„World of Warcraft: Forever“: Blizzard erfindet das alte Azeroth neu
Blizzard hat auf der Blizzcon eine neue, auf dauerhafte Weiterentwicklung angelegte Variante seines MMORPGs vorgestellt. „World of Warcraft: Forever“ greift das ursprüngliche Azeroth und zentrale Designprinzipien des Originals von 2004 auf, erweitert die Spielwelt jedoch um neue Inhalte und kombiniert den klassischen Ansatz mit modernerer Technik, Komfortfunktionen und offizieller Gamepad-Unterstützung. Der Start ist für den 5. November 2026 geplant, eine Beta beginnt bereits am 17. September.
Zeitlich knüpft „World of Warcraft: Forever“ an die Ereignisse von „Warcraft III“ an und spielt damit in jener frühen Phase Azeroths, in der auch das ursprüngliche „World of Warcraft“ von 2004 begann. Blizzard verspricht mehr als 1.000 neue Quests, zusätzliche Regionen und neue Geschichten und greift dabei auch Orte und Geschichten auf, die im ursprünglichen „World of Warcraft“ unvollendet blieben.
Neue Gebiete und modernisierte Technik
Zu den neuen Gebieten gehören unter anderem der Berg Hyjal, das Levelgebiet Flusslande und die Insel Zephras, das Startgebiet des neuen spielbaren Volkes der Himmelsgeborenen. Die Roadmap umfasst außerdem neun neue Dungeons und zunächst zwei Schlachtzüge für zehn beziehungsweise 20 Spieler. Für PvP hat Blizzard mit den Darkspear-Inseln zudem ein 15-gegen-15-Schlachtfeld angekündigt.
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Auch grafisch versucht Blizzard, klassisches und modernes WoW miteinander zu verbinden. Spieler können zwischen klassischen SD- und neueren HD-Charaktermodellen wählen, die HD-Modelle lassen sich zudem mit restaurierten Animationen des ursprünglichen Spiels kombinieren. Gleichzeitig erhält die Welt ein modernisiertes Rendering mit zusätzlichen Umgebungsdetails sowie Wasser-, Nebel- und Lichteffekten. Der ursprüngliche Grafikstil soll dabei erhalten bleiben.
Von Privatservern zu „Forever“
Mit „Forever“ schlägt Blizzard einen spielhistorisch bemerkenswerten Bogen. Über zahlreiche Erweiterungen entfernte sich das ursprüngliche „World of Warcraft“ zunehmend vom Spieldesign des Originals, während ein Teil der Community das frühere Spielerlebnis auf privaten Servern wiederherzustellen versuchte. Auf der BlizzCon 2013 hielt der damalige WoW-Produzent J. Allen Brack dem Wunsch nach offiziellen Servern für alte Spielversionen noch den frechen Satz entgegen: „Ihr glaubt, dass ihr das wollt, aber eigentlich wollt ihr es nicht.“
Vier Jahre später änderte Blizzard seinen Kurs und kündigte „World of Warcraft Classic“ an, das 2019 erschien und ein großer Erfolg für das Studio wurde. Mit „Forever“ folgt sieben Jahre später nun der nächste Schritt, indem Blizzard das alte Azeroth dauerhaft um neue Inhalte weiterentwickelt. Die bestehenden Classic-Versionen bleiben unabhängig davon erhalten.
Ein separater Kauf von „World of Warcraft: Forever“ ist zum Start nicht nötig, ein aktives WoW-Abonnement oder Spielzeit reicht aus. Wer das neue Volk der Himmelsgeborenen spielen möchte, benötigt allerdings ein kostenpflichtiges Upgrade für rund 30 Euro. Weitere Details zu „World of Warcraft: Forever“ will Blizzard am 13. September 2026 um 19 Uhr in einem Deep-Dive-Panel vorstellen.
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