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Tuesday, September 15, 2026

Weltgrößtes Elektroschiff „China Zorrilla“ erreicht Heimathafen in Uruguay

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Das weltweit größte Elektroschiff, die „China Zorrilla“ (auch Hull 096 für den Schiffskörper genannt), die von der australischen Werft Incat mit Sitz in Hobart für die südamerikanische Fährgesellschaft Buquebus gebaut worden ist, hat am 11. September ihren Heimathafen in Uruguay erreicht. Das 130 m lange Fährschiff, das mit einer Batteriekapazität von 40 MWh etwa 90 Minuten lang batterieelektrisch am Stück fahren kann, wurde von dem Schwerguttransporter MV Black Marlin huckepack genommen und von Tasmanien aus nach Uruguay verschifft.

Die Reise der 130 m langen, 32 breiten und mit 5000 Batterien mit einem Gewicht von mehr 250 Tonnen ausgestatteten Elektrofähre begann bereits Anfang August. Da die Fähre mit ihren acht elektrischen Wasserstrahlantrieben lediglich für kürzere Fährstrecken konzipiert ist, konnte es die mehrere tausend Kilometer lange Transferstrecke von der Incat-Werft in Australien nach Uruguay nicht selbstständig bewältigen. Das Schiff mit vergleichsweise leichtem Alumiumrumpf, das als kombinierte Passagier- und Autofähre (RoPax (Roll-on/Roll-off) gebaut worden ist, kann bis zu 2100 Passagiere und 225 Fahrzeuge zugleich aufnehmen.

Aufgrund der Größe und des Gewichts wurde die „China Zorrilla“, die nach einer 2014 verstorbenen, legendären uruguayischen Theater- und Filmschauspielerin benannt ist, auf das Schwergutlastschiff MV Black Marlin der niederländischen Reederei Dockwise verladen. Dieses knapp 218 m lange und 42 m breite Schiff ist groß genug, um die „China Zorrila“ auf seiner Ladefläche aufnehmen zu können. Das Lastschiff senkt sich dazu im Wasser ab, sodass die Ladefläche unter Wasser liegt. Das zu transportierende Boot wird dann über der Ladefläche positioniert und das Schwergutlastschiff wieder angehoben.

Die „China Zorrilla“ legte an Bord der Black Marlin mehrere Tausend Kilometer bis zur uruguayischen Stadt Nueva Palmira zurück. Die Strecke führte vom Derwent River in Hobart über die Nordspitze Neuseelands über den Pazifik um Kap Hoorn herum. Von dort ging es weiter nach Uruguay. Dort wurde die „China Zorrilla“ zu Wasser gelassen und danach zu ihrem Heimathafen Colonia del Sacramento geschleppt. Dort soll die Elektrofähre noch vor der endgültigen Inbetriebnahme getestet werden.

Geplant ist, dass die „China Zorrila“ künftig Colonia del Sacramento mit Buenos Aires in Argentinien über den Rio de la Plata verbindet. Die Route hat eine Länge von rund 30 Seemeilen (etwa 55,6 km) pro Richtung. Die Überfahrt dauert ungefähr eine Stunde, was bei einer etwa 90 Minuten langen Batterielaufzeit des Bootes möglich ist.

Die „China Zorrilla“ wurde 2019 von der Fährgesellschaft Buqueus in Auftrag gegeben. Während der Covid-19-Pandemie musste der Bau pausieren. Das Boot wurde nach der Wiederaufnahme der Bautätigkeiten von Diesel- auf Elektroantrieb umgerüstet. Im Mai 2025 erfolgte dann der Stapellauf. Danach folgten Tests auf dem Fluss Derwent bis es für den Betrieb abgenommen wurde.

Incat baut derzeit an drei weiteren Elektrofähren für die dänische Reederei Molslinjen mit Sitz in Aarhus. Die Reederei betreibt Fährrouten in der Nord- und Ostsee. Die drei Schiffe könnten dann die wohl größten elektrischen Fähren Europas sein.

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