Abstimmung Kanton Graubünden – Es sieht nach einem Nein aus beim Stimmrechtsalter 16

- Bei der kantonalen Bündner Abstimmung zum Stimmrechtsalter 16 zeichnet sich ein Nein ab.
- Ausgezählt sind 86 von 100 Gemeinden, der Nein-Anteil liegt dabei bei 68.9 Prozent.
- Noch fehlen grössere Gemeinden und die Stadt Chur.
In Graubünden gab es bereits mehrere Anläufe für ein aktives Stimm- und Wahlrecht für Jugendliche. 2007 und 2009 lehnte das Bündner Parlament entsprechende Vorstösse ab. Dieses Mal fand das Anliegen eine Mehrheit.
Eingereicht hatte den Vorstoss Mitte-Grossrat Gian Andris Derungs auf Wunsch der Jugendsession Graubünden. Die Bündner Regierung empfiehlt der Stimmbevölkerung, ein Ja in die Urne zu legen.
Gegenwind von der SVP
Bei der Parlamentsabstimmung kamen die Nein-Stimmen grösstenteils aus dem SVP‑Lager. Mit 16 Jahren fehle die politische Reife, zudem seien die Jugendlichen einer grösseren Gefahr ausgesetzt, beeinflusst zu werden – etwa durch soziale Medien.
Die Mehrheit des Bündner Parlaments sieht in der Vorlage die Chance, der Überalterung der Gesellschaft entgegenzuwirken und junge Menschen früher mitgestalten zu lassen.
Nimmt die Bündner Stimmbevölkerung die Vorlage an, dürften rund 3000 Jugendliche bereits ab 2027 mitbestimmen.
Dies gilt für kantonale und kommunale Abstimmungen und Wahlen. In ein Amt wählen lassen wäre weiterhin erst ab 18 Jahren möglich. Graubünden wäre, nach Glarus, der zweite Kanton mit einer solchen Regelung.
Abstimmungsdossier
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Hier finden Sie News und Hintergründe zu den Abstimmungen vom 27. September 2026.
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