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Wednesday, September 16, 2026

Mittwoch: Amazon-Datenverlust im Iran-Krieg, Roboter als sicherer Mitarbeiter

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Der Iran kann einen Erfolg gegen einen US-Datenkonzern verbuchen: Amazons Rechenzentren in Bahrain sowie eines in den Emiraten sind unwiederbringlich kaputt. Cloud-Kunden müssen auf eigene Backups zurückgreifen. Bei zwei weiteren beschädigten Rechenzentren besteht noch Hoffnung. Derweil kann der humanoide Roboter Digit 5 laut Hersteller beim Packen. Stapeln und Sortieren sicher mit menschlichen Kollegen arbeiten. Das Vorgängermodell muss noch separat arbeiten, damit Menschen nicht gefährdet werden. 2027 soll der neue Humanoid auch nach Europa kommen. In den USA ist Elon Musk vor Gericht gezogen, weil Apple den Chatbot Grok im App-Store nicht gehypt hat, aber mit OpenAI bezüglich ChatGPT kooperiert. Das sei eine Verschwörung. Jetzt stellt er die Klage ein, aber nur bezüglich Apple – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Ende Februar haben die USA und Israel einen Krieg gegen den Iran begonnen. Dieser wehrt sich, unter anderem mit Angriffen auf US-Infrastruktur in der Region. Dabei hat der Iran auch Rechenzentren der Amazon Web Services (AWS) des US-Konzerns Amazon.com beschossen. Wie wirksam diese Angriffe waren, zeigt sich jetzt, Monate später: Amazon muss Segel streichen. Laut Firmenangaben stellt der Datenkonzern seine Bemühungen ein, Daten wiederherzustellen, die ausschließlich in einem betroffenen Rechenzentrum gespeichert waren. Die jeweiligen Kunden werden auf ihre eigenen Backups verwiesen. Dies betrifft alle drei AWS-Rechenzentren in Bahrain sowie eines von drei in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Bei den beiden anderen hat AWS die Hoffnung noch nicht aufgegeben: Alle AWS-Daten in Bahrain sind im Iran-Krieg zerstört.

Agility Robotics hat die nächste Generation seiner für den industriellen Einsatz entwickelten humanoiden Roboter vorgestellt. „Digit 5“ wurde gegenüber dem Vorgängermodell deutlich verbessert und soll erstmals für die sichere Zusammenarbeit mit Menschen geeignet sein. Die bisher aus Sicherheitsgründen notwendigen Trennwände um die Humanoiden sollen nun nicht mehr notwendig sein. Denn die neue Generation kann aufgrund von KI und mehrerer Sensoren nahe Menschen erkennen und entsprechend reagieren, etwa anhalten oder sich hinsetzen, um Kollisionen zu vermeiden, sowie Warnsignale vor Bewegungen ausgeben. Agility will bereits Bestellungen im Wert von mehr als 300 Millionen US-Dollar verzeichnet haben und bringt Digit 5 nächstes Jahr auch nach Europa: Neuer humanoider Roboter soll für sichere Arbeit mit Menschen geeignet sein.

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SpaceX lässt eine gegen Apple und OpenAI erhobene Wettbewerbsklage fallen – aber nur bezüglich Apple. Gegen OpenAI, auf das SpaceX-Chef Elon Musk besonders sauer ist, läuft der Prozess weiter. Im Zentrum des Verfahrens steht die Frage, ob Apple und OpenAI in der gelebten Form zusammenarbeiten dürfen. Musk hat sich darüber ereifert, dass die App seines Chatbots Grok es nicht auf die „Must have‟-Liste im App-Store für iPhones geschafft hat, während Apple dort sehr wohl OpenAIs Chatbot ChatGPT, die App für TikTok und gleich mehrere Dating-Apps bewarb. Außerdem kooperieren Apple und OpenAI offiziell, ChatGPT ist in das iPhone-Betriebssystem iOS integriert worden. Und das exklusiv, sodass Grok nicht denselben direkten Zugang zu iPhone-Nutzern genießt. Es sei eine Verschwörung, dass Grok nicht gehypet wird: Musk lässt Klage gegen Apple fallen.

TV-Hersteller LG hat sich mittlerweile zu den Überwachungsvorwürfen an Smart-TVs des Unternehmens geäußert. Darin erläutert das Unternehmen ausführlich die Funktion der automatischen Inhalteerkennung (Automatic Content Recognition, ACR). Alles in allem klingt die Stellungnahme defensiv und streckenweise lahm. Zumindest sind die Erläuterungen zur automatischen Inhalteerkennung hilfreich für das Verständnis, wie Werbung am TV – nicht nur bei LG – heute funktioniert. So nutzt LG für ACR nach eigenen Angaben ausschließlich Audio-Schnipsel, also keine Videoaufnahmen. Zudem würde die Sprachinteraktion am TV nur aktiviert, sofern Nutzer die Mikrofontaste auf der Fernbedienung drücken oder die „benutzerfreundliche Freisprecheinrichtung“ nutzen, also das im TV eingebaute Mikrofon aktivieren: LG äußert sich zu Vorwürfen bezüglich Smart-TV-Tracking.

EWE TEL wurde am 1. Januar 1996 in Oldenburg gegründet – mit gerade einmal vier Mitarbeitern. Heute beschäftigt die Telekommunikationstochter des Energieversorgers EWE 1.300 Menschen (Stand 2021). Ihren eigenen Markenauftritt startete das Unternehmen 1998 als Call-by-Call-Anbieter, zum Zeitpunkt der Liberalisierung des deutschen Telekommunikationsmarktes. Auch beim Netzausbau hat sich viel getan: Verfügte EWE 1996 noch über ein rund 8.000 Kilometer langes Telekommunikationsnetz, sind es heute mehr als 50.000 Kilometer, davon fast 40.000 Kilometer Glasfaserkabel. Im Interview zum 30. Geburtstag von EWE TEL zieht Geschäftsführer Norbert Westfal Bilanz. Er fordert fairen Netzzugang, die Kupferabschaltung und mehr Wettbewerb. So sagt der EWE-TEL-Chef zum Kupfer-Aus: „Wir müssen jetzt schon überlegen“.

Auch noch wichtig:

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