Kommandant in Belgien: Feuer bricht "eine Stopplinie nach der anderen"
Flammen sind in der Hochmoor- und Sumpflandschaft Hohe Venn unweit der deutschen Grenze in Belgien zu sehen.
Quelle: dpaÜber das Thema berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen, unter anderem im heute journal am 15.08.2026 ab 22:55 Uhr.
Wichtige Meldungen
Waldbrand im Saarland breitet sich weiter aus
Rund 3,5 Hektar Waldfläche brennen im Landkreis Neunkirchen im Saarland. Der Brand zwischen den Illinger Ortsteilen Wustweiler, Hirzweiler und Hüttigweiler breite sich aktuell weiter aus, teilt die Feuerwehr mit. Die Feuerwehr sei mit mehreren Löschbezirken und den Fachzügen Wasserförderung und Waldbrandbekämpfung des Landkreises Neunkirchen im Einsatz.
Die Rauchwolke des Brandes sei weithin sichtbar, heißt es. Der Wald sei gesperrt. "Wir bitten die Bevölkerung, das Gebiet zu meiden und die Zufahrten für anrückende Rettungskräfte freizuhalten", so die Feuerwehr.
Feuerwehr Monschau erkundet Lage in belgischem Brandgebiet
Die Feuerwehr von Monschau macht sich im nahegelegenen Waldbrandgebiet im belgischen Hohen Venn ein Bild von der Situation. Vertreter der Feuerwehr seien vor einigen Stunden dorthin gefahren, um die Lage genauer einschätzen zu können, teilt eine Sprecherin der Eifelstadt auf dpa-Anfrage mit.
Nach deren Rückkehr solle es voraussichtlich am späten Nachmittag eine weitere Lagebesprechung in der grenznahen Stadt Monschau geben.
Wichtige Meldung
Belgiens Innenminister: Erste Feuerfronten "unter Kontrolle"
Im Kampf gegen den Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn hat die Feuerwehr eine Feuerfront in der Nähe der deutschen Grenze eingedämmt. Die Flammen in anderthalb Kilometern Entfernung zur Stadt Monschau seien "unter Kontrolle", teilt Belgiens Innenminister Bernard Quintin mit. Auch eine zweite Front im Norden bei der Ortschaft Jalhay sei "unter Kontrolle".
"Auch am dritten Tag der Brandbekämpfung sind weiterhin alle Einsatzkräfte vor Ort im Einsatz", schreibt Quintin auf X. Und weiter: "Wir können auch auf die Solidarität unserer europäischen Partner zählen. Neben unseren Polizeihubschraubern sind zwei niederländische Chinook-Hubschrauber im Einsatz."
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ZDF-Reporterin: "Man braucht hier viel Koordination"
Belgien brauche bei den Löscharbeiten des Großbrandes Unterstützung, so ZDF-Reporterin Ina Baltes. Andere Länder wollen Löschflugzeuge schicken. ZDFheute live zur aktuellen Lage.
Belgien brauche bei den Löscharbeiten des Großbrandes Unterstützung, so ZDF-Reporterin Ina Baltes. Andere Länder wollen Löschflugzeuge schicken. ZDFheute live zur aktuellen Lage. 16.08.2026 | 4:33 min
Wichtige Meldung
Karte zeigt Brandgebiete in Belgien und Deutschland
Das Feuer in Hürtgenwald nahe Düren in der Eifel ist eingedämmt. Derweil ist der Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn an der Grenze zu Deutschland weiterhin nicht unter Kontrolle.

Belgien: Rund 600 Menschen evakuiert
Angesichts des massiven Waldbrands in einem Naturschutzgebiet im Osten Belgiens mussten sich rund 600 Bewohnerinnen und Bewohner in den nahegelegenen Gemeinden Waimes und Bütgenbach in der Provinz Lüttich nahe der Grenze zu Deutschland in Sicherheit begeben. Auch Touristen wurde von Behördenseite nahegelegt, die Gegend zu verlassen.
Der Gouverneur von Lüttich, Hervé Jamar, teilte am Sonntag mit, mehr als 250 Einsatzkräfte seien entsandt worden, darunter mehr als 100 belgische und deutsche Feuerwehrleute, Polizisten, Militärangehörige und Mitarbeitende des Zivilschutzes.
Feuerwehr-Sprecher: "Gehen zurzeit deutlich entspannter ans Werk"
"Wir gehen zurzeit deutlich entspannter ans Werk", berichtet Peter Berndgen, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands Düren, zum Waldbrandgeschehen bei Hürtgenwald. "Die erste Phase, die intensive Brandausweitung, hat uns schon vor Herausforderungen gestellt", so Berndgen. Nun gehe man in die zweite und dritte Phase über: "Das heißt, wir kümmern uns jetzt um die Nachlöscharbeiten."
ZDF-Reporter: Feuer hat "sehr gewütet"
Aus einem bereits abgebrannten Waldstück bei Hürtgenwald in der Eifel berichtet ZDF-Reporter Peter Böhmer bei ZDFheute live von der Lage vor Ort. "Das Feuer hat schon sehr gewütet." Im noch aktiven Waldbrandgebiet seien kontinuierlich Löschhubschrauber im Einsatz: "Die Helikopter kommen wie auf der Perlenkette gezogen."
Gefährlich sei vor allem der Zustand der Bäume: Viele - besonders die kleineren - seien instabil durch das Feuer geworden. Schon eine falsche Bewegung könne dazu führen, dass ein Baum umfiele. "Und dann ist das schon eine sehr gefährliche Lage."
Forstamtsleiter: "Werden noch wochenlang damit beschäftigt sein"
"Wir werden noch wochenlang damit beschäftigt sein", berichtet Forstamtsleiter René Dahmen aus dem Brandgebiet Hohes Venn. "Das Feuer wird weiter im Torf sein, an vielen Stellen wird es wieder anfangen. Unsere Drohnen mit Wärmebildkameras werden da natürlich sehr hilfreich sein. Aber wir werden noch oft Wasser von den Hubschraubern benötigen."
Die Moore im Naturschutzgebiet Hohe Venn seien teilweise nur schwer zugänglich, so Forstamtsleiter René Dahmen bei ZDFheute live. Für die Feuerwehr sei das das "schwierigste Gelände" in Belgien. 16.08.2026 | 7:14 min
Forstamtsleiter: "Noch nicht alles unter Kontrolle"
Der Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn, nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, ist noch nicht eingedämmt. "Momentan ist noch nicht alles unter Kontrolle"", sagt der lokale Forstamtsleiter René Dahmen bei ZDFheute live. Zwei Feuerlinien breiteten sich weiter aus.
Besonders kritisch sei eine über einen Kilometer lange Linie im Osten des Brandgebiets: "Da ist es sehr brenzlich, da ist unwegsames Gelände." Mit Fahrzeugen komme man dort nicht hinein, auch die Einsatzkräfte hätten Probleme.
Große Hoffnung setzt Dahmen auf Hubschrauber der niederländischen Armee. Diese seien allerdings erst um 11 Uhr eingetroffen - drei Stunden später als erhofft. In den nächsten Stunden werde sich zeigen, ob die Feuerlinie unter Kontrolle zu bekommen sei.
Stadt Monschau: Aktuell keine Evakuierung geplant
Trotz des großen Waldbrandes in Belgien wenige Kilometer von der grenznahen nordrhein-westfälischen Eifelstadt Monschau entfernt ist dort aktuell keine Evakuierung vorgesehen. Die Feuerfront ist aktuell noch etwa 1,5 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt (1,8 km zur nächsten deutschen Bebauung). Nach derzeitigem Stand sehe die Stadt keine Notwendigkeit eine Evakuierung anzuordnen.
Von einer starken Belastung durch Brandrauch ist im Laufe des Tages aber auszugehen. Es sei daher entschieden worden, den Einwohnenden der grenznahen Bereiche zu empfehlen, diese Bereiche zu verlassen, teilt die Stadt auf ihrer Homepage mit.
Forstwirtschaftsrat: "Von klassischen Waldbrandländern lernen"
Der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Christian Haase, sagte der "Rheinischen Post", man werde akzeptieren müssen, dass Waldbrände in Deutschland wegen des Klimawandels häufiger auftreten könnten. Man müsse vom Wissen der "klassischen Waldbrandländern" profitieren. Nötig seien etwa moderne Frühwarnsysteme.
Rufe nach Frühwarnsystemen und Prävention
Angesichts brennender Wälder in Deutschland mehren sich Rufe aus der Politik und von Fachleuten nach mehr Prävention und Frühwarnsystemen. So schlagen SPD-Bundesminister ein Aktionsprogramm gegen Hitze und eine damit verbundene Grundgesetzänderung vor. Die Sozialdemokraten wollen zudem eine Verschärfung des Strafrahmens für Brandstiftungen, die zu Waldbränden führen.
Lage in Hürtgenwald entspannt sich weiter
In Hürtgenwald laufen die Löscharbeiten auch am vierten Tag weiter, die Lage in dem betroffenen Gebiet entspannt sich aber zunehmend. Wie der Kreis Düren mitteilt, gibt es keine offenen Flammen mehr. "In diesen Stunden geht es vor allem darum, die Glutnester einzudämmen." Das gesamte betroffene Gebiet sei nun mit einer Schneise umgeben, so dass sich Flammen nicht weiter ausbreiten könnten. Zuletzt waren bis zu 1.800 Einsatzkräften an den kräftezehrenden Löscharbeiten beteiligt.
Waldbrand in Belgien nahe Deutschland hat 3.000 Hektar Land zerstört
Der Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der deutschen Grenze hat nach Angaben der Behörden inzwischen fast 3.000 Hektar Land vernichtet. Die Lage bleibe "kompliziert", weil der Wind in der Nacht mehrfach gedreht habe, erklärten die wallonischen Behörden am Sonntagmorgen.
Feuerwehr in Monschau: Fahren Einsatz zurück
Die Gefahrenlage in Monschau an der belgischen Grenze hat sich nach Einschätzung der dortigen Feuerwehr entspannt. "Wir fahren zurück", sagte Einsatzleiter Philipp Krüger der Nachrichtenagentur dpa am Morgen. Schon in der Nacht habe man einen Großteil der rund 90 Einsatzkräfte abgezogen. "Aktuell sind wir noch mit 20 Personen auf Reserve vor Ort."
DWD: Heute kein Regen für Monschau und Hürtgenwald
Brandbekämpfer in den nordrhein-westfälischen Städten Monschau und Hürtgenwald können heute laut Deutschem Wetterdienst nicht mit Regen als Unterstützung rechnen. Es werde keinen Niederschlag geben, der Wind dort werde aber schwach bis mäßig - also recht günstig - ausfallen, sagte eine Meteorologin des Wetterdienstes.
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Monschau gibt Entwarnung
Monschau gibt in dieser Sekunde Entwarnung. "Das Feuer bewegt sich nicht auf die Stadt zu", sagt der Monschauer Wehrleiter Philipp Krüger gegenüber der ZDF-Reporterin Ina Baltes.
Ortsvorsteher dankt Einwohner von Hürtgenwald-Gey
Ortsvorsteher Paul Bolz dankt im WDR-Fernsehen den Einwohnern von Hürtgenwald-Gey. Die Evakuierung um 4.00 Uhr morgens sei sehr geordnet abgelaufen. Freunde, Verwandte und Nachbarn hätten Menschen aufgenommen. Diese 50 Stunden würden sicher in die Geschichte von Hürtgenwald eingehen. "Der Zusammenhalt, den Gey gezeigt hat, ist einfach Klasse." Außerdem dankt er der Feuerwehr, den Landwirten, allen Helfern, Unternehmern, die Geräte bereitgestellt hätten.
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Feuerwehr schlägt Schneise um Brandgebiet im Hürtgenwald
Der Landrat des Kreises Düren sagte gegenüber einer WDR-Reporterin, 350 Hektar Waldes seien im Hürtgenwald verbrannt. Es gebe noch zahlreiche Glutnester.
Derzeit schlägt die Feuerwehr eine zweite, breite Schneise ringförmig um das Brandgebiet. So soll ein Überspringen verhindert werden und die Rettungskräfte kommen besser an das Brandgebiet heran.
Über das Thema berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen, unter anderem im heute journal am 15.08.2026 ab 22:55 Uhr.
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