Mittwoch: Amazon-Datenverlust im Iran-Krieg, Roboter als sicherer Mitarbeiter
Der Iran kann einen Erfolg gegen einen US-Datenkonzern verbuchen: Amazons Rechenzentren in Bahrain sowie eines in den Emiraten sind unwiederbringlich kaputt. Cloud-Kunden müssen auf eigene Backups zurückgreifen. Bei zwei weiteren beschädigten Rechenzentren besteht noch Hoffnung. Derweil kann der humanoide Roboter Digit 5 laut Hersteller beim Packen. Stapeln und Sortieren sicher mit menschlichen Kollegen arbeiten. Das Vorgängermodell muss noch separat arbeiten, damit Menschen nicht gefährdet werden. 2027 soll der neue Humanoid auch nach Europa kommen. In den USA ist Elon Musk vor Gericht gezogen, weil Apple den Chatbot Grok im App-Store nicht gehypt hat, aber mit OpenAI bezüglich ChatGPT kooperiert. Das sei eine Verschwörung. Jetzt stellt er die Klage ein, aber nur bezüglich Apple – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Ende Februar haben die USA und Israel einen Krieg gegen den Iran begonnen. Dieser wehrt sich, unter anderem mit Angriffen auf US-Infrastruktur in der Region. Dabei hat der Iran auch Rechenzentren der Amazon Web Services (AWS) des US-Konzerns Amazon.com beschossen. Wie wirksam diese Angriffe waren, zeigt sich jetzt, Monate später: Amazon muss Segel streichen. Laut Firmenangaben stellt der Datenkonzern seine Bemühungen ein, Daten wiederherzustellen, die ausschließlich in einem betroffenen Rechenzentrum gespeichert waren. Die jeweiligen Kunden werden auf ihre eigenen Backups verwiesen. Dies betrifft alle drei AWS-Rechenzentren in Bahrain sowie eines von drei in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Bei den beiden anderen hat AWS die Hoffnung noch nicht aufgegeben: Alle AWS-Daten in Bahrain sind im Iran-Krieg zerstört.
Agility Robotics hat die nächste Generation seiner für den industriellen Einsatz entwickelten humanoiden Roboter vorgestellt. „Digit 5“ wurde gegenüber dem Vorgängermodell deutlich verbessert und soll erstmals für die sichere Zusammenarbeit mit Menschen geeignet sein. Die bisher aus Sicherheitsgründen notwendigen Trennwände um die Humanoiden sollen nun nicht mehr notwendig sein. Denn die neue Generation kann aufgrund von KI und mehrerer Sensoren nahe Menschen erkennen und entsprechend reagieren, etwa anhalten oder sich hinsetzen, um Kollisionen zu vermeiden, sowie Warnsignale vor Bewegungen ausgeben. Agility will bereits Bestellungen im Wert von mehr als 300 Millionen US-Dollar verzeichnet haben und bringt Digit 5 nächstes Jahr auch nach Europa: Neuer humanoider Roboter soll für sichere Arbeit mit Menschen geeignet sein.
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SpaceX lässt eine gegen Apple und OpenAI erhobene Wettbewerbsklage fallen – aber nur bezüglich Apple. Gegen OpenAI, auf das SpaceX-Chef Elon Musk besonders sauer ist, läuft der Prozess weiter. Im Zentrum des Verfahrens steht die Frage, ob Apple und OpenAI in der gelebten Form zusammenarbeiten dürfen. Musk hat sich darüber ereifert, dass die App seines Chatbots Grok es nicht auf die „Must have‟-Liste im App-Store für iPhones geschafft hat, während Apple dort sehr wohl OpenAIs Chatbot ChatGPT, die App für TikTok und gleich mehrere Dating-Apps bewarb. Außerdem kooperieren Apple und OpenAI offiziell, ChatGPT ist in das iPhone-Betriebssystem iOS integriert worden. Und das exklusiv, sodass Grok nicht denselben direkten Zugang zu iPhone-Nutzern genießt. Es sei eine Verschwörung, dass Grok nicht gehypet wird: Musk lässt Klage gegen Apple fallen.
TV-Hersteller LG hat sich mittlerweile zu den Überwachungsvorwürfen an Smart-TVs des Unternehmens geäußert. Darin erläutert das Unternehmen ausführlich die Funktion der automatischen Inhalteerkennung (Automatic Content Recognition, ACR). Alles in allem klingt die Stellungnahme defensiv und streckenweise lahm. Zumindest sind die Erläuterungen zur automatischen Inhalteerkennung hilfreich für das Verständnis, wie Werbung am TV – nicht nur bei LG – heute funktioniert. So nutzt LG für ACR nach eigenen Angaben ausschließlich Audio-Schnipsel, also keine Videoaufnahmen. Zudem würde die Sprachinteraktion am TV nur aktiviert, sofern Nutzer die Mikrofontaste auf der Fernbedienung drücken oder die „benutzerfreundliche Freisprecheinrichtung“ nutzen, also das im TV eingebaute Mikrofon aktivieren: LG äußert sich zu Vorwürfen bezüglich Smart-TV-Tracking.
EWE TEL wurde am 1. Januar 1996 in Oldenburg gegründet – mit gerade einmal vier Mitarbeitern. Heute beschäftigt die Telekommunikationstochter des Energieversorgers EWE 1.300 Menschen (Stand 2021). Ihren eigenen Markenauftritt startete das Unternehmen 1998 als Call-by-Call-Anbieter, zum Zeitpunkt der Liberalisierung des deutschen Telekommunikationsmarktes. Auch beim Netzausbau hat sich viel getan: Verfügte EWE 1996 noch über ein rund 8.000 Kilometer langes Telekommunikationsnetz, sind es heute mehr als 50.000 Kilometer, davon fast 40.000 Kilometer Glasfaserkabel. Im Interview zum 30. Geburtstag von EWE TEL zieht Geschäftsführer Norbert Westfal Bilanz. Er fordert fairen Netzzugang, die Kupferabschaltung und mehr Wettbewerb. So sagt der EWE-TEL-Chef zum Kupfer-Aus: „Wir müssen jetzt schon überlegen“.
Auch noch wichtig:
- Während Washington und Peking Rufe nach einer Pause im KI-Rennen zurückweisen, gibt es neue Warnungen aus der Branche. Ein Forscher wählt dramatische Worte. Demnach habe KI „das Potenzial, uns alle zu töten“: Nächste dramatische Warnung von KI-Forscher,
- Seit Tagen wird wieder darüber debattiert, ob „KI“ zu gefährlich ist. Die Warnungen sind nicht neu und die Branche hat andere Interessen, meint tante in seinem Kommentar: Die einmal mehr besorgten „KI“-Bros.
- Erde und Venus sind sich ziemlich ähnlich, aber nur einer der Planeten hat einen Mond. Nun hat ein Forschungsteam möglicherweise eine Erklärung gefunden. Er ist demnach seit langer Zeit zerstört: Kollision von Venus mit Mond wohl unausweichlich.
- Microsoft hat ungeplante Updates für Windows außer der Reihe veröffentlicht. Sie stopfen Sicherheitslecks und beheben Probleme: Microsoft fixt Probleme und Lücken nach Windows-Updates außer der Reihe.
- iOS 27, Golden Gate und Co. sind auch aus Sicherheitsgründen relevant. Apple hat nun seine Fix-Liste geliefert. Auch ältere Betriebssysteme bekommen Updates. Man sollte dringend aktualisieren: iOS 27, macOS 27 und Co. stopfen viele Lücken.
- Mozilla hat Firefox 156 veröffentlicht. Die neue Version beschleunigt den PDF-Betrachter und optimiert den Speicher- und CPU-Einsatz: Firefox zeigt jetzt Werbung in der Adressleiste.
- Zwar sind große Neuerungen rar gesät, doch iOS und iPadOS 27 stecken voller Verbesserungen im Detail. 20 Tipps zu den nützlichsten neuen Features von iOS 27: Tipps zu den besten Neuerungen für iPhone und iPad.
- BYD stellt auf der IAA in Hannover seine batterieelektrische 44-Tonnen-Zugmaschine für Europa vor. Diese bietet 600 km Reichweite, 1,5-MW-Laden und zehn Jahre Akkugarantie: BYD zeigt 44-Tonnen-Elektro-Sattelschlepper ETT 44 auf der IAA Transportation.
- Washington hat erstmals offiziell die Stationierung von Waffen im Weltraum bestätigt. Der Schritt soll US-Streitkräfte vor Bedrohungen durch Gegner schützen: US-Weltraumwaffen als Warnung an China und Russland.
- Ein raffinierter Betrug trifft die Neobank Revolut. Über eine verifizierte Regierungs-Domain erbeuteten Hacker sensible Kundendaten und erpressen nun Opfer: Hacker nutzen echte Behörden-Domain für Diebstahl nach Revolut-Datenleck.
- VW zeigt mit dem Mission Efficiency eine serienbasierte Studie mit cW 0,158 und unter 7 kWh/100 km Verbrauch. Eine Serienproduktion ist nicht beabsichtigt: VW Mission Efficiency erreicht 6,89 kWh/100 km.
- In nur zwei Wochen ist die PS5 Pro über 40 Prozent teurer geworden. Die Preise steigen, seitdem „GTA 6“-Gameplay auf Netflix zu sehen war: Nach „GTA 6“-Enthüllung wird Playstation 5 Pro rasant teurer und knapper.
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