Behörde spricht von neuer Taktik: Schiff in Straße von Hormus mit Haftminen angegriffen

Behörde spricht von neuer TaktikSchiff in Straße von Hormus mit Haftminen angegriffen
30.10.2026, 09:41 Uhr

Auf einem Schiff in der Straße von Hormus bricht ein Feuer aus. Der Grund ist zunächst unklar. Nun stellt sich heraus, dass die noch unbekannten Angreifer sich einer im bisherigen Konflikt noch nicht genutzten Strategie bedienten.
Die britische Behörde für Sicherheit in der Seeschifffahrt (UKMTO) meldet eine neue Angriffstaktik in der Straße von Hormus. Auf einem Tanker 25 Seemeilen nordöstlich von Khasab im Oman brach ein Feuer aus, nachdem sich ein kleines Boot genähert und zwei Haftminen am Rumpf angebracht hatte. Das teilte UKMTO unter Berufung auf einen verifizierten Bericht mit.
Explosionen hätten im Maschinenraum Feuer ausgelöst und das Schiff kurzzeitig manövrierunfähig gemacht. Die Besatzung sei in Sicherheit und es seien keine Umweltschäden berichtet worden, hieß es weiter. Das Feuer sei gelöscht und das Schiff unterwegs zu einem Hafen. Haftminen werden mithilfe starker Magnete an den Schiffen befestigt. Aber auch an Panzern und Bunkern können diese Waffen befestigt werden.
Über die Urheber des Angriffs ist bisher nichts bekannt. Der Iran hatte zuletzt seine Attacken auf Schiffe insbesondere entlang einer südlichen, von der US-Marine unterstützen Route, intensiviert.
Wie das "Wall Street Journal" berichtete, schützt das US-Militär auf der Südroute seit Monaten mit einer fast kontinuierlichen Luftunterstützung kommerzielle Frachter. Nach US-Angaben ermöglichte das Militär in den vergangenen sechs Monaten über 3000 Handelsschiffen die Durchfahrt durch die Meerenge. Dem Nachrichtenportal "Axios" zufolge ließ sich US-Präsident Donald Trump gestern von einem Militärchef zum weiteren Vorgehen im Iran beraten. Dabei soll es auch um die Blockade der Straße von Hormus und dem Einsatz des US-Militärs in der Meerenge gegangen sein.
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