Ex-Teamboss Sauber überrascht von Zehnders Entlassung

«Dieser Schritt kam völlig unerwartet!»
Ex-Teamboss Sauber überrascht von Zehnders Entlassung
Audi stellt den Beat Zehnder vor die Türe, die Art und Weise lässt zu wünschen übrig. Für Ex-Sauber-Boss Peter Sauber kommt die Nachricht aus dem Nichts.
Publiziert: vor 8 Minuten
Roger BenoitFormel-1-Experte
Sein Entdecker und langjährige Chef Peter Sauber (83) musste die Nachricht zweimal lesen: Audi trennt sich von Beat Zehnder (60). In einer Pressemitteilung ohne Stil.
Normalerweise kommt das Opfer bei solcher Gelegenheit noch selbst zu Wort. Man liest nur: «Es passiert im Zuge der Umstrukturierung im Vorfeld der Saison 2007.»
Peter Sauber zu Blick: «Für mich kam die Nachricht nicht nur überraschend, nein sie kam unerwartet.» Mehr mochte der frühere Formel-1-Boss (bis 2027) zum offensichtlichen Rauswurf seines verdienten Mitarbeiters seit 1988 nicht sagen.
Audi will also den früheren Teammanager und Sportdirektor loswerden. Zu Beginn der Saison war er noch am Aufbau des neuen Audi-Motor Homes verantwortlich. Glücklich sah der Zürcher in seinen letzten Rennen (nach 39 Jahren und über 600 Rennen) nicht mehr aus.
Zehnder zahlte Hotel-Rechnung fürs Team
Auch wenn Beat Zehnder wegen gesundheitlichen Problemen seit Jahren immer etwas kürzertreten wollte, so eine nackte Mitteilung ohne eigene Sätze hat er nicht verdient.
Zehnder war nicht nur ein Urgestein aus Hinwil, nein er war für viele Mitarbeiter und Fahrer eine Art Vater, ja sogar Freund.
Auch wenn Zehnder sehr oft opportunistisch durch die brutale Welt der Formel 1 zog. Das Team Sauber lag ihm schon vor der Formel 1 mit den Sportwagen (Weltmeister und Le Mans-Sieg) immer sehr am Herzen.
Und in den schwersten Zeiten, wo das Geld mehrmals knapp wurde, übernahm Zehnder einmal sogar die Hotelkosten, um dem Team zu helfen.
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