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Thursday, October 22, 2026

Gefährliche «Baller-Liquids» – Bunte Vape-Liquids beschäftigen Fachleute

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Gefährliche «Baller-Liquids» Bunte Vape-Liquids beschäftigen Fachleute

Synthetische Cannabinoide in Vapes verbreiten sich auch in der Schweiz. Sie können schwere gesundheitliche Folgen haben.

Sie tragen Namen wie «Baller-Liquids», «Zombie-Liquids» oder «Knaller-Liquids» und werden über E-Zigaretten konsumiert: Produkte mit synthetischen Cannabinoiden sind derzeit insbesondere in Deutschland und Frankreich in den Schlagzeilen. In der Schweiz fallen sie unter das Betäubungsmittelgesetz. Nun berichtet 20 Minuten über erste Fälle in Zürich und St. Gallen.

Auch die Kantonspolizei Zürich hat bereits Erfahrungen mit solchen Produkten gemacht, wie sie auf Anfrage bestätigt. Es seien wenige Fälle mit dieser Art von Betäubungsmittel bekannt. Ob sich daraus ein grösserer Trend entwickle, lasse sich derzeit noch nicht beurteilen.

Nahaufnahme von zwei Personen, die Rauch ausatmen, mit einer blauen Jacke und einem dunklen Kapuzenpullover.
Legende: E-Zigaretten sind bei Jugendlichen beliebt. Keystone/EPA/TOLGA AKMEN

Suchtexpertinnen und Suchtexperten beunruhigt der Trend aus dem nahen Ausland jedoch. Lucas Philippoz, Mediensprecher von Sucht Schweiz, sagt: «Wir betrachten dieses Phänomen mit Sorge und finden, dass es besondere Aufmerksamkeit verdient.»

Besonders problematisch sei, dass die Inhaltsstoffe oft unbekannt sind. Dadurch liessen sich die Risiken nur schwer abschätzen.

Ohnmacht, Psychosen und Herzrasen

Synthetische Cannabinoide sollen die Wirkung von THC nachahmen, sind laut Sucht Schweiz aber oft viel stärker. Die möglichen Folgen reichten von Herzrasen und Bewusstseinsverlust über Krampfanfälle bis hin zu Halluzinationen und Psychosen. Im Extremfall könne der Konsum sogar tödlich enden.

Sorgen bereiten den Fachleuten insbesondere die möglichen Auswirkungen auf Jugendliche. «In diesem Alter probiert man gerne Neues aus», sagt Philippoz.

Ausserdem seien E-Zigaretten in dieser Altersgruppe bereits beliebt. «Sowohl ihr Image als auch ihr Marketing mit süssen oder fruchtigen Aromen sowie bunter Verpackung richten sich klar an diese Zielgruppe.» «Baller-Liquids» könnten harmlos wirken. Denn manche Jugendliche dürften annehmen, es handle sich lediglich um unbedenkliche Aromastoffe.

Ob daraus in der Schweiz ein Trend wird, ist offen

Wie stark «Baller-Liquids» in der Schweiz bereits verbreitet sind, ist allerdings unklar. Während die Kantonspolizei Zürich von wenigen bekannten Fällen spricht, wagt Sucht Schweiz keine Prognose zur weiteren Entwicklung.

An den Schulen der Stadt Zürich seien derzeit keine Fälle bekannt, teilt die städtische Suchtpräventionsstelle auf Anfrage mit. «Wir beobachten die Entwicklung aufmerksam und beraten Schulen bei Fragen zu neuen Substanzen», sagt Stellenleiterin Petra Buchta.

Eltern und Lehrpersonen rät Sucht Schweiz, aufmerksam zu bleiben und das Gespräch mit Jugendlichen zu suchen. Wer vermutet, dass ein Produkt synthetische Cannabinoide enthält, soll zudem auf dessen Konsum verzichten.

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