USA laden Putin zum G20-Gipfel ein - News kompakt: Das Wichtigste kurz gefasst
Die USA haben nach eigenen Angaben den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum G20-Gipfel im Dezember eingeladen. US-Außenminister Marco Rubio sagte am Rande der UN-Generaldebatte in New York zu Reportern: "Wir hoffen, dass er die Einladung annimmt." Die Vereinigten Staaten haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne. Sie repräsentiert die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer.

Um Probleme zu lösen, müsse man sich mit den Menschen treffen, mit denen man nicht übereinstimme oder mit denen es möglicherweise Schwierigkeiten gebe, erklärte Rubio nach einem Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. Der Gipfel soll in einem Golfclub von US-Präsident Donald Trump im Bundesstaat Florida stattfinden.
Zollaufschub soll Spannungen zwischen USA und China mindern
Zu Beginn des dreitägigen Staatsbesuchs von Chinas Präsident Xi Jinping in den USA hat die US-Regierung eine Zollpause verlängert. Die bis November ausgesetzten zusätzlichen Zölle auf Importe chinesischer Waren werden laut Finanzminister Scott Bessent um weitere zwei Monate aufgeschoben. Wäre die Einigung ausgelaufen, hätte China auch seine Exportkontrollen auf seltene Erden ausgeweitet. Von chinesischer Seite lag zunächst keine Bestätigung für die Verlängerung vor.

Nahezu zeitgleich zu Bessents Ankündigung wurde Xi auf einem Militärflughafen nahe der Hauptstadt Washington von US-Präsident Donald Trump persönlich mit militärischen Ehren begrüßt. Es ist der erste Besuch von Xi und seiner Ehefrau Peng Liyuan in Washington seit mehr als einem Jahrzehnt. Die US-Regierung spricht von einem "Meilenstein in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern".
Bundesregierung treibt Ausstieg aus fossilen Energien voran
Bundesumweltminister Carsten Schneider hat bei den Vereinten Nationen einen Fahrplan für den schrittweisen Ausstieg Deutschlands aus Kohle, Öl und Gas vorgelegt. Am Rande der UN-Generalversammlung in New York erklärte der SPD-Minister, die Bundesrepublik sei nach Frankreich und den Niederlanden das dritte Land, das ein entsprechendes nationales Konzept präsentiere.

Man wolle den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen bis 2045 auf null reduzieren. Deutschland wolle mit seinem Plan weltweit mehr Dynamik erzeugen, damit so viele Länder wie möglich ihre jeweiligen Vorhaben konkretisierten, so Schneider weiter. Nach Angaben des Umweltministeriums entfielen 2024 noch 65 Prozent des deutschen Energieverbrauchs auf fossile Brennstoffe.
EU will gut vier Milliarden Euro für Ungarn freigeben
Nach Reformen der Regierung in Ungarn hat die Europäische Kommission die Freigabe von eingefrorenen EU-Geldern für das Land vorgeschlagen. Es geht um 4,2 Milliarden Euro. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, Ungarn habe wichtige Maßnahmen ergriffen, um die Rechtsstaatlichkeit zu stärken und die finanziellen Interessen der Union zu schützen. Die EU-Mitgliedsländer müssen dem Plan noch zustimmen.

Die frühere ungarische Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orbán hatte gegen rechtsstaatliche Prinzipien und EU-Grundwerte verstoßen. Brüssel hielt deswegen Fördermittel in zweistelliger Milliardenhöhe zurück. Mit dem Amtsantritt von Regierungschef Péter Magyar im Mai begann ein politischer Kurswechsel.
TPLF-Rebellen besetzen Flughafen in Tigray
Im Konflikt zwischen Äthiopiens Zentralregierung und Auftständischen in der nördlichen Region Tigray haben Rebellen den Flughafen der Regionalhauptstadt Mekelle unter ihre Kontrolle gebracht. Einheiten der Gruppe Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) überwältigten Regierungstruppen, die den Flughafen sicherten. Die nationale Fluglinie Ethiopian Airlines strich sämtliche Flüge nach und aus Tigray.

Vertreter von Nichtregierungsorganisationen meldeten zudem Kämpfe in den Ortschaften Abala und Erebti. TPLF-Rebellen hatten am Sonntag den Zusammenschluss von sieben bewaffneten Gruppen bekannt gegeben, um gemeinsam die Regierung zu bekämpfen. Bereits zwischen 2020 und 2022 gab es in Tigray einen Bürgerkrieg zwischen der Zentralregierung und der TPLF. Mindestens 600.000 Menschen wurden nach Schätzungen der Afrikanischen Union getötet. Das geschlossene Friedensabkommen erkennt die TPLF nicht mehr an.
Weiteres Urteil gegen den früheren Filmproduzenten Harvey Weinstein gesprochen
Gegen den früheren Hollywood-Filmproduzenten Harvey Weinstein sind in einem neu aufgerollten Verfahren wegen eines Sexualverbrechens 15 Jahre Haft verhängt worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der 74-jährige Weinstein sitzt bereits seit Jahren im Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft in Manhattan hatte eine Haftstrafe von 20 Jahren gefordert. Das jetzt verhängte Strafmaß ist ein weiterer bedeutender Schritt in der seit Jahren andauernden Aufarbeitung von Sexualverbrechen.

Es gab bereits mehrere Verfahren in New York und in Kalifornien. Vor Gericht hatte Weinstein bisher stets alle Vorwürfe zurückgewiesen. Der Fall des Filmproduzenten vor rund zehn Jahren löste nach Belästigungs- und Vergewaltigungsvorwürfen von Dutzenden Frauen weltweit eine Debatte aus - bekannt unter dem Namen "MeToo". Mit Filmen wie "Pulp Fiction" und "Shakespeare in Love" war Weinstein jahrzehntelang einer der mächtigsten Produzenten in Hollywood.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.