Drohnen auf Leipziger Flughafen: Bundesregierung: Russland steckt hinter Sprengstoff-Drohne

Laut Medienberichten macht die Bundesregierung Russland für den versuchten Anschlag in Leipzig verantwortlich. Eine Stellungnahme wird in Kürze erwartet.
dpa | Die Bundesregierung macht nach Medienberichten Russland für den versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich. Man gehe von einem russischen Geheimdienst als Urheber aus, berichten Bild und Spiegel. Politiker und Experten hatten Russland schon bald nach dem Vorfall Anfang August Russland als wahrscheinlichen Drahtzieher benannt.
Die Bundesregierung hat sich dazu bislang öffentlich nicht geäußert. Damit wird aber in Kürze gerechnet. Mit Spannung wird erwartet, welche Konsequenzen die Bundesregierung ziehen wird. Die Anzeichen, dass sie dies noch im Laufe des Tages mitteilen wird, verdichten sich.
So will Außenminister Johann Wadephul (CDU) auf dem Weg von Algier zum EU-Außenministertreffen in Irland einen Zwischenstopp in Berlin für Beratungen mit Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) einlegen, wie aus Delegationskreisen Wadephuls in der algerischen Hauptstadt Algier zu hören war.
Die mit Sprengstoff präparierte Drohne war am Abend des 4. August im Sicherheitsbereich des Flughafens zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem „schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland“. Ermittelt wird wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.
EU-Außenbeauftragte macht Andeutungen
Nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas deutet vieles darauf hin, dass Russland etwas mit der Drohne zu tun hat. Sie stelle diese Verbindung her, aber es sei letztlich an den Deutschen zu sagen, was hinter dem Vorfall stecke, sagte sie am Rande eines EU-Verteidigungsministertreffens in der Nähe von Dublin. Dann könne auch darüber gesprochen werden, was die EU zusätzlich tun könne.
Kallas sagte, man sehe auch in anderen Ländern, dass die Russen immer stärker provozierten. Es stelle sich also die Frage, was man dagegen tue, um sie davon abzuschrecken, noch weiterzugehen.
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