beim derzeitigen Kurs sei sogar ein Anstieg um 2,8 Grad zu erwarten.

Der Bericht erscheint wenige Wochen vor der Weltklimakonferenz COP31 in der türkischen Stadt Antalya und gilt als wichtiger Gradmesser für die globale Klimapolitik. UNEP untersucht jährlich die Lücke zwischen den erwarteten Emissionen und dem Niveau, das zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens nötig wäre.
as/gri/AR (dpa, afp, rtr, ap)
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